Deutsche Bank: Globaler Durchbruch von Kryptowährungen “unvermeidlich”!

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Die Deutsche Bank hat ihre Zukunfts-Studie “Imagine 2030” veröffentlicht, in der es auch um Kryptowährungen geht. Deren Erfolg hält das mächtige Bankhaus für “unvermeidlich”.

Kryptowährungen sind längst mehr als ein Nischenthema für Hobby-Kryptografen in Internet-Foren. Sogar die Deutsche Bank widmete dem Digitalgeld in ihrem kürzlich veröffentlichten Zukunfts-Konzept “Imagine 2030” ein eigenes Kapitel.

Bereits in der Einleitung der Studie, welche sich mit Entwicklungen der kommenden zehn Jahre beschäftigt, wird der Erfolg der Krypto-Coins bereits als “unvermeidlich” bezeichnet, da staatliche und Unternehmens-Interessen darauf hinauslaufen würden.

“Bargeld des 21. Jahrhunderts”

Unter der Überschrift “Kryptowährungen: Das Bargeld des 21. Jahrhunderts” widmet sich die Verfasserin Marion Laboure der Möglichkeit eines zukünftigen großen Durchbruchs von Kryptowährungen. Sie fasst dabei China und Indien ins Auge, die bevölkerungsreichsten Länder der Welt, welche in der Vergangenheit eher durch eine krypto-feindliche Politik aufgefallen waren.

Wenn dort aber auch der Handel mit Bitcoin (BTC) und Co. streng eingeschränkt ist, so hat doch China auf der anderen Seite auch große Pläne für eine eigene staatliche Digitalwährung, den “DCEP” (Digital Currency Electronic Payment). In Indien wiederum hat die Regierung 2016 zwei große Geldscheine für ungültig erklärt – als Vorbereitungen auf eine völlige Digitalisierung des Geldes?

Aber nicht nur Staaten, auch Internet-Unternehmen könnten den weltweiten Durchbruch von Kryptowährungen herbeiführen. Hier nennt die Deutsche Bank GAFA und BATX, Akronyme für die US-Megakonzerne Google, Amazon, Facebook und Apple und ihre chinesischen Gegenstücke Baidu, Alibaba, Tencent, Xiaomi.

Facebook ist bekanntlich mit der Ankündigung seines Projekts Libra bereits den ersten Schritt gegangen. Aber ob dieser Startvorteil ausreichen wird, um das Rennen zu gewinnen, ist fraglich. Laboure beendete ihren Bericht mit folgenden Worten:

“Wenn wir auf das kommende Jahrzehnt blicken, mag es nicht überraschen, wenn unerwartet eine neue Mainstream-Kryptowährung entsteht.”

Offene und “Bullshit”-Kryptowährungen

Die deutsche Bank nutzt in ihrem Bericht Kryptowährungen als sehr weit gefassten Begriff, in dem sowohl Bitcoin (BTC) als auch Chinas Staats-Krypto Platz finden. Das mag angemessen sein, wenn es schlicht um digitale Währungen im Gegensatz zu Bargeld geht, aber die Unterschiede zwischen den verschiedenen Konzepten sind doch gravierend.

Um klar festzustellen, in welche Kategorie ein Coin fällt, sollte man sich an den “fünf Säulen offener Blockchains” orientieren, die der berühmte Bitcoin-Evangelist und -Autor Andreas Antonopoulos formuliert hat: Eine wahre Blockchain, wie zum Beispiel die von BTC, ist demnach offen, öffentlich, grenzenlos, neutral und Zensur-resistent.

Staatliche Projekte wie ein möglicher Digital-Dollar oder die geplante Staats-Kryptowährung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten scheitern hier auf ganzer Linie. Laut Antonopoulos erfüllt eine Blockchain jedoch entweder alle fünf Kriterien oder es handelt sich bei ihr schlicht um “Bullshit”.

Glaubst Du, dass Bitcoin die führende Kryptowährung bleibt oder wird ein Staats- oder Unternehmens-Coin BTC an den Rand drängen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Elliott Brown, Flickr.comLizenz, editiert

1 Kommentar

  1. Bitcoin bleibt die Nummer 1.
    Bitcoin ist die Währung der Menschheit und nicht wie der Rest, Währung der Banken und Währung der Konzerne.
    Die Dezentralität wird sich durchsetzen.

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