EIL: Irland wird Bitcoin (BTC)-Wal! Beschlagnahmt €52 Millionen in BTC von Drogendealer:

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Ein irisches Gericht hat verfügt, dass 52 Millionen Euro in Form von Bitcoin (BTC), die von einem Drogendealer beschlagnahmt worden waren, in den Besitz des Criminal Assets Bureau (CAB) übergehen sollen. Irland ist nicht das einzige Land mit beschlagnahmten BTC-Reserven:

Die Republik Irland ist in den Kreis der Bitcoin (BTC)-Wale eingetreten: Der irische High Court hat verfügt, dass 52 Millionen Euro in BTC, die dem Drogendealer Clifton Collins gehört hatten, in den Besitz des Criminal Assets Bureau (CAB) übergehen sollen. Das berichtete die lokale Nachrichtenseite Idependent.ie heute Nacht.

Dem Gericht zufolge handele es sich bei dem Vermögen (zum aktuellen Wechselkurs wären es gut 5.500 BTC) um die Erträge aus illegalen Geschäften. Der heute 59-jährige Collins soll wohl bereits früh in Bitcoin eingestiegen sein und von dem extremen Preisanstieg im Laufe der Jahre profitiert haben.

Die Polizei hatte im Februar 2017 Untersuchungen eingeleitet, nachdem sie bei einer Überprüfung Cannabis im Auto des Dealers gefunden hatte. Collins hat keinen Einspruch dagegen eingelegt, dass seine BTC eingezogen wurden.

Drogenhandelsplatz Silk Road machte Bitcoin (BTC) bekannt

Heute mag sich Bitcoin zu einem respektierten Finanzprodukt entwickelt haben, auf dessen Grundlage in den USA regulierte Terminkontrakte (Futures) und in Europa Exchange Trades Products (ETPs) gehandelt werden.

Doch in seiner Vergangenheit war Bitcoin vor allem in den Mainstream-Medien primär als Schwarzmarktwährung bekannt. So diente BTC auf der zwischen 2011 und 2013 aktiven  Silk Road, einem Darknet-Handelsplatz für Drogen und andere illegale Ware, als Zahlungsmittel.

Ross Ulbricht, der den Schwarzmarkt unter seinem Pseudonym “Dread Pirate Roberts” betrieben hatte, wurde im Oktober 2013 verhaftet und 2015 zu einer Gefängnisstrafe von zweimal lebenslänglich plus 40 Jahre ohne Chance auf Bewährung verurteilt. Er nimmt jedoch weiterhin an der Krypto-Szene teil und sagte beispielsweise letztes Jahr voraus, dass der Bitcoin-Preis bis 2021 auf über 100.000 US-Dollar steigen könnte.

Staaten mit Bitcoin (BTC)-Reserven durch Beschlagnahmung

Irland ist nicht der einzige Staat, der durch Beschlagnahmung zum Bitcoin-Wal wurde: Bulgarien erlangte im Jahr 2017 bei der Sprengung eines kriminellen Kartells einen Schatz von 213.519 BTC. Aktuell wäre dieses Vermögen etwa zwei Milliarden Euro wert.

In den Vereinigten Staaten werden beschlagnahmte Coins durch den U.S. Marshalls Service versteigert. Die jüngste Auktion dieser Art fand erst am Dienstag statt. Dabei kamen 4.040 Bitcoins unter den Hammer. Man darf gespannt sein, ob Irland seine BTC ebenfalls versteigern wird oder eine dauerhafte Ergänzung zu den Goldreserven daraus macht.

Glaubst Du, dass Bitcoin auch in Zukunft noch als Währung für Drogendealer und andere Kriminelle abgestempelt werden wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via QuoteInspektor.comLizenz

3 Kommentare

  1. Es wird immer Menschen geben, die Gesetze umgehen. Das eigentliche Problem ist, dass andere Menschen nach Sicherheit rufen und der Staat Gesetze erläßt, die die persönliche Freiheit immer mehr einschränken. Zwang ist daher kein probates Mittel. Und, Erziehung fängt im Elternhaus an. Hier wird der Grundstein für das spätere soziale Leben gelegt. Ein weiterer Faktor dabei sind die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und ihre Abgrenzungsbestrebungen. Ob Gold, Diamanten oder Coins, wo liegt der Unterschied?

  2. Das traurige ist immer, dass die Polizei die Coins überhaupt Beschlagnahmen kann, weil die Leute zu unwissend sind ihre private keys richtig zu verschlüsseln.

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