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title: Ethereum, Banken und Märkte treiben Blockchain-Infrastruktur voran
canonical: https://www.coinkurier.de/ethereum-banken-und-maerkte-treiben-blockchain-infrastruktur-voran/
author: Coinkurier Redaktion
published: 2026-08-28
updated: 2026-08-28
language: de
category: Nachrichten
description: Ethereum, Banken und Wertpapiermärkte treiben 2026 Skalierung und institutionelle Blockchain-Anwendungen voran, während eine Cosmos-EVM-Schwachstelle erhebliche Sicherheitsrisiken offenlegt.
source: Provimedia GmbH
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# Ethereum, Banken und Märkte treiben Blockchain-Infrastruktur voran

> **Autor:** Coinkurier Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-28

**Zusammenfassung:** Ethereum, Banken und Wertpapiermärkte treiben 2026 Skalierung und institutionelle Blockchain-Anwendungen voran, während eine Cosmos-EVM-Schwachstelle erhebliche Sicherheitsrisiken offenlegt.

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Ethereum, Banken und Wertpapiermärkte treiben die Blockchain-Infrastruktur 2026 in neue Bereiche – von höheren Kapazitäten und institutioneller Liquidität bis zur Echtzeitabwicklung von Wertpapieren. Der Pressespiegel zeigt zugleich die Schattenseiten: Eine Cosmos-EVM-Schwachstelle legt Sicherheitsrisiken offen, während Unternehmen und Banken ihre nächsten Schritte im digitalen Finanzsystem planen.

## Blockchain-Pressespiegel: Ethereum, Banken und Wertpapiermärkte treiben die Infrastruktur voran

## Advanced Blockchain: Aktionäre stimmen bei virtueller Hauptversammlung fast allen Punkten zu

Die ordentliche Hauptversammlung der Advanced Blockchain AG fand am 27. August 2026 virtuell statt. Wie MarketScreener Deutschland berichtet, wurden die veröffentlichten Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten 2.a bis 13 jeweils angenommen.

Die Einzelentlastung der Vorstandsmitglieder Hatem Magdy Elsayed und Maik Laske für das Geschäftsjahr 2025 wurde mit jeweils 99,67 % Ja-Stimmen angenommen. Für Hatem Magdy Elsayed wurden 1.326.163 gültige Stimmen abgegeben, davon 1.321.852 Ja-Stimmen und 4.311 Nein-Stimmen; bei Maik Laske entfielen von 1.325.064 gültigen Stimmen 1.320.636 auf Ja und 4.428 auf Nein.

Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Entlastung. Rüdiger Andreas Günther kam auf 99,65 % Ja-Stimmen, Håkan Saltin auf 99,72 %, Sebastian Markowsky auf 99,63 %, Prof. Dr. Marcel Tyrell auf 99,64 % und Mathias Roch auf 99,65 %.

Eine deutlich größere Gegenstimmenzahl verzeichnete die Einzelentlastung von Tom Jakobi. Bei 675.722 gültig abgegebenen Stimmen stimmten 411.140 beziehungsweise 60,84 % mit Ja, während 264.582 beziehungsweise 39,16 % mit Nein votierten; der Antrag wurde dennoch angenommen.

Die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2026 wurde ebenfalls angenommen. Von 1.311.794 gültigen Stimmen entfielen 1.307.532 beziehungsweise 99,68 % auf Ja und 4.262 beziehungsweise 0,32 % auf Nein.

Darüber hinaus billigten die Aktionäre die Änderung von § 10 der Satzung. Der Beschluss erhielt 1.328.489 Ja-Stimmen beziehungsweise 99,75 % bei 3.350 Nein-Stimmen beziehungsweise 0,25 %.

Bei der Wahl zum Aufsichtsrat wurde der modifizierte Beschlussvorschlag des Aufsichtsrats zu Tagesordnungspunkt 6 angenommen. Andreas Appelhagen erhielt 1.258.452 Ja-Stimmen beziehungsweise 99,99 % der gültigen Stimmen; 61 Stimmen beziehungsweise 0,01 % entfielen auf Nein.

