Der NFT-Markt blutet (mit)!

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Der gesamte Kryptomarkt schreibt aktuell rote Zahlen, leider bildet der NFT-Sektor da keine Ausnahme. Wir schauen uns das Blutbad mal genauer an.

(Wer zum Thema NFT noch etwas Starthilfe benötigt, sei dieser Artikel hier empfohlen.)

Auch für ein inzwischen erfahrendes Krypto-Auge ist es immer wieder schrecklich mit anzusehen, wie die führende Kryptowährung Bitcoin, den gesamten restlichen Mark mit in die Knie zwingt.

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Quelle (Stand 22.04.): coin360.com

Die Marktkapitalisierung der stärksten 100 NFT-Projekte, ist in den vergangenen 7 Tagen um 36% gesunken; dies ist mit großem Abstand der gewaltigste Rückgang, seit Beginn dieses Jahres.

Auch die NFT-Dominanz ist um 0,3% auf 1,1% gesunken. Lediglich die THETA-Dominanz gegenüber dem NFT-Sektor konnte 4,1% zulegen, was aber aus Sicht der restlichen 99 Projekte in diesem Ranking natürlich nicht als Erfolg verbucht werden kann.

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Quelle (Stand 22.04): coingecko.com/nft

Die Top10-Projekte sind zur Vorwoche exakt dieselben geblieben, es haben lediglich einige von ihnen ihre Plätze miteinander getauscht. Mit -16,4% ist Decentraland das Top10-Projekt mit den geringsten Verlusten gegenüber der Vorwoche, Negativ-Spitzenreiter ist Alien Worlds, mit sagenhaften -57,7% Preisrückgang!

Im gesamten Feld der Top100 gibt es überhaupt nur ein einziges Projekt, welches seit letzter Woche zulegen konnte: SUPERBID !

SuperBid ist eine sogenannte Social-Auction-App, die weltweit versuchen will Influencer verschiedener Jargons mit ihren Fans zu verbinden. Benutzer sollen hier die Möglichkeit haben, an unzähligen Auktionen teilzunehmen, die von ihren Lieblings-Influencern „persönlich“ eingerichtet wurden. Der SUPERBID-Token soll hierbei in die Handel und Kauflogik mit eingebaut werden.

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Quelle: superbid.io

Auf den ersten, zweiten und auch dritten Blick, reiht sich Superbid ein in die immer länger werdende Reihe von sogenannten A-NFT Projekten, wobei das „A“ vor NFT ein Synonym für Celebrities und Superstars ist.

Wir berichteten in einer vorherigen Ausgabe des NFT-Specials bereits über die beiden Projekte Ethernity und Autograph, auch hier geht es in beiden Fällen um den Verkauf von A-NFTs. Auch crypto.com hat diesen Zug vor einigen Wochen bereits betreten, wir berichteten hierzu über den Einzug von SnoopDoggyDog in die NFT-Welt.

Crypto.com ist seither fleißig am droppen neuer Künstler und NFTs und auch Ethernity kann seit etwas über einer Woche nun endlich mit den ersten Verkäufen über ihre Plattform prahlen.

Autograph und auch Neuzugang Superbid sind hingegen noch im reinen Konjunktiv unterwegs und bieten lediglich aufwendig illustrierte Previews ihrer Usesases und geplanten Vorhaben.

Auch wenn Superbid mit Namen wie ElonMusk, Justin Bieber oder auch Ariana Grande anscheinend absolute Superstars lizenzieren konnte, steigt bei jeder neu aufpoppenden A-NFT-Plattform der Konkurrenzdruck enorm, da es recht unwahrscheinlich ist, das potenzielle Benutzer bereit sein werden ihre wertvollen ETHs und USDTs gegen immer noch einen neuen Token einzutauschen, nur um NFTs zu kaufen.

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Quelle: superbid.io

Hinzu kommt, dass der Druck auf die Lizenzabteilungen der Projekte ebenfalls immer größer wird, da der Run auf die Celebrities dieser Welt nun definitiv begonnen hat und inzwischen wohl jeder Oskar- und Grammy-Gewinner der letzten 20 Jahre auf diversen NFT-Lizenzangeboten sitzt.

Uns verwundert es deswegen schon ein wenig, wieso noch keines der genannten Projekte sich eher für eine Nische von Celebrities entschieden hat, sondern eigentlich alle versuchen das gesamte Spektrum zu bedienen. Klar, man könnte sagen A-NFT sind bereits die Nische, aber spätestens jetzt, wo bereits Projekt Nummer 4 in genau dieselbe Richtung drängt, sollte doch allen aufgehen, das diese Taktik nicht besonders nachhaltig erscheint und so, früher oder später, einige von ihnen wieder verschwinden werden. Aber vielleicht ist das ja sogar der Plan dahinter und jedes von ihnen sieht sich selbst halt ganz vorne!

WELCHES das sein wird, kann jedoch zu diesem Zeitpunkt maximal durch die zur Hilfenahme von wahrsagerischen Fähigkeiten bestimmt werden, für reine Marktanalyse ist es da noch viel zu früh für.

