Ethereum 2.0: Die Fertigstellung ist gefährdet!!!

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Der Launch von Ethereum 2.0 steht kurz bevor. Gerade läuft das Ethereum 2.0 Medalla-Testnet, welches fünf Node-Clients aufweist, allerdings wird nur einer von der großen Mehrheit verwendet, was zu einem Chaos führen könnte…

Kann Prysm der Untergang von Ethereum 2.0 bedeuten?

Der besagte Client ist Prysm, welcher schon im August einen einwöchigen Netzwerkabsturz zu verzeichnen hatte. Das schlimmste aber ist, dass dieser Client von etwa 60% des Netzwerks verwendet wird.

Ausreichend für einen Absturz des Netzwerks sind die Abschaltung von lediglich 33% aller Knoten, was die Fertigstellung von Ethereum 2.0 möglicherweise verhindern würde.

Was würde passieren?

Sobald das Netzwerk nicht abgeschlossen werden kann, hört es effektiv auf zu funktionieren und das in einem lebenden Ethereum-Netzwerk, das etwa 11 Milliarden Dollar in Defi hält. Dies würde sicherlich zu extrem viel Chaos führen.

Gibt es noch zusätzliche Schwachstellen?

Es gibt noch einen zweiten Client der zumindest auf etwa 23% kommt, die Rede ist von Lighthouse. Der Absturz dieses Clients würde mit zunehmender Wahrscheinlich auch Probleme machen, allerdings nicht vergleichbar mit Prysm.

Außerdem existiert Teku mit weniger als 10% und Nimbus und Lodestar sind aktuell zu vernachlässigen.

Wieso diese Verteilung aktuell so ist, wie sie ist, ist unklar. Es ist auch nicht klar, ob sich daran etwas ändern lässt.  Wenn sich das im Live-Netzwerk repliziert, dann gäbe es vorübergehend erhebliche Probleme, wenn die Prysm-Knoten z.B. DDoS-ed sind.

Diese offenen Netzwerke sind etwas einfach zu DDoS und es gibt so viele Möglichkeiten, dies zu tun.  Man kann sich nicht vollständig davor schützen, aber z.B. bei Bitcoin kann es minimiert oder sogar vermieden werden, indem man keine offenen Verbindungen auf seinem Knoten zulässt.

Fazit & Optimierungen

In ethereum 2.0 gibt es wahrscheinlich auch Minimierungsstrategien, aber Prysm-Knoten sind derzeit fast doppelt so viele, wie zum Herunterfahren des Netzwerks erforderlich sind, was natürlich sehr bedenklich ist. Nur die Hälfte von ihnen wäre annähernd ausreichend.

Prysm arbeitet an einer Methode, um Ihre Validierung schnell zu einem anderen Client zu exportieren, aber es ist nicht ganz klar, ob das etwas ist, was leicht umgesetzt werden kann.

Es ist aktuell auch nicht klar, wie und vor allem ob Knotenpunktbetreiber effektiv dazu gebracht werden könnten, einen Anteil von weniger als 30% pro Client beizubehalten um dieses Problem in Zukunft zu minimieren.

Die Umstellung von Proof of Work auf Proof of Stake bei Ethereum mit der Einführung von Ethereum 2.0 ist eine sehr spannende Sache und könnte die Zukunft bei Kryptowährungen sein. Aber aktuell sieht man natürlich, dass bei der Umsetzung eines so gigantischen Projektes auch immer große Schwachstellen aufkommen, was den endgültigen Fertigstellungstermin noch weiter in die Zukunft tragen könnte.

Bild via Flickr / Lizenz

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