EILMELDUNG: Bitcoins größtes Online-Magazin CCN stellt Arbeit ein, wegen Google Update

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Das derzeit größte Online-Magazin im Bitcoin-Sektor, CCN, hat heute angekündigt, seine Arbeit einzustellen. Der Gründer des Magazins benennt ein “dystopisches” Update des Google-Algorithmus als Ursache dafür.

Das laut Similarweb.com mit monatlich über 8,5 Millionen Besuchen aktuell größte Krypto-Magazin weltweit, hat heute am 10 Juni angekündigt, seine Arbeit einzustellen und den Blog vollständig aufzulösen. In einem langen emotionalen Abschiedsartikel begründet der Direktor und Gründer der Zeitschrift, Jonas Borchgrevink, seine Entscheidung mit dem jüngsten Google Core Update, welches zu einem Einbruch der Leserzahlen geführt habe. Im Artikel werden Daten von Sistrix.com zitiert, nach denen der Blog von einem auf den anderen Tag 71% seines Traffics von mobilen Geräten verloren habe.

Borchgrevink betont, dass die Nutzerzahlen in der Vergangenheit zwar zeitweise sehr viel niedriger lagen, dies allerdings auch mit einem sehr viel kleineren Team zusammen hing. Heute zähle das Krypto-Magazin CCN mehr als 60 Mitarbeiter, deren Finanzierung direkt mit dem Traffic zusammen lägen.

Deshalb habe sich der Gründer nun zu dem drastischen Schritt entschieden, mit seinem Team zu HVY.com überzuwandern, einer Nachrichten-Plattform für unabhängigen Journalismus.

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CCN wittert Absicht von Google

Der Artikel betont, dass sich Traffic nicht einfach in Luft auflöse, sondern wahrscheinlich von Google bewusst verlagert zu anderen Medien verlagert wurde. So leiden nicht nur Krypto-Medien wie CCN (-53,1%), CoinTelegraph (-21.1%), CoinDesk (-34.6%) und auch der Coin Kurier am plötzlichen Trafficschwund, sondern auch allgemein konservative Medien wie etwa The Daily Mail aus Großbritannien verzeichneten am 3. Juni über Nacht einen drastischen Lesereinbruch. Profitieren konnten stattdessen linksliberale Zeitungen wie etwa der britische Mirror mit einem plötzlichen Zuwachs von 54%.

CCN startete vor sechs Jahren mit dem Namen CryptoCoinNews und erlebte seitdem praktisch gemeinsam mit dem Bitcoin-Preis ein explosives Wachstum. Die Abhängigkeit des Suchmaschinen-Giganten Google habe dieser Erfolgsgeschichte nun aber ein jähes Ende bereitet.

Der Artikel endet mit einem Appell für unter anderem staatliche Regulation von Google. Es könne nicht sein, dass ein privates Unternehmen auf globaler Ebene die Entscheidung treffen kann, welche Medien gelesen sollen werden und welche nicht. Wenn wir nicht wollen, dass unsere Demokratie zu einer Googlémocracy verkommt, müsse rasch gehandelt werden, so Borchgrevink.

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4 Kommentare

  1. Das alles sind Gründe, warum Google in China geblockt ist. Dass die Bürger nichts über Tiennamen lesen sollen, ist nur ein Grund. Der Andere ist aber das Ausspionieren der User, die Zusammenarbeit mit dem Pentagon bei der Datenauswertung und eben die Beeinflussung der User. Ich hoffe, dass sich Brave mit der Suchmaschine Quant mehr und mehr durchsetzt. Oder es vielleicht weitere Entwicklungen gibt.

  2. Manipulation auf hohem Niveau auch dem Coin von Facebook sehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen…. und wieder mal lassen wir uns von USA diktieren 🤮

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