Die Ledger-Saga geht weiter: Todesdrohungen, SIM-Swaps und Hauseinbrüche

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Erst kürzlich wurden Berichte über die Verletzung der Ledger-Kundendatenbank, die kostenlos auf Raidforums entsorgt wurde, zu einer viralen Geschichte unter Kryptowährungsbefürwortern.

Die unglückliche Ledger-Saga geht weiter, nach dem massiven Daten-Leak. Menschen behaupten nun, sie erhalten Todesdrohungen in ihrer Muttersprache, einige sagen, dass sie Probleme mit SIM-Swaps haben und andere warnen ihre E-Mails werden verwendet, um Coinbase Konten einzurichten. In der Zwischenzeit sagte der CEO, dass Ledger die betroffenen Kunden nicht entschädigen wird, weil es das Unternehmen töten würde.

Die Hack-bezogenen Probleme scheinen endlos zu sein für Ledger und deren Kunden. “Ich gehörte zu den 270k Leuten. Ich bin Pole”, schrieb der Reddit-Nutzer “jurban84” am Dienstag. Die Person hinter der angeblichen E-Mail bat um 1,000 PLN an eine Bitcoin- Adresse zu senden und drohte, den Benutzer zu töten, wenn die Anfrage nicht erfüllt wird.

Ein anderer verärgerter Ledger-Kunde schrieb dem Unternehmen auf Twitter, nachdem Ledger bekannt gegeben hatte, dass sie von dem jüngsten Leak auf Raidforums wussten. “Ich werde sehr bald rechtliche Schritte gegen Sie einleiten”, antwortete eine Person auf den Tweet von Ledger.

In einem anderen Fall sagte ein Ledger-Kunde, dass seine Heimatadresse ins Visier genommen wurde und er aufgefordert wurde, ein Lösegeld zu zahlen. Eine bedrohliche Email an ihn sagte:

“Wenn nicht, habe ich keine Angst, aufzutauchen, wenn du es am wenigsten erwartest, und zu sehen, wie mein Schraubenschlüssel gegen dein Gesicht wirkt, oder vielleicht sogar darauf warte, dass du dein Haus verlässt und deine Habseligkeiten nehme, während du nicht da bist, um die Polizei zu rufen.”

Die E-Mail bittet um 500 Dollar und sagt, dass aufgrund der jüngsten Krypto Preise, die Erpressung kein Problem sein sollte zu bezahlen.

Hacker machen sich die Situation auf verschiedene Weise zunutze, u. a. nutzen sie die Daten für SIM-Swap-Angriffe. Bei einem solchen Angriff werden Mitarbeiter eines Telekommunikationsanbieters dazu gebracht, die Telefonnummern der Opfer auf das Gerät des Angreifers zu portieren. Dies ermöglicht es dem Angreifer, 2FA zu nutzen oder zu umgehen, um z. B. auf Krypto-Wallets oder Social-Media-Profile zuzugreifen.

Gleichzeitig diskutieren viele Benutzer über eine mögliche Sammelklage, wobei einige behaupten, dass Ledger die Konsequenzen tragen und als Beispiel für andere Unternehmen dienen muss. Konkretere Arbeiten hierzu finden im ‘Class Action Lawsuit Discussion Thread’ statt, wo Leute behaupten, bereits Anwälte kontaktiert zu haben.

 

Bild@ Pixabay / Lizenz

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