„Meilenstein“ für Ethereum 2.0: Öffentliches Testnetzwerk gestartet

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Kürzlich wurde ein erstes öffentliches Testnetz für Ethereum 2.0 gestartet, bei welchem sich auch räumlich voneinander entfernte Nodes synchronisieren können. Ethereum 2.0 ist ein Bündel von Updates einschließlich Proof of Stake und Sharding, durch das Ethereum (ETH) besser skalieren soll.

Das Entwicklerteam Nimbus hat vergangenen Freitag einen Durchbruch auf dem Weg zu Ethereum 2.0, auch bekannt als Serenity, vermeldet. Der Begriff beschreibt ein Bündel von Updates, dank denen Ethereum (ETH) eine bessere Skalierbarkeit erreichen soll.

Laut Roadmap besteht die erste Phase (bzw. „Phase 0“) von Ethereum 2.0 darin, eine an die ursprüngliche ETH-Blockchain gekoppelte sogenannte Beacon Chain („Beacon“ = „Signalfeuer“) einzuführen. Diese Kette verwendet den Proof of Stake-Konsens-Algorithmus und dient wiederum als „Koordinierungsebene“ für die Skalierungstechnik Sharding, bei welcher viele synchronisierte Datenbanken (Shards) die Haupt-Chain entlasten.

 

© Consensys. Schaubild ursprünglich von Hsiao-Wei Wang.

Nimbus hat nun erklärt, ein vollwertiges öffentliches Testnetz für Ethereum 2.0 am Start zu haben. Die Entwickler betonten, dass es sich „nicht bloß um eine Simulation in einer einzelnen Maschine“ handele. Tatsächlich verfüge man über eine Beacon Chain, welche auch räumlich voneinander entfernte Nodes synchronisieren könne.

Es gäbe zwar noch Stabilitätsprobleme und Bugs, aber dessen ungeachtet sprach Nimbus von einem „ wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von Ethereum 2.0“. In ihrem Blogartikel erklärten die Entwickler weiterhin, wie man das – kreativ benannte – testnet0 selbst installieren kann.

Zwei Tage nach der Veröffentlichung erklärte Ethereum-Gründer Vitalik Buterin auf Twitter, dass er gerade das Testnetzwerk (auf seinem Computer) laufen lasse. Einen weiteren Kommentar, etwa ob es gut funktioniere, gab er jedoch nicht ab.

Konkurrenten wie TRON stehlen Ethereum die Show

Auch wenn Ethereum unter den Smart Contract- und dApp-Plattformen nach Marktkapitalisierung die unangefochtene Nummer eins ist, gelingt es doch den Konkurrenten wie EOS und TRON (TRX) immer wieder, die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

TRON-Gründer Justin Sun beispielsweise machte im Dezember mit dem Angebot Schlagzeilen, Ethereum-Entwickler nach dem angeblichen Scheitern ihrer Plattform bei seinem Netzwerk aufzunehmen. Tatsächlich machte die von Vitalik Buterin ersonnene Plattform durch die Pannen und Verzögerungen beim Constantinople-Update jüngst keine gute Figur.

Auch die Statistiken sehen für Ethereum nicht gut aus. Laut der Informations-Seite RatingDapp haben sowohl TRON als auch EOS deutlich mehr aktive dApp-Nutzer und auch ein sehr viel höheres dApp-Transaktionsvolumen als Ethereum.

Die zweitgrößte Kryptowährung darf sich also nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern muss versuchen, ihre Konkurrenten durch neue Technologie in die Schranken zu weisen.

Wird die Einführung von Ethereum 2.0 EOS und Co. aus dem Rennen werfen oder sind die Tage von Ethereum als führender dApp-Plattform gezählt? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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