Ethereum Classic Vision (ETCV) und Ethereum Nowa (ETN): Zwei neue Coins im Windschatten der Constantinople-Hard Fork

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Es stehen drei ETH-Hard Forks an. | © Depositphotos

Für die kommenden Tage sind drei nennenswerte Ethereum (ETH)-Hard Forks geplant: Die Projekte Ethereum Classic Vision (ETCV) und Ethereum Nowa (ETN) wollen jeweils eigene Kryptowährungen von ETH abspalten. Bei Constantinople handelt es sich dagegen um ein umfangreiches Update der Ethereum-Hauptentwickler.

Für Ethereum (ETH)-Besitzer wird dieser Januar ein ereignisreicher Monat sein: Gleich drei Hard Forks sind geplant, darunter das lang erwartete Constantinople-Update. Letzteres soll mit dem Block Nummer 708.000.000 in Kraft treten, welcher am 16. Januar geschürft werden dürfte.

Es handelt sich dabei um ein Bündel von fünf Neuerungen. Die wohl schwerwiegendste davon heißt EIP 1234. Durch sie sinkt die Miner-Belohnung um ein Drittel. Gleichzeitig wird die sogenannte Difficulty Bomb um zwölf Monate aufgeschoben. Letztere bezeichnet einen starken Anstieg der Mining-Schwierigkeit, durch welchen der Wechsel des Consensus-Algorithmus von Proof of Work zu Proof of Stake eingeläutet werden soll.

Das Update sollte ursprünglich im November eingeführt werden. Allerdings hatten die Entwickler sich mehr Zeit genommen, nachdem im Oktober der Start auf dem Ropsten-Testnetzwerk gescheitert war.

Die Constantinople-Hard Fork gilt als unumstritten. Es sollten dementsprechend alle Netzwerk-Teilnehmer ihre Software an die neuen Regeln anpassen, sodass, anders als bei dem dramatischen Update von Bitcoin Cash (BCH) am 15. November 2018, keine weitere Kryptowährung entstehen dürfte. Daher wird auch jede seriöse Wallet und Exchange Constantinople unterstützen. Darunter fallen Binance, Ledger Nano, OkEX, Eidoo, Coinbase und zahlreiche weitere.

ETH-Hodler werden weitere Coins claimen können

Anders sieht das bei den Projekten Ethereum Classic Vision (ETCV) und Ethereum Nowa (ETN) aus. Beide möchten per Hard Fork ihre jeweils eigenen Coins von Ethereum (ETH) abspalten. Mit Start-Terminen im Januar wollen sie wahrscheinlich von dem Medienrummel um das Constantinople-Update profitieren.

ETCV macht den Anfang und führt seinen Coin am 11. Januar ein. Alle, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an diesem Tag Ether in einer geeigneten Wallet halten, bekommen für jeden ETH drei ETCV geschenkt. Zusätzlich soll man sich die neue Kryptowährung etwa durch das Erstellen von Blog-Artikeln oder Rezensionsvideos verdienen können, wie die offizielle Webseite ausführt.

ETCV verspricht „wahre Dezentralisierung“, faire Belohnungen für Miner und einen schnellen Wechsel zu Proof of Stake. Bei den technischen Details bleibt das 15-seitige Whitepaper allerdings vage. Auch werden keine Namen von der Projektleitung oder den Entwicklern auf der Webseite angegeben.

Ethereum Nowa mit gefaktem Team

In diesem Punkt schien Ethereum Nowa die Nase vorn zu haben: Noch Anfang Dezember zeigte deren Webseite Fotos eines vierköpfigen Teams, sowie von vier seriös wirkenden Beratern. Doch dann enthüllte der Bitcointalk-Nutzer ICOEthics, dass es sich dabei schlicht um Ausschnitte von Stock Footage-Bildern handelte. Ethereum Nowa entfernte daraufhin die Team-Rubrik.

Wer auch immer wirklich hinter Ethereum Nowa steckt, möchte seine Hard Fork am 12. Januar durchführen. Dann sollen Hodler einen ETN für jeden ETH in ihrem Besitz erhalten. Außerdem werden 36 Millionen zusätzliche Coins geschaffen und zum Schleuderpreis ausgegeben (aktuell 1.200 ETN für einen ETH). Nach dem Foto-Skandal sollte man sich eine Investition natürlich zehnmal überlegen.

Welche Effekte für Ethereum erwartest Du durch das Constantinople-Update? Hältst Du ETCV und/oder ETN für betrügerisch? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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