Ernst & Young arbeitet zusammen mit Polygon an der Skalierung von Ethereum

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Das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) wird das Protokoll und das Framework von Polygon nutzen, um seine eigenen EY-Blockchain-Lösungen auf Ethereum einzusetzen.

Laut einer Pressemitteilung vom Montag wird Ernst & Young (EY) die Lösungen von Polygon zur Skalierung der Commit-Chain einsetzen, um das Transaktionsvolumen zu erhöhen und den Unternehmenskunden “vorhersehbare Kosten” und Abwicklungen zu ermöglichen. Paul Brody, EY Global Blockchain Leader, sagte:

“Die Zusammenarbeit mit Polygon bietet den EY-Teams ein leistungsstarkes Set an Tools, um Transaktionen für Kunden zu skalieren und bietet eine schnellere Roadmap zur Integration in das öffentliche Ethereum Mainnet. Wir haben festgestellt, dass unsere gemeinsamen Prioritäten in Bezug auf offene Systeme und Netzwerke und das Ethereum-Ökosystem die Zusammenarbeit in diesem Bereich sehr erleichtern würden.”

EY hat die öffentliche, erlaubnisfreie Commit-Chain von Polygon mit den EY-Blockchain-Diensten EY OpsChain und EY Blockchain Analyzer verbunden. EY-Kunden können ihre Geschäftsabläufe mit einer einfachen Konfigurationsänderung auf blockchain.ey.com in Polygon-Netzwerke einbinden. Das wichtigste Polygon-Systemnetzwerk und das wichtigste Polygon-Test- und Entwicklungsnetzwerk sind nun beide direkt von blockchain.ey.com aus zugänglich. Sandeep Nailwal, Mitbegründer von Polygon, sagte:

“Das Engagement von EY für das öffentliche Ethereum-Ökosystem und für offene Standards war ein wichtiger Treiber für die Entwicklung gemeinsamer Ansätze. Kein anderes Unternehmen hat sich in diesem Umfang für das Ökosystem und offene Systeme engagiert und verfügt über so viel technologische Erfahrung wie EY in diesem Bereich.”

Die beiden Unternehmen arbeiten auch zusammen, um genehmigte, private Industrie-Chains zu schaffen, die neue Modelle der Transaktionsüberprüfung nutzen, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. Diese Chains werden Unternehmen die Sicherheit eines geschlossenen Systems bieten, das eng an das Ethereum-Mainnet angelehnt ist. Dies würde es ihnen ermöglichen, einen zukünftigen Übergang zu öffentlichen Netzwerken schneller und weniger riskant zu gestalten.

Die Nachfrage nach Ethereum-Skalierungslösungen ist in den letzten Monaten angesichts der anhaltend hohen Gebühren für Transaktionen im Mainnet stark angestiegen. So ist der Gesamtwert, der im Polygon-Netzwerk gesperrt ist (TVL), von etwa 1 Milliarde US-Dollar Anfang April auf heute 8,5 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Zusammen mit Microsoft und ConsenSys hat EY im März letzten Jahres das auf Unternehmen ausgerichtete Smart-Contract- und Tokenisierungsprotokoll Baseline Protocol eingeführt. Das Protokoll nutzt das Ethereum-Mainnet als Middleware und gewährleistet gleichzeitig einen robusten Datenschutz für Netzwerkteilnehmer. Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, in verteilten Netzwerken Transaktionen durchzuführen, ohne sensible Daten an Netzwerkpartner weiterzugeben.

Über Polygon

Polygon, früher bekannt als Matic Network, ist ein Interoperabilitäts- und Skalierungs-Framework für den Aufbau Ethereum-kompatibler Blockchains.

Im Mittelpunkt von Polygons Vision steht Ethereum, eine Plattform, die eine Reihe dezentraler Anwendungen beherbergt, mit denen man virtuellen Welten beitreten, Spiele spielen, Kunst kaufen und an einer Reihe von Finanzdienstleistungen teilnehmen kann. Die vielen Aktivitäten auf der Blockchain haben Ethereum jedoch fast unbrauchbar gemacht, da die Kosten für die Übertragung steigen und der Datenverkehr verstopft wird.

Polygon versucht, einige der Hauptschwächen von Ethereum, wie z.B. den Durchsatz, die schlechte Nutzererfahrung (hohe Geschwindigkeit und verzögerte Transaktionen) und die fehlende Community Governance, durch eine neuartige Sidechain-Lösung zu beheben.

Polygon ist keine einfache Skalierungslösung wie sein Vorgänger Matic Network, der eine Technologie namens Plasma verwendet, um Transaktionen außerhalb der Chain zu verarbeiten, bevor sie auf der Ethereum-Main Chain abgeschlossen werden, sondern eine ganze Plattform, die für den Start interoperabler Blockchains konzipiert ist.

 

Bild@ Depositphotos

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