Ethereum erholt sich: ETF-Zuflüsse treffen auf Glamsterdam-Verzögerung

Ethereum erholt sich: ETF-Zuflüsse treffen auf Glamsterdam-Verzögerung

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Ethereum erholt sich dank ETF-Zuflüssen, institutionellem Interesse und Glamsterdam-Fortschritten, bleibt wegen Verlustquartalen, Widerständen und Upgrade-Verzögerung jedoch unsicher.

Ethereum steht im Juli 2026 zwischen Erholung und Ungewissheit: Neue ETF-Zuflüsse, Käufe von Arthur Hayes und Fortschritte beim Glamsterdam-Upgrade treffen auf drei Verlustquartale, eine deutliche Distanz zum Allzeithoch und wichtige charttechnische Widerstände. Der Pressespiegel zeigt, welche Signale nun über die nächste Kursbewegung entscheiden könnten.

Ethereum zwischen Erholung, ETF-Zuflüssen und verschobenem Glamsterdam-Upgrade

Ethereum steht im Juli 2026 im Mittelpunkt mehrerer Berichte. Im Fokus stehen der Kurs von rund 1.940 Dollar, drei aufeinanderfolgende Verlustquartale, neue Zuflüsse in Spot-ETH-ETFs sowie die weitere Entwicklung des Glamsterdam-Upgrades.

Quelle: Wallstreet Online. Der Ethereum-Kurs notiert laut dem Bericht bei rund 1.940 Dollar und liegt damit 62 Prozent unter dem Allzeithoch von 4.953 Dollar aus dem August 2025. Zugleich hat ETH erstmals drei Quartale hintereinander im Minus beendet: Das vierte Quartal 2025 schloss mit minus 28 Prozent, das erste Quartal 2026 mit minus 29 Prozent und das zweite Quartal mit minus 25 Prozent.

Die Verlustserie drückte den Kurs im Juni auf ein 52-Wochen-Tief bei 1.512 Dollar, bevor eine Gegenbewegung einsetzte. Bei einer Marktkapitalisierung von 233 Milliarden Dollar müsste sich der Kurs laut Wallstreet Online mehr als verdoppeln, um das frühere Allzeithoch wieder zu erreichen.

Aktueller Ethereum-Kursrund 1.940 Dollar
Allzeithoch4.953 Dollar
Abstand zum Allzeithoch62 Prozent
52-Wochen-Tief1.512 Dollar
Marktkapitalisierung233 Milliarden Dollar

Die Ethereum Foundation verschob das Glamsterdam-Upgrade offiziell von Juni auf das dritte Quartal 2026. Das Update soll die Blockverarbeitung grundlegend verändern und das Gas-Limit von 60 Millionen auf 200 Millionen anheben.

Auch die Einschätzungen zum Kursziel gehen auseinander. Citi senkte am 1. Juli das 12-Monats-Kursziel von 3.175 auf 2.240 Dollar und setzte die erwarteten ETF-Zuflüsse auf null. Changelly prognostiziert laut Wallstreet Online einen Juli-Durchschnitt von 2.262 Dollar mit einer Obergrenze bei 2.763 Dollar, während Standard Chartered an einem Jahresendziel von 4.000 Dollar festhält.

Technisch betrachtet liegt der RSI bei 63 und signalisiert steigenden Kaufdruck, ohne die überkaufte Zone zu erreichen. Der 50-Tage-EMA bei 1.806 Dollar wurde als Unterstützung zurückerobert, während der 100-Tage-EMA bei 1.944 Dollar als nächster Widerstand gilt; der 200-Tage-EMA liegt bei 2.217 Dollar.

Bei den Spot-ETH-ETFs verzeichnete sich in der Woche bis zum 11. Juli erstmals seit acht Wochen wieder ein Nettozufluss. Dieser belief sich auf 84,42 Millionen Dollar und beendete damit die längste Negativserie seit dem Start der Produkte.

Zusammenfassung: Ethereum notiert bei rund 1.940 Dollar, bleibt 62 Prozent unter dem Allzeithoch von 4.953 Dollar und wartet auf technische sowie fundamentale Bestätigungen. Positive ETF-Zuflüsse stehen einer Upgrade-Verzögerung und drei Verlustquartalen gegenüber.