Auch die kapitalbezogenen Beschlüsse fanden breite Zustimmung. Die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals ohne Bezugsrechtsausschluss unter gleichzeitiger Aufhebung der ausgelaufenen genehmigten Kapitalia wurde mit 99,56 % Ja-Stimmen beschlossen. Die teilweise Aufhebung des Bedingten Kapitals 2020 und die Schaffung eines Bedingten Kapitals 2026/1 wurden mit 99,57 % Ja-Stimmen angenommen.

Die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen und Genussrechten mit oder ohne Wandlungs- oder Bezugsrechte(n) erhielt 99,72 % Zustimmung. Die Schaffung eines Bedingten Kapitals 2026/2 wurde mit 99,52 % Ja-Stimmen beschlossen.

Änderungen von § 19 der Satzung wurden mit 99,74 % Ja-Stimmen angenommen. Die Bestätigung der Wahl von Mathias Roch zum Mitglied des Aufsichtsrats erhielt 99,56 % Zustimmung, während die Festlegung der Aufsichtsratsvergütung mit 99,71 % Ja-Stimmen beschlossen wurde.

| Tagesordnungspunkt | Gültige Stimmen | Anteil am Grundkapital | Ja | Ja in % | Nein | Nein in % | Votum | 

| 2.a Hatem Magdy Elsayed | 1.326.163 | 32,69 % | 1.321.852 | 99,67 % | 4.311 | 0,33 % | Angenommen | 

| 2.b Maik Laske | 1.325.064 | 32,66 % | 1.320.636 | 99,67 % | 4.428 | 0,33 % | Angenommen | 

| 3.f Tom Jakobi | 675.722 | 16,65 % | 411.140 | 60,84 % | 264.582 | 39,16 % | Angenommen | 

| 4 Abschlussprüfer 2026 | 1.311.794 | 32,33 % | 1.307.532 | 99,68 % | 4.262 | 0,32 % | Angenommen | 

| 6 Andreas Appelhagen | 1.258.513 | 31,02 % | 1.258.452 | 99,99 % | 61 | 0,01 % | Angenommen | 

| 13 Aufsichtsratsvergütung | 1.331.624 | 32,82 % | 1.327.795 | 99,71 % | 3.829 | 0,29 % | Angenommen | 

**Infobox – MarketScreener Deutschland:** Die Beschlüsse der virtuellen Hauptversammlung der Advanced Blockchain AG am 27. August 2026 wurden angenommen. Besonders hoch war die Zustimmung bei der Wahl von Andreas Appelhagen mit 99,99 % Ja-Stimmen; bei der Entlastung von Tom Jakobi lag der Nein-Anteil bei 39,16 %.

## Cosmos-EVM-Schwachstelle: Angreifer bewegt 50 Millionen NES, erzielt aber 60.000 USD

Ein Angreifer nutzte laut BeInCrypto eine Schwachstelle in der Cosmos EVM, um 50 Millionen NES, den Token der Nesa-Blockchain, von der Blockchain des Projekts zu bewegen. Der erzielte Erlös betrug lediglich 60.000 USD.

Die Blockchain-Analysefirma Bubblemaps verfolgte die beteiligten Gelder über acht Wallets. Diese standen mit einer durch Monero finanzierten Adresse in Verbindung.

Die Haupt-Wallet 0x9AE7 kaufte zunächst für 250.000 USD NES und brachte die Token auf die Nesa-Blockchain. Der Angreifer nutzte anschließend den Fehler, um den Kontostand um das 200-fache zu erhöhen.

Danach wurden etwa 50 Millionen NES zurück auf Ethereum bewegt. Von dort aus verteilte der Angreifer die Token auf acht Adressen, tauschte NES an dezentralen Börsen gegen ETH und überwies die Erlöse anschließend auf zentrale Plattformen.

Die Liquidität verschwand jedoch aus den Pools, bevor der Großteil des Verkaufs abgeschlossen war. Die dadurch ausgelösten Swaps führten zu extremen Preisabweichungen; der Angreifer erhielt 315.000 USD, während der Einsatz 255.000 USD betrug.

Cosmos Labs meldete den Vorfall am 24. August und forderte EVM-Blockchains, die mit dem betroffenen Modul verbunden sind, dazu auf, den Betrieb zu stoppen. Blockchains, die eine Cosmos-EVM-Version unter v0.6.2 oder v0.7.2 verwenden, sollten die Blockchain laut dem Team sofort pausieren und ein Update mit den genannten Patches durchführen.

