EILMELDUNG: Krypto-Euro erstmals erfolgreich getestet!

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Die französische Zentralbank hat heute bekannt gegeben, dass sie in Zusammenarbeit mit der Investmentbank Société Générale erstmals einen Blockchain-basierten digitalen Euro getestet habe:

Europa ist im Rennen um die erste (wirklich funktionierende) staatliche Kryptowährung noch nicht abgehängt: Heute gab die französische Zentralbank bekannt, dass sie erstmals ihren digitalen Euro erfolgreich getestet habe. In der Pressemitteilung heißt es:

“Um dieses Projekt konkret zu starten hat die Banque de France gerade erfolgreich den Einsatz einer Blockchain getestet, die von ihren Teams am 14. Mai entwickelt wurde, um mit dem Einsatz von digitalem Zentralbankgeld zur Abwicklung einer von der Société Générale Forge durchgeführten Emission digitaler Finanztitel zu experimentieren.”

Die Investmentbank Société Générale gehört zu den größten Bankhäusern Frankreich und ist in der Krypto-Szene keine Unbekannte: So hatte sie 2019 Anleihen im Wert von 100 Millionen Euro auf der Ethereum (ETH)-Blockchain herausgegeben.

Zuletzt hatte in Sachen Krypto-Euro die niederländische Zentralbank im April einen Bericht veröffentlicht. Die Notenbank erklärte darin, bei einer möglichen Einführung des neuen Digitalgelds vorn dabei sein zu wollen. Allerdings fordert die Zentralbank hauptsächlich eine “Grundsatzdebatte” innerhalb des Euro-Systems zu dem Thema.

Auch China arbeitet an Zentralbank-Krypto

In den letzten Monaten war es aber vor allem die Zentralbank der Volksrepublik China, welche mit der fortschreitenden Entwicklung ihres digitalen Yuan (auch unter der Bezeichnung DCEP bekannt) für Aufsehen sorgte.

Im April veröffentlichte die Agricultural Bank of China (ABC) bereits die Beta-Version einer DCEP-App und es wurden vier Städte bekannt gegeben, in denen der digitale Yuan getestet werden soll: Shenzhen, Chengdu, Suzhou und der neue Distrikt Xiong’An.

Gefahren einer staatlichen Digitalwährung

Auch wenn sich eine staatliche Digitalwährung mit Blockchain-Technologie schmücken sollte, hat sie deshalb noch lange nichts mit unabhängigen Coins wie Bitcoin (BTC) zu tun. Laut dem Krypto-Experten Andreas Antonopoulos muss eine echte Blockchain nämlich offen, öffentlich, grenzenlos, neutral und Zensur-resistent sein. Keine dieser “Säulen” dürfe fehlen, womit der Digital-Euro natürlich durchfallen dürfte.

Gegner von Staats-Kryptowährungen fürchten eine Abschaffung des Bargelds, wodurch höchstwahrscheinlich auch die Freiheit, anonym Waren kaufen zu können, verloren gehen dürfte.

Neben der Überwachung wäre eine weitere unschöne Folge die Macht der Zentralbank, Negativzinsen durchzusetzen. Bislang können Bankkunden ihre Guthaben schließlich noch abheben und in Bargeld umwandeln, sodass es auf diesem Wege nicht entwertet werden kann. Wenn alles Geld digital wäre, bestünde diese Möglichkeit nicht mehr. Aber dafür könnten sich dann mehr Menschen in Kryptowährungen flüchten, wie sogar der Internationale Währungsfonds zugibt.

Wie schnell wird der Krypto-Euro Deiner Meinung nach flächendeckend eingeführt werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Ervins Strauhmanis, Flickr.comLizenz

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