Eilmeldung: Die Kryptobörse BitMex ist wohl in noch schlechterem Zustand als erwartet!

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Die Welt der Bitcoin- und Kryptowährungen wurde letzte Woche von der Nachricht erschüttert, als die US-Behörde CFTC gegen eine der größten Börsen BitMEX und sein Führungsteam Anklage erhoben hat. Nun stellt sich heraus, dass erste Vermutungen diesbezüglich, eventuell noch übertroffen werden. 

Die BitMEX-Führungsriege, bestehend aus Arthur Hayes, Benjamin Delo und Samuel Reed, wurde am 1. Oktober von der US-Regierung angeklagt, da sie angeblich gegen US-Bankgesetze verstoßen hat, indem sie unter anderem amerikanische Kunden bediente.

Nun berichtet das einflussreiche und in der Szene anerkannte OnChain-Datenunternehmen Chainalysis, das sie BitMEX nun als Hochrisikoreich einstuft, da OnChain-Daten belegen, dass Investoren seit vergangener Woche fast 50.000 BTC von der Börse entfernt haben.

Anfang dieser Woche warnte Chainalysis seine Kunden, dass die Börse BitMEX, welche vor allem während des massiven Bull-Runs von Bitcoin in 2017 an Bedeutung gewonnen hatte und bis vor kurzem die weltgrößte Börse für Bitcoin-Derivate (Futures-Contracts) war, ab dem 13. Oktober als Hochrisikobörse eingestuft würde.

Sämtliche Transaktionen seit dem 1. Oktober und danach, sollten als Investitionen mit hohem Risiko eingestuft werden, teile Chainalysis ihren Kunden in einer E-Mail mit. Das Unternehmen bietet darüber hinaus ein Überwachungstool an, welche BitMEX-Transaktionen registriert und Nutzern gegebenenfalls Warnungen zukommen lässt.

Chainalysis steht mit seinen Bedenken nicht allein da. Auch das Blockchain-Analyseunternehmen Glassnode registrierte seit Monatsbeginn den Abzug von rund 45.000 Bitcoins von BitMEX, was einem Rückgang des Gesamtvolumens der Börse von 27% entspricht.

Am Freitag, dem 2. Oktober, dem Tag nach der Ankündigung [Anklage durch CFTC], erlebte BitMEX den bislang größten Tag an Nettoabflüssen, als Anleger sich beeilten, ihre Mittel von der jetzt riskanten Plattform zu entfernen, schrieben die Analysten von Glassnode in einem Marktupdate.

Das Unternehmen Arcane Research berichtete darüber hinaus, das die Open-Interest-Rate bei BitMEX für Bitcoin-Derivate am Tag nach der Anklage um 16% gesunken sei.

Der BitMEX-Fall hat gezeigt, dass Krypto-Unternehmen, besonders in Bezug auf die USA, nach den Regeln von bestehenden Finanzsystemen arbeiten müssen, sagte Anatoliy Knyazev, Mitbegründer der Investmentfirma Exante, via E-Mail. Er fügte diesbezüglich noch hinzu, das nun wohl auch andere Krypto-Börsen auf der ganzen Welt, bei denen Ausweisdokumente zur Registrierung noch nicht benötigt werden, diesem Negativbeispiel Stück für Stück folgen werden.

Die US-Behörden haben klargestellt, dass der Krypto-Markt, einschließlich seiner grauen Stellen, nun unter Kontrolle ist und sich an die Regeln halten muss.

In einem firmeneigenen Statement vom 01. Oktober, äußerte sich die Führung der Börse wie folgt: „Wir sind mit der hartnäckigen Entscheidung der US-Regierung, diese Anklage zu erheben, nicht einverstanden und beabsichtigen, die Vorwürfe energisch zu verteidigen. Seit unseren frühen Anfängen als Start-Up, haben wir immer versucht die geltenden US-Gesetze einzuhalten, so wie diese Gesetze zu jener Zeit verstanden wurden und auf verfügbaren Leitlinien basierten. “

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