Dieser Hollywood-Star bewarb “Bitcoiin”, jetzt muss er heftige Strafe zahlen:

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Nachdem er 2018 die zweifelhafte Kryptowährung Bitcoiin2Gen (B2G) beworben hatte, muss der US-Schauspieler Steven Seagal nun eine Strafe von 330.000 US-Dollar zahlen. Er ist nicht der einzige Prominente, der für die Bewerbung von ICOs belangt wurde:

Hollywood-Schauspieler Steven Seagal, bekannt aus älteren Action-Filmen wie “Hard to Kill” und “Alarmstufe: Rot”, muss eine Strafe von 330.448,76 US-Dollar bezahlen, weil er ein Wertpapier gegen Geld bewarb, ohne seine Bezahlung offenzulegen. Das erklärte die US-Börsenaufsicht SEC am Donnerstag.

Schauspieler unterstützte “Bitcoiin” gegen Bezahlung

Seagal hatte 2018 die Kryptowährung mit dem äußerst seriösen Namen Bitcoiin2Gen (B2G, kein Scherz!) als Markenbotschafter unterstützt und auf seinem Twitter-Profil beworben. Dafür wurden ihm 250.000 US-Dollar in Fiatgeld und 750.000 US-Dollar in Form von B2G versprochen, wobei er allerdings laut SEC nur 157.000 tatsächlich erhalten habe.

Bitcoiin ist inzwischen völlig wertlos geworden. Nachdem der Coin laut CoinMarketCap im Februar 2019 sein Allzeithoch von 1,33 US-Dollar erreicht hatte, ging es preislich nur noch bergab. Aktuell beträgt der Wert eines B2G gerade einmal 0,000175 US-Dollar.

Partnerschaft mit dem “Zen-Meister” dauerte nur einen Monat

In einer damaligen Pressemitteilung verklärte das Bitcoiin-Team die Zusammenarbeit mit Seagal zu einer Art spirituellen Mission:

Als Buddhist, Zen-Lehrer und Heiler lebt Steven nach den Prinzipien, dass die Entwicklung des physischen Selbst wesentlich ist, um den spirituellen Menschen zu schützen. Er glaubt, dass es bei dem, was er in seinem Leben tut, darum geht, Menschen in die Kontemplation zu führen, um sie aufzuwecken und auf irgendeine Weise zu erleuchten.

Genau dies sind die Ziele von Bitcoiin2Gen, die Gemeinschaft zu stärken, indem ein dezentralisiertes P2P-Zahlungssystem mit eigener Wallet, einem Mining-Ökosystem und einer robusten Blockchainplattform ohne die Notwendigkeit einer dritten Partei bereitgestellt wird.”

Seagals Partnerschaft mit dem Krypto-Projekt bestand allerdings nur für gut einen Monat, von Februar bis März 2018. Dann endete nämlich auch die Initial Coin Offering (ICO)-Phase des Projekts.

Allein daran, dass Bitcoiin ein ICO durchführte, erkennt man schon, dass diese Kryptowährung mit dem wahren Bitcoin (BTC) nichts gemeinsam hat. BTC-Erfinder Satoshi Nakamoto konzipierte seinen Coin so, dass er von Anfang an nur durch Mining verteilt wurde. Ein großer Verkauf, bei dem sich der Entwickler die Taschen füllte, fand nicht statt.

Auch andere Promis für ICO-Werbung bestraft

Seagal ist nicht der erste Prominente, der für die Bewerbung eines Krypto-Projekts Strafe zahlen musste: Der mehrfache Boxweltmeister Floyd Mayweather junior und der Musikproduzent Khaled Khaled (bekannt als DJ Khaled) erhielten bereits im Novemer 2018 hohe Geldbußen auferlegt.

Beide hatten das ICO der betrügerischen Krypto-Kreditkartenfirma Centra Tech beworben und Mayweather unterstützte noch zwei weitere Initial Coin Offerings. Die Gesamtstrafe für Khaled belief sich auf 152.725 US-Dollar, die für den Boxweltmeister auf 614.775 US-Dollar.

Hältst Du derartige Geldstrafen für die Promotion dubioser Altcoins für angemessen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Eva Luedin, Flickr.comLizenz, editiert

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