Der Stadt-Staat Singapur setzt auf private Blockchain zur Stärkung des Welthandels

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Singapur möchte die Blockchain nutzen um die Effizienz des Welthandels zu steigern | © Depositphotos

Der E-Government-Anbieter CrimsonLogic hat eine Blockchain gestartet, die den internationalen Handel leichter und sicherer machen möchte. Die „Open Trade Blockchain (OTB)“ des Unternehmens aus Singapur soll insbesondere die Anbindung der südostasiatischen ASEAN-Staaten an Chinas „Neue Seidenstraße“ verbessern.

Ähnlich wie die Insel Malta, ist auch Singapur ein Blockchain-Hub. Die Teams einiger Kryptowährungen haben hier ihren Sitz. So haben sich Aelf (ELF), Tron (TRX), TenX (PAY) und einige weitere Projekte im südostasiatischen Stadt-Staat ihre Büroräume eingerichtet. Grund dafür ist sind vor allem die unternehmerfreundlichen Regulierungen der ehemaligen britischen Kronkolonie.

Am Mittwoch wurde nun das Blockchain-Projekt “Open Trade Blockchain (OTB)” gestartet, das die “weltweit erste Blockchain für grenzüberschreitenden Handel” darstellen will. Diese Initiative geht von GeTS aus, einem Tochterunternehmen der E-Government Firma CrimsonLogic. Letztere unterstützt Regierungen bei Digitalisierung und gehört zu 55% dem singapurischen Wirtschaftsministerium.

OTB soll im weltweiten Handel für „Effizienz, Sicherheit und Transparenz“ sorgen, indem Rechnungen, Zertifikate und andere relevante Dokumente über die Blockchain verwaltet werden. Es handelt sich um eine private Blockchain, zu der im Gegensatz zu einer öffentlichen Blockchain nicht jeder Zugriff hat. Dieses Recht ist nur akkreditierten Partnerunternehmen vorbehalten.

Während OTB im Allgemeinen den weltweiten Handel verbessern soll, geht es doch im Speziellen um eine bessere Zusammenarbeit zwischen China und der ASEAN, einem Zusammenschluss südostasiatischer Staaten zu dem neben Singapur z.B. auch Thailand und Indonesien gehören.

OTB möchte sich insbesondere auch an der chinesischen Belt and RoadInitiative beteiligen. Ein chinesisches Infrastrukturprojekt, welches auf den Ausbau der Land- und Wasserwege in ganz Eurasien abzielt und daher auch als „Neue Seidenstraße“ bekannt ist (nicht zu verwechseln mit dem Drogen-Handelsplatz Silk Road).

Wird dieses neue Blockchain-Projekt den Freihandel voranbringen oder bist du ohnehin eher ein Anhänger von Protektionismus? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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