Ethereum (ETH)-Istanbul Live! Das ändert sich durch die Hard Fork:

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Am Wochenende wurde die Ethererum (ETH)-Hard Fork “Istanbul” durchgeführt und somit sechs Ethereum Improvement Proposals (EIPs) umgesetzt. Folgendes ändert sich nun durch das Update:

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es zu einem wichtigen Schritt für das Ethereum (ETH)-Netzwerk: Die Istanbul-Hard Fork wurde planmäßig bei Block Nummer 9.069.000 vollzogen, wodurch sechs Ethereum Improvement Proposals (EIPs) wirksam wurden.

Bei den “Verbesserungsvorschlägen” handelt es sich namentlich um EIP-152, EIP-1108, EIP-1344, EIP-1844, EIP-2028 und EIP-2200. Die Mehrzahl von diesen (die EIPs 1108, 1844, 2028, 2200) betreffen Senkungen der Gas-Kosten für verschiedene Vorgänge, was die Bandbreite der Blockchain erhöhen soll.

EIP-1344 dagegen hat den Zweck, Denial-of-service (DDoS)-Angriffe auf das Netzwerk schwieriger zu machen. EIP-152 schließlich hat zum Ziel, Ethereum mit dem Privacy-Coin zCash (ZEC) und anderen Kryptowährungen kompatibel zu machen, die ebenfalls auf einen Equihash-basierten Proof of Work (PoW)-Algorithmus setzen.

Ethereum (ETH)-Nodes installierten Software in letzter Sekunde

Es handelte sich bei Istanbul um eine unumstrittene Hard Fork, was bedeutet, dass alle Netzwerkteilnehmer die neuen Regeln anerkannten und sich Ethereum nicht in zwei konkurrierenden Chains aufspaltete. Das wohl bekannteste Beispiel für umstrittene Hard Fork ist dagegen die Abspaltung von Bitcoin Cash (BCH) vom Bitcoin (BTC)-Netzwerk im Juli 2017.

Aber auch wenn eine Hard Fork eigentlich unumstritten ist, kann es trotzdem passieren, dass sich die betreffende Blockchain versehentlich aufspaltet, wenn es nämlich zu viele Netzwerkteilnehmer versäumen, die neue Software aufzuspielen und weiterhin das alte System laufen lassen.

Auf dieses Problem hatte auch die Krypto-Trading-Plattform Quadency vergangene Woche aufmerksam gemacht. Laut ihren Berechnungen waren wenige Tage vor dem Hard Fork-Termin nämlich ganze 60 Prozent aller Ethereum-Nodes noch nicht bereit für das Update gewesen.

Der lange Weg zu Ethereum 2.0

Das langfristige Ziel der Entwickler besteht darin, “Ethereum 2.0”, auch bekannt als “Serenity” einzuläuten. Auf dieser nächsten Entwicklungsstufe soll sich Ethereum dann von seinem bisherigen Konsens-Algorithmus Proof of Work verabschieden, weil dieser als nicht skalierbar genug gilt.

Laut Roadmap besteht die erste Phase (bzw. „Phase 0“) von Ethereum 2.0 darin, eine an die ursprüngliche ETH-Blockchain gekoppelte sogenannte Beacon Chain („Beacon“ = „Signalfeuer“) einzuführen. Diese Kette verwendet den Proof of Stake-Konsens-Algorithmus (bei Ethereum auch Casper genannt) und dient wiederum als „Koordinierungsebene“ für die Skalierungstechnik Sharding, bei welcher viele synchronisierte Datenbanken (Shards) die Haupt-Chain entlasten. Sharding soll dann in Phase 1 und Phase 2 von Ethereum 2.0 eingeführt werden.

Glaubst Du, dass Ethereum auch in Zukunft seinen Platz als zweitgrößte Kryptowährung nach Bitcoin (BTC) verteidigen können wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Pedro Szekely, Flickr.comLizenz, editiert

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