DTCC tokenisiert US-Wertpapiere im Wert von 30 Billionen Dollar

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Die Tokenisierung realer Vermögenswerte erreicht mit DTCC, Securitize und Stellar die institutionelle Finanzwelt und integriert Blockchain in regulierte Marktstrukturen.

Die Tokenisierung realer Vermögenswerte erreicht eine neue institutionelle Größenordnung: Während die DTCC US-Wertpapiere im Wert von rund 30 Billionen US-Dollar auf die Blockchain bringt, erweitern Securitize und Stellar ihre Infrastruktur für digitale Finanzprodukte. Der Pressespiegel zeigt, wie Banken, Börsen und Aufsichtsbehörden die nächste Entwicklungsstufe der Finanzmärkte vorbereiten.

DTCC startet Tokenisierungsdienst für US-Wertpapiere im Wert von rund 30 Billionen US-Dollar

Die Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) hat einen Tokenisierungsdienst für US-Wertpapiere gestartet. Zum Auftakt stehen 34 Wertpapiere mit einem Marktwert von rund 30 Billionen US-Dollar zur Verfügung, die über das Canton Network und eine private Blockchain tokenisiert werden können.

Nach Angaben von BTC-ECHO und CoinDesk gehören zu den beteiligten Finanzunternehmen JPMorgan, Citi, Morgan Stanley, Bank of America, Barclays, Fidelity Investments, State Street und UBS. Insgesamt haben 20 Finanzunternehmen Vereinbarungen zur Nutzung des Angebots unterzeichnet.

Der Dienst umfasst ausgewählte Aktien aus dem Russell 1000, börsengehandelte Fonds und US-Staatsanleihen. Jeder Token ist vollständig durch ein bei der DTCC-Tochter Depository Trust Company hinterlegtes Wertpapier gedeckt. Die offiziellen Eigentumsregister bleiben bei der DTC geführt.

Die teilnehmenden Unternehmen können Wertpapiere während der Geschäftszeiten tokenisieren lassen. Die DTCC strebt dabei eine Bearbeitungszeit von höchstens 15 Minuten beziehungsweise 15 Minuten oder weniger an. Nach der Tokenisierung können die Vermögenswerte rund um die Uhr zwischen registrierten Wallets übertragen werden, vorbehaltlich von Compliance-Beschränkungen.

Die Tokenisierung verändert laut den Quellen die bestehenden Eigentumsrechte nicht. Damit unterscheidet sich der Ansatz von synthetischen Aktien-Token, die lediglich Aktienkurse abbilden, ohne Eigentum an den zugrunde liegenden Wertpapieren zu gewähren.

Die DTCC plant für 2027 eine Erweiterung auf Stellar und die Arc Blockchain von Circle. Zusätzlich sollen tokenisierte Wertpapiere künftig als Sicherheiten dienen und Transaktionen mit digitalem Geld abgewickelt werden können.

„Heute markiert der Höhepunkt jahrelanger Arbeit, um tokenisierte Wertpapiere in einen regulierten Rahmen zu bringen, der von vertrauter Marktinfrastruktur unterstützt wird“, sagte Frank La Salla, Präsident und CEO der DTCC, laut CoinDesk.

Zusammenfassung: Die DTCC bringt zunächst 34 Wertpapiere mit einem Marktwert von rund 30 Billionen US-Dollar auf Blockchain-Infrastrukturen. Der Dienst ist auf dem Canton-Netzwerk und einer privaten Besu-Blockchain verfügbar; Erweiterungen auf Stellar und Arc sind für 2027 geplant.

Tokenisierung wird in die etablierte US-Marktstruktur eingebunden

Die DTCC übernimmt über ihre Tochtergesellschaften die Abwicklung, das Settlement und die Verwahrung großer Teile des US-Wertpapierhandels. In ihrem Depot liegen laut BTC-ECHO und CoinDesk Wertpapiere im Wert von mehr als 114 Billionen US-Dollar.