Arthur Hayes kauft erneut Ethereum

Quelle: Finanzen.net. Der BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes hat laut On-Chain-Tracking-Daten weitere 644,34 ETH für rund 1,25 Millionen US-Dollar erworben. Über einen Zeitraum von acht Tagen kaufte er insgesamt 3.270 ETH im Gesamtwert von rund 6,27 Millionen US-Dollar, zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 1.917 US-Dollar.

Der aktuelle Einstieg folgt auf eine deutliche Kehrtwende. Im Juni hatte Hayes 6.000 ETH verkauft und dabei laut dem Bericht einen Verlust von etwa 606.000 US-Dollar realisiert. Anfang Juli erwarb er anschließend rund 1.939 ETH in zwei offenbar außerbörslichen, OTC-ähnlichen Geschäften.

Neuer Kauf644,34 ETH
Wert des neuen Kaufsrund 1,25 Millionen US-Dollar
Käufe innerhalb von acht Tagen3.270 ETH
Gesamtwert dieser Käuferund 6,27 Millionen US-Dollar
Durchschnittlicher Kaufpreisetwa 1.917 US-Dollar
Verkauf im Juni6.000 ETH
Realisierter Verlustetwa 606.000 US-Dollar

Finanzen.net verweist zugleich auf die wechselhafte Handelsgeschichte von Hayes. Kritiker hätten laut dem Bericht darauf hingewiesen, dass er Token wie HYPE, ZEC und WLD wiederholt öffentlich gelobt habe, bevor er sich anschließend von seinen Positionen getrennt habe.

Tom Lee, Chairman von Bitmine Immersion Technologies, sieht derweil eine wachsende Akzeptanz durch die Wall Street als Treiber für Ethereum. Er verweist auf BlackRocks tokenisierten BUIDL-Fonds sowie auf den Einsatz von ETH als Gas-Token in der Blockchain von Robinhood.

„Anders als im Bärenmarkt 2022 baut die Wall Street heute auf Ethereum.“

Weitere Unterstützung für die institutionelle These liefern laut Finanzen.net die Staking- und ETF-Daten. Die Staking-Rate von Ethereum erreichte Ende Juni mit über 33 Prozent einen neuen Höchststand, während BlackRock seinen iShares Staked Ethereum ETF auflegte. Institutionelle Investoren und ETFs hielten im vergangenen Jahr mehr als 9 Prozent des gesamten Umlaufangebots von Ethereum.

Ob Hayes mit seinen Käufen eine langfristige Überzeugung oder erneut einen kurzfristigen Trade verfolgt, bleibt offen. Finanzen.net nennt deshalb die On-Chain-Aktivität rund um seine Wallets sowie weitere institutionelle Adressen wie Bitmine Immersion Technologies und BlackRock als Beobachtungspunkte.

Zusammenfassung: Arthur Hayes kaufte innerhalb von acht Tagen 3.270 ETH im Gesamtwert von rund 6,27 Millionen US-Dollar, nachdem er im Juni 6.000 ETH mit einem Verlust von etwa 606.000 US-Dollar verkauft hatte. Die Käufe treffen auf eine wachsende institutionelle Ethereum-Erzählung, bleiben wegen Hayes’ wechselhaftem Muster jedoch ambivalent.

CLARITY Act und ETF-Zuflüsse geben Ethereum zusätzlichen Rückenwind

Quelle: Wallstreet Online. Der Ethereum-Kurs stieg laut dem Bericht am 22. Juli auf rund 1.940 Dollar und legte innerhalb von 24 Stunden um mehr als zwei Prozent zu. Auslöser waren Berichte, wonach das Weiße Haus ein Ethik-Paket für den CLARITY Act akzeptiert und an republikanische Senatoren übermittelt habe.

Bitcoin kletterte parallel über 66.000 Dollar, während sich die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes spürbar erholte. Die erwartete klarere Marktstruktur für digitale Vermögenswerte könnte nach Einschätzung des Berichts die institutionelle Nachfrage stärken.

Die ETF-Daten lieferten ebenfalls Unterstützung. In der Woche bis zum 11. Juli flossen erstmals seit acht Wochen wieder 84,42 Millionen Dollar in Spot-ETH-ETFs.

Trotz des Kursanstiegs bleibt die langfristige Erholung anspruchsvoll. Ethereum liegt weiterhin 62 Prozent unter dem Allzeithoch von 4.953 Dollar, und die drei Verlustquartale zwischen Oktober 2025 und Juni 2026 führten zeitweise zu einem 52-Wochen-Tief bei 1.512 Dollar.

Der Fear and Greed Index verharrte bei 28 und damit im Bereich der Angst. Gleichzeitig wurde die Marke von 1.900 Dollar zurückerobert, während der 50-Tage-EMA bei 1.806 Dollar als Unterstützung und der 100-Tage-EMA bei 1.944 Dollar als Widerstand gelten.

Zusammenfassung: Der Ethereum-Kurs profitierte von Berichten zum CLARITY Act und positiven ETF-Zuflüssen. Mit einem Fear and Greed Index von 28, einem Widerstand bei 1.944 Dollar und einem Abstand von 62 Prozent zum Allzeithoch bleibt die Erholung jedoch unbestätigt.

Glamsterdam erreicht die finale Devnet-Phase

Quelle: FinanzNachrichten.de. Das Glamsterdam-Upgrade von Ethereum ist laut dem Bericht in die finale Devnet-Phase eingetreten. Die Entwickler haben EIP-7732 und EIP-7928 für die Aktivierung in der zweiten Jahreshälfte 2026 festgeschrieben; der Mainnet-Start wird im dritten Quartal 2026 erwartet.

EIP-7732 soll die Enshrined Proposer-Builder Separation einführen und Drittanbieter-Relays beseitigen, die laut dem Bericht über 88 Prozent der Blockkonstruktion kontrollieren. EIP-7928 führt Block-Level Access Lists ein, die eine parallele Verarbeitung von Transaktionen ermöglichen sollen.

Die Ethereum Foundation strebt ein Gas-Limit von 200 Millionen an. Damit soll die Layer-1-Kapazität verdreifacht werden.

Geplante EIPsEIP-7732 und EIP-7928
Ziel für das Gas-Limit200 Millionen
Anteil der Blockkonstruktion durch Drittanbieter-Relaysüber 88 Prozent
Erwarteter Mainnet-Startim dritten Quartal 2026

Auch die ETF-Zuflüsse fielen in diesem Bericht höher aus. In der Woche vom 13. bis 17. Juli verzeichneten Spot-ETFs für Ethereum Zuflüsse von 105 Millionen Dollar und beendeten damit acht aufeinanderfolgende Wochen mit Nettoabflüssen.

BlackRocks ETHA-Fonds führte mit 45,3 Millionen Dollar an einem einzigen Tag. Der historische Gesamtzufluss stieg laut FinanzNachrichten.de auf über 11,28 Milliarden Dollar.

Der Bericht nennt für Ethereum einen Kurs von 1.866 Dollar sowie einen Abstand von 62 Prozent zum Allzeithoch von 4.946 Dollar aus dem August 2025. CoinDCX setzt das Juliziel auf 1.960 Dollar, Changelly prognostiziert eine Spitze bei 2.379 Dollar für den Juli, und Standard Chartered hält an einem Jahresziel von 4.000 Dollar fest.

Darüber hinaus beherbergt Ethereum laut FinanzNachrichten.de rund 180 Milliarden Dollar in Stablecoins und zwei Drittel aller tokenisierten Realwelt-Vermögenswerte. Diese Angaben unterstreichen die Bedeutung des Netzwerks für Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte.

Zusammenfassung: Glamsterdam befindet sich in der finalen Devnet-Phase und soll im dritten Quartal 2026 im Mainnet starten. ETF-Zuflüsse von 105 Millionen Dollar, ein historischer Gesamtzufluss von über 11,28 Milliarden Dollar und ein angestrebtes Gas-Limit von 200 Millionen prägen die positive technische Perspektive.

Einschätzung der Redaktion

Ethereum befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt: Die institutionelle Nachfrage und die Fortschritte bei Glamsterdam liefern substanzielle Argumente für eine mittelfristige Neubewertung. Eine belastbare Trendwende ist daraus jedoch noch nicht abzuleiten. Dafür müssen die ETF-Zuflüsse nachhaltig bleiben, das Upgrade planmäßig umgesetzt werden und der Kurs die technischen Widerstände überwinden. Bis dahin bleibt die Erholung anfällig für Rückschläge; einzelne Großkäufe oder optimistische Kursziele sind kein verlässlicher Beleg für eine dauerhafte Aufwärtsbewegung.

Infobox: Die strukturellen Chancen verbessern sich, doch die Beweislage für einen neuen nachhaltigen Aufwärtstrend ist noch nicht ausreichend.

Quellen: