Erneut Krypto-Konferenz in Nordkorea geplant, diesmal mit Webseite

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| © Depositphotos

Nordkorea soll im April 2019 Schauplatz einer internationalen Blockchain- und Kryptokonferenz werden. Einschließlich einiger Besichtigungen und Freizeitaktivitäten wird die Veranstaltung acht Tage dauern und pro Teilnehmer insgesamt 3.300 Euro kosten. Bereits für Ende September war eine Blockchain-Konferenz in Nordkorea geplant gewesen, allerdings ist unklar, ob diese überhaupt stattfand.

Vom 18. bis zum 25. April 2019 soll in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang eine internationale Blockchain- und Kryptokonferenz stattfinden. Das hatte Mitorganisator Alejandro Cao de Benós am Dienstag auf Twitter angekündigt.

Ausführliche Informationen zu der Veranstaltung finden sich auf der Webseite korea-dpr.info. Cao de Benós hatte diese im Jahr 2000 zusammen mit der Koreanischen Freundschafts-Vereinigung gegründet. Er selbst ist laut eigenen Angaben „Sonderbeauftragter“ im „Komitee für kulturelle Beziehungen mit fremden Ländern“ der nordkoreanischen Regierung.

Als zweiter Mitorganisator wird Blockchain-Experte Christopher Emms genannt. Dieser hat laut seinem LinkedIn-Profil für Apple und Google gearbeitet, bevor er im vergangenen Jahr eine ICO-Firma namens TokenKey gründete und schließlich letzten Monat zum Berater der Blockchain-Gruppe des britischen Parlaments wurde.

Buntes Programm

Wie man der – von der Aufmachung her im Jahr 2000 stecken gebliebenen – Webseite entnehmen kann, erwartet die Teilnehmer der Konferenz weit mehr als nur Fachgespräche über die Blockchain. Der inhaltliche Teil umfasst gerade einmal zwei Tage, an vier weiteren stehen die unterschiedlichsten Aktivitäten auf dem Plan.

Mal wird das Museum des Korea-Kriegs besichtigt, mal geht es in die demilitarisierte Zone an der innerkoreanischen Grenze, mal wird ein örtliches IT-Unternehmen besucht. Sogar Bowling, Schießen und ein Brauereibesuch stehen im Programm.

Nicht jeder ist willkommen

Der Teilnahmepreis inklusive Hotel, sowie Hin- und Rückflug zwischen Peking und Pjöngjang beträgt 3.300 Euro. Allerdings sind Staatsbürger von Japan, Südkorea und Israel ausgeschlossen. Auch Journalisten sind kategorisch nicht als Teilnehmer erwünscht.

Alle anderen hätten allerdings nichts zu befürchten, Nordkorea sei schließlich das „sicherste Land der Welt“. Man müsse nur „grundlegenden gesunden Menschenverstand und Respekt für die Kultur und den Glauben anderer Nationen“ mitbringen.

Zweifelhafte Vorgänger-Konferenz

Cao de Benós hatte bereits im August auf Twitter für eine internationale Blockchainkonferenz in Nordkorea geworben. Diese sollte vom 27. September bis zum 4. Oktober dieses Jahres stattfinden.

Folgt man dem Link aus seinem Tweet, landet man allerdings auf einer leeren Seite. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonab News berichtete ebenfalls über die Ankündigung. Von der tatsächlichen Umsetzung der Konferenz wurde allerdings nichts bekannt gemacht. Da die April-Konferenz ebenfalls als „erste“ in Pjöngjang bezeichnet wird, hat jene im Herbst wohl nie stattgefunden.

Traust Du Nordkorea die Ausrichtung einer internationalen Blockchain-Konferenz zu? Welche Größen der Krypto-Welt werden wohl daran teilnehmen wollen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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