> „Viele betroffene Blockchains haben inzwischen Patches eingespielt. Wir stellen weiterhin Informationen zur Risikominimierung für betroffene Blockchains bereit. Blockchains, die eine Cosmos-EVM-Version unter v0.6.2 oder v0.7.2 nutzen, sollten die Blockchain sofort pausieren und ein Update mit den genannten Patches durchführen“, erklärte das Team in einem Update.

Die genaue Schwachstelle, die Zahl der betroffenen Blockchains und die Gesamtschadenssumme wurden zunächst nicht genannt. Cosmos Labs kündigte einen Abschlussbericht an, sobald der Vorfall abgeschlossen ist.

Vier Netzwerke, die das gemeinsame Modul einsetzen, berichteten über Probleme. KiiChain erklärte, dass ein Angreifer dieselbe Methode 18 Mal wiederholte und dabei 148.326.583,15 KII entwendete.

Nesa teilte seinen Nutzern mit, dass auf der eigenen Layer-1-Blockchain schädliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Cosmos-EVM-Sicherheitslücke festgestellt worden seien. Nach einer Software-Lösung sollen die Dienste wieder zur Verfügung stehen; als weitere betroffene Netzwerke nennt BeInCrypto MANTRA und TAC.

- Bewegte Menge: 50 Millionen NES

- Genannter Erlös: 60.000 USD

- Finanzierung der Haupt-Wallet: Monero

- Verfolgte Adressen: acht

- Wiederholte Methode bei KiiChain: 18 Mal

- Entwendete Menge bei KiiChain: 148.326.583,15 KII

**Infobox – BeInCrypto:** Die Cosmos-EVM-Schwachstelle ermöglichte die Bewegung von 50 Millionen NES. Cosmos Labs meldete den Vorfall am 24. August und empfahl Blockchains mit Cosmos-EVM-Versionen unter v0.6.2 oder v0.7.2, den Betrieb sofort zu pausieren und Patches einzuspielen.

## Ethereum plant mit „Glamsterdam“ deutlich höhere Layer-1-Kapazität

Ethereum bereitet laut Krypto Magazin und BeInCrypto das nächste große Upgrade „Glamsterdam“ vor. Das Upgrade ist aktuell für das 4. Quartal 2026 geplant und soll größere Blöcke leichter verarbeitbar machen sowie die Kapazität der Basisschicht erhöhen.

Die Entwickler streben nach dem Upgrade ein Gas-Limit um 200 Millionen an. Aktuell liegt es bei 60 Millionen; Anfang 2025 waren es etwa 30 Millionen.

Als Hintergrund wird die wachsende Aktivität auf der Blockchain genannt. Handel, Zahlungen und Anwendungen für Verbraucher stellen höhere Anforderungen an Geschwindigkeit, Liquidität und Kosten.

Federico Variola, CEO von Phemex, bezeichnet dezentrale Handelsplattformen als wichtigen Prüfstein für die weitere Entwicklung. Nutzer erwarteten schnelle Ausführung, hohe Liquidität und niedrige Kosten, weil auf solchen Plattformen häufige Transaktionen stattfinden.

Ethereum hat viele Skalierungsanforderungen über Layer-2-Netzwerke adressiert. Die bisherigen Ergebnisse werden im Bericht jedoch gemischt bewertet: Es habe wichtige Fortschritte gegeben, zugleich aber auch Fehlschläge, durch die Kapital und Aktivität aus dem Ethereum-Ökosystem verloren gegangen seien.

Ein höheres Gas-Limit bringt technische Anforderungen für Validatoren mit sich. Größere Blöcke enthalten mehr Ausführungsarbeit und müssen innerhalb der festen Slot-Zeiten verarbeitet werden. Dadurch könnten kleinere Betreiber unter Druck geraten und die Validierung stärker bei professionellen Betreibern mit leistungsfähiger Hardware konzentriert werden.

Glamsterdam soll diese Belastung mit mehreren technischen Ansätzen begrenzen. Block-Level Access Lists nach EIP-7928 sollen Clients im Voraus darüber informieren, welche Accounts und Speicherbereiche ein Block betrifft. Dadurch sollen Lesevorgänge, Transaktionsverarbeitung und Zustandsberechnungen stärker parallel ausgeführt werden können.