Der Einstieg gilt den Quellen zufolge als bedeutend, weil die Tokenisierung damit nicht mehr nur in einzelnen Blockchain-Projekten und Pilotversuchen großer Finanzinstitute stattfindet. Stattdessen wird sie direkt in die Infrastruktur eines zentralen Akteurs der Wall Street eingebunden.

CoinDesk berichtet, dass der Dienst auf dem Canton-Netzwerk und der privaten Besu-Blockchain der DTCC verfügbar ist. Die Token sollen eins zu eins durch Wertpapiere garantiert werden, die bei der Depository Trust Company gehalten werden.

Die DTCC erklärte, dass die Blockchain-Technologie dadurch näher an den alltäglichen Marktbetrieb rücken könne. Tokenisierte Vermögenswerte sollen leichter übertragbar, abwickelbar und als Sicherheiten nutzbar werden.

Nach Angaben von CoinDesk prognostizierten Analysten bei Citi, dass tokenisierte Wertpapiere bis 2030 einen Markt von 5,5 Billionen Dollar erreichen werden. Andere Marktteilnehmer wie Nasdaq und die New York Stock Exchange entwickeln laut dem Bericht ebenfalls eine Infrastruktur für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren.

Der Start des Dienstes folgt auf ein No-Action-Schreiben der U.S. Securities and Exchange Commission aus dem Dezember. Dieses ermöglichte der DTCC die Tokenisierung eines definierten Sets von Wertpapieren.

Zusammenfassung: Die DTCC positioniert tokenisierte Wertpapiere innerhalb bestehender Verwahrungs-, Abwicklungs- und Eigentumsstrukturen. Parallel arbeiten Nasdaq und die New York Stock Exchange an eigenen Infrastrukturen für tokenisierte Wertpapiere.

Securitize nimmt Stellar in sein Blockchain-Angebot auf

Die Tokenisierungsplattform Securitize hat Stellar in die Liste der unterstützten Blockchains aufgenommen. Das Unternehmen arbeitet bereits mit Ethereum, Solana und Avalanche zusammen und ist für die Ausgabe und Verwaltung von BlackRocks tokenisiertem Geldmarktfonds BUIDL bekannt.

Die Vereinbarung wurde laut CoinDesk auf der Meridian 2026 bekannt gegeben, der jährlichen Konferenz der Stellar Development Foundation in Portugal. In einem weiteren Abschnitt des Berichts wird als Veranstaltungsort Lissabon genannt.

Securitize wandelt reale Vermögenswerte wie Eigenkapital und Schulden in handelbare Token um, die wie Kryptowährungen gehandelt werden können. Die Unternehmen erklärten, Stellar sei für eine schnelle und skalierbare Blockchain bekannt.

Auf Stellar können dezentrale Vermögenswerte für Kundenidentifikation, Rückforderungen und Sanktionskonformität konfiguriert werden. Franklin Templeton verwaltet laut CoinDesk einen tokenisierten Geldmarktfonds auf Stellar, während MoneyGram täglich Gelder über das Netzwerk transferiert.

„Das Stellar-Netzwerk hat das viertgrößte Ökosystem für tokenisierte reale Vermögenswerte aufgebaut, was die Stärke seines Netzwerks und die zunehmende institutionelle Nachfrage nach Tokenisierung unterstreicht“, sagte Securitize-CEO Carlos Domingo laut CoinDesk.

Securitize wurde im Jahr 2017 gegründet. Das Unternehmen ging laut dem Bericht im Juli an die Börse an der New York Stock Exchange und platzierte gleichzeitig eigene Aktien auf Solana und Avalanche. Die Aktien stiegen am ersten Handelstag bis auf 13,70 $.

Zusammenfassung: Securitize erweitert sein Blockchain-Angebot um Stellar. Als Beispiele für institutionelle Nutzung nennt CoinDesk Franklin Templeton und MoneyGram.

India Blockchain Week 2026 setzt Schwerpunkt auf institutionelle Nutzung

Die India Blockchain Week Conference 2026 findet am 1.–2. November im Fairmont Mumbai statt. Das berichtet Cryptopolitan unter Berufung auf eine Unternehmens-Pressemitteilung von Hashed Emergent.

