Ethereum-Updates verliefen erfolgreich, das hat sich geändert:

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Ethereums Hard Fork wurde erfolgreich implementiert. Das hat sich geändert:

Am 1. März wurden um 20:57 Uhr zwei wichtige Upgrades auf der Ethereum-Plattform vollzogen, dessen native Digitalwährung Ether nach Marktkapitalisierung derzeit auf Platz zwei rangiert. Beide Upgrades konnten ohne weitere Probleme vollzogen werden.

Bei den Upgrades handelt es sich um die sechste und siebte Hard Fork. Sie wurden Constantinople bzw. St. Petersburg getauft. Die Fork trat bei Block 7.280.000 ein und verlief laut Fork Monitor ohne eine Spaltung.

Eine Hard Fork bedeutet, dass alle Knotenpunkte (Nodes) des Netzwerks ihre Software entweder upgraden, oder eine separate Blockchain ohne die vorgeschlagenen Änderungen unterhalten müssen. Das letzte Mal ist dieser Fall im Juli 2016 eingetreten. Ethereum wurde mittels einer Hard Fork geupgraded und ein Teil der Nodes hat das alte Protokoll unter dem Namen Ethereum Classic weitergeführt, ein Alternativprotokoll, welches bis heute fortbesteht.

Constantinople besteht aus mehreren Verbesserungsvorschlägen für das Ethereum-Protokoll (Ethereum Improvement Proposal (EIP)). Wie der Entwickler Lane Rettig gegenüber Coindesk erklärte, handele es sich hauptsächlich um „Wartungs- und Optimierungsupdates“. Die Änderungen lauteten wie folgt:

  • EIP 145, genannt Bitwise Shifting, soll die Prozessierung von Informationen auf der Ethereum-Plattform effizienter gestalten.
  • EIP 1014 wurde von Vitalik Buterin selbst entworfen und soll die Grundlage für eine künftige Skalierung mittels off-chain-Transaktionen legen
  • EIP 1052 soll eine optimiertere Code-Exekution im Netzwerk ermöglichen
  • EIP 1234 wird als der kontroversester Vorschlag angesehen und beschäftigt sich mit einer neuen Vergabe der Mining-Rewards. Künftig sollen pro Block nur noch zwei anstatt drei ETH ausgegeben werden. Dadurch soll die „Difficulty Bomb“ um zwölf Monate herausgezögert werden.
  • EIP 1283 soll vor allem Smart Contract-Entwicklern zugute kommen, indem eine einheitlichere Bepreisung für Änderungen der Daten festgelegt wird.

EIP 1234 war deshalb notwendig, weil das Proof of Stake-Konsens-System wohl noch deutlich länger als ursprünglich vermutet auf sich warten lassen wird. Die Difficulty Bomb ist ein im Ethereum-Code implementierter Mechanismus, der die Mining-Difficulty stark anheben und damit die zu berechnenden Rätsel schwieriger machen soll, sodass sich ETH-Mining immer weniger lohnen wird – man spricht auch von Ethereums „Ice Age“. Hierdurch soll der Übergang zu Proof of Stake eingeläutet werden.

Zeitgleich mit Constantinople wurde ein weiteres Update namens St. Petersburg aktiviert. Ursprünglich hatte Constantinople nämlich fünf EIPs enthalten, doch wenige Stunden vor dem damaligen Termin der Hard Fork im Januar war bekannt geworden, dass EIP 1283 Sicherheitslücken enthielt.

Der Verbesserungsvorschlag wurde folglich gestrichen, jedoch hatten einige Testnetzwerke den anfälligen Code bereits installiert. St. Petersburg machte dies nun rückgängig.

Der Ether-Preis hielt sich erstaunlicherweise verhältnismäßig konstant bei über $130.

Bevorzugst Du Proof of Work oder Proof of Stake für Ethereum? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

© Bild via Depositphotos

1 Kommentar

  1. Ich schätze die Artikel vom Coin Kurier sehr, denn hier wird alles auch so klar für den Laien erklärt. Diesen Artikel fand ich sehr hilfreich für mein Laienwissen.

    Ich bevorzuge Proof of Stake für Ethereum, da ich ein Energieöko bin. 😉

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