EILMELDUNG: Japan will schnellstmöglich eigene Staats-Kryptowährung!

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Der japanische Regierungspolitiker Kozo Yamamoto hat Pläne für einen digitalen Yen vorgelegt, der in zwei bis drei Jahren an den Start gehen soll. Das dürfte eine Antwort auf die Pläne der chinesischen Zentralbank für eine eigene Staats-Kryptowährung darstellen.

Der globale Trend hin zur Einführung staatlicher Digitalwährungen verstärkt sich mehr und mehr. Nun hat Kozo Yamamoto, Leiter der Forschungskommission zum Finanz- und Bankensystem der in Japan regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP), neue Pläne für einen digitalen Yen vorgelegt, wie Reuters berichtete.

Digitaler Yen soll so schnell wie möglich kommen

Der Politiker, welcher als Architekt des “Abenomics”-Wirtschaftsprogramms (benannt nach dem Premierminister Shinzo Abe) bekannt ist, fordert die Einführung der Staats-Kryptowährung so schnell wie möglich:

“Je früher, desto besser. Wir werden Vorschläge entwerfen, die in die politischen Richtlinien der Regierung aufgenommen werden sollen, und sie hoffentlich in zwei bis drei Jahren umsetzen. […] Wenn es jedem Land gelingt, die Geldströme mit seinen eigenen (digitalen) Währungen zu steuern, könnte dies in Krisenzeiten eine große Schwankung verhindern und die eigene Wirtschaft stabilisieren.”

Japan will offenbar im Konkurrenzkampf mit seinem Rivalen China nicht zurückfallen. Die People’s Bank of China (PBOC) hatte nämlich Ende Oktober eine eigene Staats-Kryptowährung namens DCEP vorgestellt.

Was staatliche Digitalwährungen bedeuten:

Gegner staatlicher Digitalwährungen weisen häufig darauf hin, dass diese die Abschaffung des Bargelds und damit das Ende für jede finanzielle Anonymität bedeuten würden. Regierungen könnten dann absolut jede Transaktion, die einer ihrer Bürger tätigt, bis ins kleinste Detail überwachen.

Doch nicht nur die Freiheit, unbeobachtet Geld auszugeben, wäre bedroht: Der Staat bekäme auch eine bislang ungekannte Macht, die Ersparnisse der Bürger nach eigenem Gutdünken zu entwerten. Denn wenn die Möglichkeit zur Umwandlung in Bargeld fehlt, ist niemand mehr vor den durch Zentralbanken verordneten Negativzinsen sicher.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sogar Pläne, wie man die Bürger still enteignen könnte, ohne durch eine harte Bargeldabschaffung für Unmut zu sorgen: Euro, Dollar und Co könnten in jeweils zwei separate Währungen, Bargeld und E-Geld, aufgespalten werden.

Dann würde zwischen Bargeld und E-Geld ein Wechselkurs festgelegt werden, über den der Wert von Scheinen und Münzen den Zinsen für das E-Geld angepasst würde. Soll heißen: Wer sich durch die Nutzung von Bargeld dem Negativzins entziehen will, wird über einen entsprechend hohen Wechselkurs enteignet werden. Wer also keinen alternativen Wertspeicher (wie z.B. Bitcoin (BTC)) findet, wäre der Entwertung seines Geldes schutzlos ausgeliefert.

Welche große Industrienation wird wohl zuerst den Schritt wagen, eine staatliche Digitalwährung einführen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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