Die Enshrined proposer-builder separation, kurz ePBS, soll die Erstellung und Validierung von Blöcken verändern. Zusammen mit den Block-Level Access Lists soll dadurch mehr Datenverarbeitung auf der Basisschicht möglich werden, ohne die Arbeitslast der Validatoren stark zu erhöhen.

State-growth controls nach EIP-8037 sollen die Regeln für dauerhafte Speicherung verändern. Die Entwickler streben etwa 120 GiB jährliches Zustandswachstum an, selbst wenn das Gas-Limit auf 200 Millionen steigt.

Eine längerfristige zkEVM-Überprüfung könnte Validatoren ermöglichen, kryptografische Beweise zu prüfen, anstatt jede Transaktion selbst erneut auszuführen. Dadurch könnte die Rechenlast bei höherer Kapazität verringert werden.

## Rollups bleiben trotz stärkerer Basisschicht relevant

Eine leistungsfähigere Ethereum-Basisschicht könnte dazu führen, dass Anwendungen ihre Entscheidung zwischen Layer 1, Rollups und eigenen Blockchains neu bewerten. Fernando Lillo Aranda, CMO von Zoomex, erwartet laut BeInCrypto, dass einige Projekte ihre Bereitstellung auf einem verbesserten Layer 1 überdenken könnten.

Eine direkte Bereitstellung auf Layer 1 könnte Probleme durch unterschiedliche Ausführungsumgebungen reduzieren. Anwendungen könnten die Liquidität und Kombinierbarkeit von Ethereum nutzen, ohne dass Nutzer Vermögenswerte zwischen Netzwerken verschieben oder mehrere Blockchains einsetzen müssten.

Rollups bieten jedoch eigene Eigenschaften, die allein durch mehr Durchsatz nicht ersetzt werden. Dazu zählen eigene Ausführungsumgebungen, geringere Latenz, mehr Kontrolle über Gebühren und Governance sowie Möglichkeiten für ein individuelles Anwendungsdesign.

PeerDAS und die fortlaufende Erweiterung von „Blobs“ sollen weiterhin die Datenmenge erhöhen, die Ethereum Layer-2-Netzwerken zur Verfügung stellen kann. Basisschicht und Rollups könnten damit parallel wachsen.

| Kennzahl | Wert | 

| Geplantes Upgrade | „Glamsterdam“ | 

| Geplanter Zeitpunkt | 4. Quartal 2026 | 

| Aktuelles Gas-Limit | 60 Millionen | 

| Gas-Limit Anfang 2025 | etwa 30 Millionen | 

| Angestrebtes Gas-Limit | um 200 Millionen | 

| Angestrebtes jährliches Zustandswachstum | etwa 120 GiB | 

**Infobox – Krypto Magazin und BeInCrypto:** „Glamsterdam“ ist für das 4. Quartal 2026 geplant. Ethereum soll auf ein Gas-Limit um 200 Millionen vorbereitet werden, während Block-Level Access Lists, ePBS, State-growth controls, PeerDAS und „Blobs“ die Skalierung unterstützen sollen.

## Ethereum führt beim Entwicklerinteresse

BeInCrypto ordnet Glamsterdam auch in den Wettbewerb zwischen Blockchain-Netzwerken ein. Der Live-Tracker von Electric Capital erfasst aktuell etwa 7.600 monatlich aktive Entwickler in der Ethereum-Blockchain.

Auf Solana seien rund 2.300 monatlich aktive Entwickler tätig. Im gesamten EVM-Ökosystem liege die Zahl bei ungefähr 10.000.

Ethereum verfügt damit laut Bericht weiterhin über einen deutlichen Vorsprung bei der Entwickleraktivität. Gleichzeitig können Entwickler zwischen mehreren etablierten Blockchains mit günstiger Ausführung, hoher Kapazität und vielen Nutzern wählen.

Bei der Entscheidung für Ethereum müssen daher Liquidität, Sicherheit und Entwickler-Community mit den Ausführungseigenschaften anderer Blockchains verglichen werden. Glamsterdam soll die vorhandenen Vorteile von Ethereum – Kapital, Anwendungen, Tools und eine starke Entwickler-Community – mit einer leistungsfähigeren Ausführungsumgebung verbinden.

**Infobox – BeInCrypto:** Electric Capital erfasst aktuell etwa 7.600 monatlich aktive Entwickler bei Ethereum und rund 2.300 bei Solana. Im gesamten EVM-Ökosystem liegt die Zahl bei ungefähr 10.000.

## US-Bankenverbände planen Blockchain-Netzwerk für 2027

In den USA haben sich laut Krypto Magazin 39 bundesstaatliche Bankenverbände zur BankChain Alliance zusammengeschlossen. Das geplante landesweite Blockchain-Netzwerk soll 2027 starten und Banken unter anderem tokenisierte Einlagen, Stablecoins, automatisierte Abwicklungen und neue digitale Zahlungsdienste ermöglichen.

Die beteiligten Verbände vertreten Tausende Finanzinstitute in den Vereinigten Staaten. Banken aus dem ganzen Land sollen sich beteiligen und Eigentumsanteile am Netzwerk erwerben können.

BankChain soll als offenes und interoperables System aufgebaut werden. Die Plattform soll mit anderen Blockchains verbunden werden können, wodurch eine vernetzte Infrastruktur für Banken entstehen soll.

Die Initiative steht im Zusammenhang mit weiteren Blockchain-Projekten des US-Bankensystems. The Clearing House hatte im Juni eine eigene On-Chain-Initiative angekündigt, die unter anderem von JPMorgan Chase, Bank of America, Citi, BNY und Wells Fargo unterstützt wird.

Über diese Infrastruktur sollen tokenisierte Bankeinlagen zwischen Finanzinstituten abgewickelt und mit bestehenden Zahlungssystemen verbunden werden können. Tokenisierte Einlagen unterscheiden sich von klassischen Stablecoins, weil sie einen direkten Anspruch gegenüber einer bestimmten Bank darstellen und damit Teil des klassischen Bankgeldsystems bleiben.

Für Banken könnten tokenisierte Einlagen programmierbare Zahlungen und eine Abwicklung rund um die Uhr ermöglichen, ohne dass Kundengelder dafür aus der eigenen Bilanz verschwinden müssen. Auch Regional- und kleinere Community-Banken arbeiten an entsprechenden Lösungen; über das Netzwerk Cari waren bis Juli mehr als 30 Banken an einer solchen Infrastruktur beteiligt.

Bis zum geplanten Start müssen laut BTC-ECHO noch technische, finanzielle und organisatorische Fragen geklärt werden. Dazu gehören insbesondere die technische Umsetzung sowie die Finanzierung und Governance des Netzwerks.

CoinDesk berichtet ebenfalls über die BankChain Alliance und hebt hervor, dass noch kein Technologiepartner für die Umsetzung feststeht. Das Projekt wird als „branchen-eigen, branchen-entworfen und branchen-geregelt“ beschrieben und soll intelligente Zahlungen, tokenisierte Einlagen und Stablecoins innerhalb des regulatorischen Rahmens des Bankensystems unterstützen.

> „Branchen-eigen, branchen-entworfen und branchen-geregelt“

Kraninger, die als interimistische Vorsitzende des Projekts fungiert, bezeichnete das Vorhaben als sicheres und reguliertes Netzwerk. Es solle Institutionen verschiedener Größen moderne Fähigkeiten ermöglichen, damit diese Kunden in ländlichen, städtischen und regionalen Gemeinden weiterhin sicher und effizient betreuen können.

| Merkmal | Angabe | 

| Beteiligte Bankenverbände | 39 | 

| Geplanter Start | 2027 | 

| Technologiepartner | Noch nicht festgelegt | 

| Beteiligung am Netzwerk | Erwerb von Eigentumsanteilen möglich | 

| Netzwerk Cari | Mehr als 30 Banken bis Juli | 

**Infobox – BTC-ECHO und CoinDesk:** Die BankChain Alliance besteht aus 39 US-amerikanischen Bankenverbänden und soll 2027 starten. Ein Technologiepartner steht laut CoinDesk noch nicht fest; vorgesehen sind unter anderem tokenisierte Einlagen, Stablecoins und intelligente Zahlungen.

## Blockchain.com wird Liquiditätspartner von Fusion Digital Assets

Blockchain.com ist laut Krypto Magazin als Liquiditätspartner in das Angebot Fusion Digital Assets von TP ICAP eingestiegen. Das Unternehmen agiert im Rahmen des neuen Matched-Principal-Modells, das institutionellen Marktteilnehmern den Handel mit digitalen Vermögenswerten ohne Vorfinanzierung ermöglichen soll.

Die Kooperation reagiert laut Yellow.com auf die wachsende Nachfrage von Brokern, Liquiditätsanbietern, Asset Managern und Handelshäusern nach institutioneller Marktinfrastruktur. Blockchain.com soll als einer der ersten Teilnehmer über das neue Modell handeln und damit das institutionelle Ökosystem von Fusion Digital Assets verbreitern und vertiefen.

Die institutionelle Liquidität von Blockchain.com soll Marktteilnehmern zusätzlichen Markttiefgang bei Bitcoin, Ether und XRP bieten. Die Partnerschaft wird als Zeichen für die zunehmende Annäherung zwischen Digital-Asset-Märkten und traditionellen Finanzmärkten beschrieben.

Beim Matched-Principal-Modell steht TP ICAP als Investment-Grade-Kreditintermediär zwischen den Parteien. Dadurch sollen die Kapitaleffizienz erhöht, die operative Komplexität reduziert und der Handel mit digitalen Vermögenswerten näher an etablierte Marktstandards herangeführt werden.

Fusion Digital Assets kann das handelbare Universum auf Grundlage des neuen Modells erweitern. Vorgesehen sind unter anderem Stablecoins wie USDC, eine Ausweitung der Kryptoabdeckung etwa um SOL, zusätzliche Fiat-Währungspaare und künftig auch tokenisierte Real-World-Assets.

Die Handelszeiten werden als Reaktion auf die institutionelle Nachfrage auf einen durchgehenden Wochentaghandel ausgeweitet. Eine Wochenendabdeckung soll folgen.

Die Entwicklung knüpft an ein Rekordjahr 2025 für Fusion Digital Assets an. Die Plattform überschritt dabei ein monatliches Nominalhandelsvolumen von mehr als 1 Mrd. US-Dollar über ihre Bitcoin- und Ether-Orderbücher.

Blockchain.com wurde 2011 gegründet und hat nach Unternehmensangaben über 95 Millionen Wallets und 45 Millionen verifizierte Nutzer unterstützt. Das Unternehmen ist in mehr als 70 Jurisdiktionen aktiv und hat Transaktionen im Volumen von mehr als 1,2 Billionen US-Dollar in Kryptowerten abgewickelt.

- Liquiditätspartner: Blockchain.com

- Handelsplattform: Fusion Digital Assets von TP ICAP

- Unterstützte Vermögenswerte: Bitcoin, Ether und XRP

- Weitere geplante Abdeckung: USDC, SOL, zusätzliche Fiat-Währungspaare und tokenisierte Real-World-Assets

- Monatliches Nominalhandelsvolumen: mehr als 1 Mrd. US-Dollar

- Gründung von Blockchain.com: 2011

- Unterstützte Wallets: über 95 Millionen

- Verifizierte Nutzer: 45 Millionen

- Aktivität: mehr als 70 Jurisdiktionen

- Abgewickeltes Transaktionsvolumen: mehr als 1,2 Billionen US-Dollar

**Infobox – Yellow.com:** Blockchain.com unterstützt Fusion Digital Assets im Matched-Principal-Modell als Liquiditätspartner. Die Plattform soll neben Bitcoin, Ether und XRP künftig unter anderem USDC, SOL, weitere Fiat-Währungspaare und tokenisierte Real-World-Assets unterstützen.

## Japan prüft Blockchain-Abwicklung für Aktien und Staatsanleihen

Japan bereitet laut Crypto Valley Journal unter Berufung auf die Wirtschaftszeitung Nikkei eine Blockchain-basierte Abwicklung von Aktien und Staatsanleihen in nahezu Echtzeit vor. Eine gemeinsame Studiengruppe der Finanzaufsicht FSA, des Finanzministeriums und der Bank of Japan soll im Sommer 2026 ihre Arbeit aufnehmen.

Bei der Abwicklung wechseln Wertpapier und Geld nach dem Handelsabschluss tatsächlich den Besitzer. In Tokio dauert dieser Prozess bei Aktien zwei Handelstage und bei japanischen Staatsanleihen einen Handelstag.

Während dieser Zeit bleibt die Transaktion offen, wodurch Gegenparteirisiken entstehen und Kapital gebunden wird. Die geplante Blockchain-Infrastruktur soll die Wartezeit auf nahezu Echtzeit verkürzen.

