Einen Tag vor Bitcoin Cash-Hard Fork: Craig Wrights Fraktion dominiert Hashpower

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Wrights BCH Version dominiert einen Tag vor der entscheidenden Hard Fork. | © Cash.Coin.Dance

Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Hard Fork von Bitcoin Cash (BCH) kontrollieren die Mining Pools Coingeek, SVPool und BGM Pool über 50 Prozent der Hashpower. Alle drei werden der Fraktion von Craig Wright und seiner BCH-Implementierung Bitcoin SV zugerechnet.

Der hitzige Streit darum, welche Version von Bitcoin Cash (BCH) sich bei der angekündigten Hard Fork am 15. November durchsetzen wird, nähert sich langsam seinem Höhepunkt. Lange Zeit schien es so, als würde die Implementierung von Bitcoin ABC das Rennen machen. Einflussreiche Unternehmen wie die Exchanges Binance und Coinbase, sowie der Zahlungsverarbeiter BitPay stellten sich in den vergangenen Tagen auf die Seite der Entwickler.

Doch wie Daten der Statistik-Seite Coin Dance zeigen, verfügen Unterstützer der konkurrierenden Implementierungen Bitcoin SV, Coingeek und BMG Pool aktuell über eine deutliche Mehrheit der BCH-Hashpower.

Bitcoin SV wurde durch die Firma nChain und ihren Chefwissenschaftler Craig Wright entwickelt. Dieser wird in der Krypto-Gemeinde gerne abfällig als “Faketoshi” bezeichnet, da er sich als der anonyme Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto ausgibt, ohne einen überzeugenden Beweis zu liefern.

Craig Wrights Mining-Pools dominieren

Trotz seines schlechten Rufs gibt sich Wright siegessicher: Im Interview mit dem Trader und Analysten Tone Vays erklärte er am Samstag, dass es nicht um „Proof of Social Media“, also die Beliebtheit auf Twitter und Co., sondern allein um die Hashpower gehe.

Und hier trumpft die SV-Fraktion auf. In den vergangenen 24 Stunden wurden rund72% aller BCH-Blöcke von drei Mining-Pools geschürft, welche alle der Wright-Implementierung nahestehen. Dabei gelte der häufige Einwand, dass individuelle Miner nicht an ihre Pools gebunden seien und bei einem Verlustgeschäft aussteigen würden, laut Wright in diesem Fall nicht.

Alle Maschinen von Coingeek, dem aktuell größten BCH-Miningpool, befänden sich im Besitz des Betreibers Calvin Ayre. Der verbündete Milliardär würde auf jeden Fall weiterschürfen, auch wenn der Preis auf Null ginge. Genauso sei der BGM Pool gänzlich in der Hand von Wrights Firma nChain. Einzig der SVPool setze sich aus vielen verschiedenen Personen zusammen, welche die SV-Implementierung vorantreiben wollten, so Wright gegenüber Vays.

Dagegen kommen die Pools von „Faketoshis“ Gegenspielern Roger Ver (Bitcoin.com) und Jihan Wu (BTC.com, Antpool) zusammen gerade mal auf knapp 20% der Hashpower. Allerdings berichteten chinesische Medien vergangene Woche, dass Wus Bitmain-Konzern in Vorbereitung auf die Hard Fork 90.000 zusätzliche Schürfgeräte vom Typ Antminer S9 installieren werde.

Nodes und Spekulanten auf der Seite von ABC

Unterstützer der ABC-Implementierung können sich darauf berufen, dass ihre Version von Bitcoin Cash über deutlich mehr Nodes als Bitcoin SV verfüge (aktuell 1082 gegenüber 171). Ein weiteres positives Zeichen ist das Pre-Fork-Trading. Bei diesem kann man schon seit letzter Woche auf der Exchange Poloniex auf die Kurse der möglichen Fork-Coins BCHABC und BCHSV spekulieren.

BCHABC ist aktuell mit rund 289 US-Dollar deutlich mehr wert als BCHSV mit rund 200 US-Dollar. Allerdings haben sich die Kurse leicht aneinander angenähert, lagen sie doch vergangenen Donnerstag noch bei 465 bzw. 109 US-Dollar.

Was wird deiner Meinung nach am 15. November geschehen? Wird sich SV oder ABC durchsetzen können? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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