Insofern können wir über Superbid nicht viel Gehaltvolles berichten, da es wie bereits beschrieben noch nicht ausgerollt ist und man sich aktuell lediglich für einen Newsletter eintragen kann. Trotz starken Team und einem Namen der Programm ist, versetzen wir uns hier in Wartestellung, leicht skeptisch, ob sie den Anschluss an die Konkurrenz deichseln werden.

Mit einer noch eher überschaubaren MarketCap über 34 Millionen USD, dafür aber bereits einem stattlichen Preis von über 7 USD pro Token, kann man hier nicht mehr von einem Schnäppchen reden. – Es gilt diesbezüglich wohl eher abzuwarten, ob der angepriesene Usecase des Unternehmens nicht vielleicht bereits eingepreist ist.

Exeedme bringt einen neuen Ansatz in die Spieleindustrie!

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Quelle: exeedme.com

Bereits seit längeren gibt es nun schon die unterschiedlichsten Bemühungen, die Vorteile von NFTs in der aktuellen Gamingwelt unterzubringen. Dies geschieht vor allem dadurch, das inGame-Items nun wirklich in den Besitz von ihren Käufern übergehen, welche diese dann, nach eigenem Gebrauchsende, handeln und verkaufen können. – Diese Errungenschaft ist wichtig und ein längst überfälliger Schritt gewesen.

Ein anderes Problem in der heutigen Gamingwelt besteht aber weiterhin: Nur Profis können durch das bloße Spielen von digitalen Titeln ihre Fähigkeiten Monetarisieren. – Genau hier setzt Exeedme an und bietet eine attraktive Innovation:

Exeedme ist eine BlockChain-basierte Tournament-Plattform, welche es Gamern jedwedes Skill-Levels ermöglichen will, ihre Spielzeit zu monetarisieren; Play2Earn lautet hier die Devise.

Sobald etabliert, sollen sich über Exeedmee Spieler jedwedes Genres treffen können, um gegeneinander anzutreten. Dabei kann der Gegner manuell durch die Kontrahenten selbst gewählt werden, die Plattform bietet aber auch einen Match-Making-Algorhythmus an, der jedem Interessenten möglichst gleichstarke Gegner anbietet.

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Quelle: exeedme.com

Um dann an einem Match teilnehmen zu können, entscheidet sich jeder Spieler für einen bestimmten Betrag an XED-Tokens, welche er bereit ist in diesem Spiel einzusetzen. Gewinnt man, erhält man die Tokens seiner Gegner, verliert man, geht man leer aus. Mit jedem gewonnenen Spiel steigt das XED-Konto des Spielers, mit welchem er sich Level-Ups erkaufen kann, um in höheren Liegen anzutreten, um dort gegen schwerere Gegner, um immer größere Beträge zu spielen.

Alternativ kann man für XED seltene Plattformeigene NFTs ersteigern oder seine XED auf z.B Uniswap gegen Tether, ETH oder einen anderen Coins seiner Wahl eintauschen.

Dieser interessante Ansatz hat den extrem großen Vorteil, das die Macher hinter der Idee nicht darauf setzen neue Blockchain-basierte Spiele zu fördern oder gar zu erstellen, sondern sich einfach auf alle aktuell vorhandenen, zentral organisierten Spieletitel „draufzusetzen“. Also im Klartext: Alle bereits existierenden Competitiv-Spiele, samt der Millionen von Spielern, bilden die Zielgruppe von Exeedme, dies sind alleine in den USA aktuell rund 25 Millionen aktive E-Sportler.

Seit dem All Time Low des Tokens am 11. Januar dieses Jahres von 0,24 USD, konnten sich Unterstützer und Investoren des Projektes am 17. März über ein Allzeithoch von 1,99 USD freuen. Aktuell liegt der Tokenpreis bei 0,93 USD, wobei zu erwähnen ist das er erst in den letzten 24 Stunden rund 25% an Wert verlor. Da wie einführend erwähnt zurzeit der gesamte Markt am Bluten ist, muss man hier sicherlich mal ein paar Tage abwarten, ob diese drastische Talfahrt mit einem allgemeinen Ende des Downtrends ebenfalls endet oder ob es da noch weiter nach unten gehen wird.

Generell kann man aber festhalten, das der Usecase des Projektes wirklich gelungen ist und anders als bei vielen NFT-Projekten sich direkt an ein sehr großes und bereits vorhandenes Publikum wendet. Inwiefern den Machern hinter Exeedme es nun gelingen wird all diese potenziellen Kunden auf ihre Plattform zu locken, wird sich zeigen und ist sicherlich am aller stärksten davon abhängig, welche Titel und wie viele in naheliegender Zukunft einer Integration von Exeedme zustimmen werden, eine bereits laufende BETA des Spieles CS:GO liegt bereits vor. – Da sich eine Zusammenarbeit auch für viele andere ESport-Titel als Win-Win-Situation darstellen wird, sind wir hier recht zuversichtlich. – Als Fazit also ein definitiver Hingucker!

An dieser Stelle sagen wir auf Wiedersehen und bis kommenden Samstag, der hoffentlich wieder unter etwas grüneren Vorzeichen stehen wird!

 

Bild@Wickimedia / Lizenz

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