Neben den drei Behörden sollen private Finanzinstitute beteiligt werden. Einen Entwicklungsplan erwartet die Studiengruppe frühestens Anfang 2027; bei formaler Genehmigung könnte der Betrieb innerhalb weniger Jahre beginnen und das fertige System in den frühen 2030er-Jahren laufen.

Zunächst soll die Studiengruppe das Design der Infrastruktur, die Aufgabenverteilung zwischen Behörden und Finanzinstituten sowie eine Roadmap für die weiteren Arbeiten festlegen. Ein unmittelbarer Systemwechsel steht damit nicht bevor. Bis dahin gelten weiterhin die bisherigen Abwicklungsfristen von zwei beziehungsweise einem Handelstag.

Eine Echtzeitabwicklung könnte Sicherheiten und Liquidität schneller freisetzen und das Gegenparteirisiko im Wertpapierhandel senken. Zugleich müssten Banken ihr Liquiditätsmanagement anpassen, weil Geld und Wertpapiere jederzeit bereitstehen müssten.

Konkreter ist ein seit April 2026 laufendes Pilotprojekt der Japan Securities Clearing Corporation. Gemeinsam mit Mizuho Financial Group, Nomura Holdings und Digital Asset Holdings testet die zentrale Gegenpartei japanische Staatsanleihen als digitales Collateral auf dem Canton Network.

Das Proof of Concept umfasst Sicherheiten-Transfers in Echtzeit und die grenzüberschreitende Abwicklung. Zusätzlich wird die Rechtskonformität unter Japans Book-Entry Transfer Act und dem Financial Instruments and Exchange Act geprüft. Die Testphase läuft bis September 2026.

Der Markt für japanische Staatsanleihen ist groß. Japans ausstehende Staatsanleihen und Bills summieren sich auf rund 1'166 Billionen Yen, umgerechnet etwa 7 Billionen USD. Die Rendite zehnjähriger JGB liegt bei rund 2.9%, jene dreißigjähriger Papiere über 4%.

Steigende Renditen drücken den Kurswert bestehender Anleihen und können dazu führen, dass bei der Verwendung als Sicherheit häufiger Sicherheiten nachgeschossen werden müssen. Dadurch gewinnt ein effizientes Collateral-Management an Bedeutung.

Parallel verschiebt Japan den rechtlichen Rahmen für Krypto-Assets. Das Parlament verabschiedete im Juli 2026 eine Novelle des Financial Instruments and Exchange Act. Die auf registrierten japanischen Börsen gelisteten Krypto-Assets, darunter Bitcoin und Ether, sollen künftig unter dasselbe Regelwerk wie Aktien und Anleihen fallen; die Reklassifizierung tritt im Fiskaljahr 2027 in Kraft.

Ab Anfang 2028 soll für Anleger ein Steuersatz von 20% gelten, zuvor waren es bis zu 55%. Die Novelle ebnet außerdem den Weg für regulierte Krypto-ETFs, wobei ein Zulassungstermin noch nicht feststeht.

Anfang August 2026 nahm zudem eine eigenständige Cryptocurrency and Stablecoin Division bei der FSA ihre Arbeit auf. Auch die japanischen Megabanken arbeiten an Blockchain-Projekten.

Mizuho Bank, MUFG und SMBC betreiben seit November 2025 unter Aufsicht der FSA ein Pilotprojekt für einen gemeinsamen Stablecoin. Das Konsortium will den Token bis zum Ende des Fiskaljahrs 2026 emittieren, zunächst mit Kopplung an den Yen; eine Dollar-Version soll später folgen.

Unter dem Namen Project Pax wird bis 2028 ein Transaktionsvolumen von 1 Billion Yen angestrebt. Das Zielvolumen bezieht sich auf Zahlungen zwischen Unternehmen. Parallel arbeitet Japan an der Tokenisierung von Einlagen; Japan Post Bank will im Fiskaljahr 2026 Spareinlagen tokenisieren.

| Thema | Angabe | 

| Aktienabwicklung in Tokio | zwei Handelstage | 

| Abwicklung japanischer Staatsanleihen | ein Handelstag | 

| Erwarteter Entwicklungsplan | frühestens Anfang 2027 | 

| Pilotprojekt digitales Collateral | bis September 2026 | 

| Ausstehende Staatsanleihen und Bills | rund 1'166 Billionen Yen | 

| Umgerechneter Wert | etwa 7 Billionen USD | 

| Rendite zehnjähriger JGB | rund 2.9% | 

| Rendite dreißigjähriger Papiere | über 4% | 

| Geplanter Steuersatz ab Anfang 2028 | 20% | 

| Bisheriger Steuersatz | bis zu 55% | 

| Project Pax bis 2028 | 1 Billion Yen | 

**Infobox – Crypto Valley Journal:** Japan prüft eine nahezu echtzeitfähige Blockchain-Abwicklung für Aktien und Staatsanleihen. Das laufende Pilotprojekt für digitales Collateral auf dem Canton Network wird bis September 2026 getestet; ein Entwicklungsplan wird frühestens Anfang 2027 erwartet.

## DMG Blockchain Solutions meldet Ergebniszahlen, konkrete Finanzwerte fehlen

DMG Blockchain Solutions Inc. hat Ergebniszahlen für das dritte Quartal und die neun Monate bis zum 30. Juni 2026 gemeldet. MarketScreener Deutschland veröffentlichte die Meldung am 27.08.2026 um 05:35.

Im vorliegenden Quelltext sind jedoch keine nutzbaren Finanzkennzahlen zu Umsatz, Gewinn, Verlust, Cashflow oder operativen Kennzahlen enthalten. Daher lassen sich daraus keine weiteren Aussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung von DMG Blockchain Solutions ableiten.

**Infobox – MarketScreener Deutschland:** Gemeldet wurden Ergebniszahlen für das dritte Quartal und die neun Monate bis zum 30. Juni 2026. Konkrete Finanzwerte sind im bereitgestellten Quelltext nicht enthalten.

## Einschätzung der Redaktion

Die entscheidende Entwicklung ist die zunehmende Institutionalisierung der Blockchain-Technologie: Banken, Börsen und staatliche Stellen prüfen konkrete Anwendungen für Zahlungen, Sicherheiten und Wertpapierabwicklung. Das erhöht die strategische Relevanz erheblich, ersetzt aber nicht die Notwendigkeit belastbarer Governance, technischer Skalierbarkeit und Sicherheitskontrollen.

Der Sicherheitsvorfall zeigt zugleich die zentrale Schwachstelle des Sektors: Ein einzelner Fehler in gemeinsam genutzter Infrastruktur kann mehrere Netzwerke gleichzeitig gefährden. Höhere Kapazitäten und institutionelle Liquidität schaffen daher nur dann nachhaltigen Wert, wenn sie von überprüfbaren Standards und schneller Krisenreaktion begleitet werden.

**Zusammenfassung:** Die Blockchain rückt näher an die klassische Finanzinfrastruktur heran. Der nächste Wachstumsschritt wird weniger durch Ankündigungen als durch Sicherheit, Regulierung und zuverlässig funktionierende Systeme entschieden.

Quellen:
- [Advanced Blockchain : Abstimmungsergebnisse der virtuellen Hauptversammlung - 2026Link (Abstimmung Liste 2)](https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/advanced-blockchain-abstimmungsergebnisse-der-virtuellen-hauptversammlung-2026link-abstimmung-l-ce7858dedc8bf324)
- [Cosmos EVM Hacker prägte 50 Millionen USD: Er erbeutete nur 60.000 USD](https://de.beincrypto.com/cosmos-evm-schwachstelle-nesa-nes-angreifer/)
- [Ethereum, US-Banken und Japan stärken Blockchain-Infrastrukt](https://www.krypto-magazin.de/ethereum-us-banken-und-japan-treiben-blockchain-infrastruktur-voran/)
- [Ethereum im Fokus: ETF-Zuflüsse, Rallye und Ausbau der Blockchain.](https://www.krypto-magazin.de/ethereum-im-fokus-etf-zufluesse-rallye-und-ausbau-der-blockchain/)
- [Cardano: Governance-Votum verfehlt 67%-Hürde](https://www.boerse-express.com/news/articles/cardano-governance-votum-verfehlt-67-huerde-942085)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [www.coinkurier.de](https://www.coinkurier.de/ethereum-banken-und-maerkte-treiben-blockchain-infrastruktur-voran/)*
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