Die vierte Ausgabe bringt globale Branchenführer, Gründer, Entwickler, Investoren, Unternehmen und politische Entscheidungsträger zusammen. Zu den genannten Teilnehmern gehören Vertreter von Maharashtra, SEBI, IFSCA, Binance, CoinDCX, CoinSwitch, Bybit, Tangem, Mudrex, Saber Money und Aztec Network.

Die Konferenz wird von Hashed Emergent ausgerichtet. Binance tritt als Titelsponsor auf, während CoinDCX, CoinSwitch und BINGOLD als Platinum-Sponsoren genannt werden.

Das zweitägige Programm umfasst Keynote-Vorträge, Podiumsdiskussionen und Fireside-Chats zu Blockchain-Infrastruktur, dezentralen Finanzen, Tokenisierung, künstlicher Intelligenz und realen Anwendungen.

Zu den angekündigten Sitzungen gehören „From Policy to Production: What’s Live in India“, „Fractional Ownership, Real-World Value: Can Tokenisation Change How Retail Investors Invest?“ und „Banking the Non-Human Client: AI × Payments“.

Neu im Jahr 2026 ist das Future Asset Forum. Es findet am 2. November auf der Hauptbühne statt und befasst sich mit der Frage, was wertvoll wird, wenn Intelligenz allgegenwärtig ist. Das Forum soll KI-Gründer, Eigentümer von Sport-, Unterhaltungs- und Kulturgütern sowie Investoren zusammenbringen.

Das IBW Institutional Forum bringt laut der Pressemitteilung rund 120 eingeladene Führungskräfte aus Aufsichtsbehörden, Regierungsstellen, Banken, Finanzinstituten, Unternehmen und dem Digital-Asset-Ökosystem zusammen. Als Themen werden institutionelle Blockchain-Adoption, Tokenisierung, digitale Zentralbankwährungen, regulatorische Entwicklungen, Verwahrung, Abwicklung und Märkte für reale Vermögenswerte genannt.

Die vorherige Ausgabe zog laut Cryptopolitan mehr als 3.500 Teilnehmer an. Die India Blockchain Week umfasst nach Angaben der Veranstalter eine Woche lang über 100 Web3-Events, darunter die IBW Conference, Devcon und ETHGlobal Mumbai.

Zusammenfassung: Die India Blockchain Week 2026 findet am 1.–2. November im Fairmont Mumbai statt. Im Mittelpunkt stehen institutionelle Blockchain-Nutzung, Tokenisierung, Regulierung, digitale Vermögenswerte und Anwendungen an der Schnittstelle von KI und Finanzdienstleistungen.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung markiert einen wichtigen Übergang von Blockchain-Pilotprojekten zu regulierter Finanzmarktinfrastruktur. Entscheidend ist weniger die technische Tokenisierung als ihre Einbindung in bestehende Eigentums-, Verwahrungs- und Compliance-Strukturen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass tokenisierte Wertpapiere schrittweise für Abwicklung, Sicherheiten und institutionelle Liquidität eingesetzt werden.

Der unmittelbare Nutzen dürfte zunächst vor allem in schnelleren Transfers und längeren Verfügbarkeitszeiten liegen. Ein grundlegender Wandel entsteht jedoch erst, wenn mehrere Netzwerke interoperabel zusammenarbeiten und tokenisierte Vermögenswerte tatsächlich umfassend als Sicherheiten und Zahlungsmittel genutzt werden. Die Ausweitung auf weitere Blockchains und die institutionelle Nachfrage sind dafür zentrale Prüfsteine.

Infobox: Bedeutung
Die Tokenisierung rückt näher an den regulierten Kapitalmarkt. Ihr Erfolg hängt nun vor allem von Interoperabilität, Liquidität, rechtlicher Klarheit und einer breiten Nutzung durch Finanzinstitute ab.

Quellen: