Ethereum stärkt sich gegenüber Bitcoin trotz Streit um Staking-Reformen

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Ethereum zeigt gegenüber Bitcoin Stärke durch höhere ETF-Zuflüsse, während Glamsterdam Kapazität schaffen soll; EIP-8363 bleibt umstritten, und BNB Chain führt beim DEX-Volumen.

Ethereum gewinnt gegenüber Bitcoin an relativer Stärke, doch ETF-Zuflüsse, Staking-Renditen und das geplante Glamsterdam-Upgrade werfen zugleich neue Fragen auf. Während sich ein Streit über EIP-8363 zuspitzt, liefern BNB Chain, Cardano und die jüngsten Marktbewegungen zusätzliche Impulse für Anleger. Der Pressespiegel zeigt, welche Entwicklungen den Kryptomarkt derzeit besonders prägen.

Ethereum gewinnt gegenüber Bitcoin an relativer Stärke

Ethereum sendet laut BTC-ECHO mehrere positive Signale. Dazu zählen steigende Zuflüsse in US-Spot-ETFs, zunehmendes institutionelles Interesse und ein ETH/BTC-Verhältnis, das kurzfristig ein Drei-Monats-Hoch erreichte.

In den letzten drei Juliwochen lagen die Nettozuflüsse in Ethereum-Spot-ETFs jeweils über denen der Bitcoin-Produkte. In der Woche vom 13. bis 17. Juli flossen 105,5 Millionen US-Dollar in Ethereum-ETFs, in der folgenden Woche weitere 103,8 Millionen US-Dollar. Bitcoin kam im gleichen Zeitraum auf etwas über 75 Millionen beziehungsweise knapp 34 Millionen US-Dollar.

In der letzten Juliwoche verzeichneten die Bitcoin-Produkte einen Abfluss von 61,5 Millionen US-Dollar. Ethereum-ETFs nahmen dagegen weitere 10 Millionen US-Dollar auf und sammelten über drei Wochen hinweg mehr als viermal so viele Gelder ein wie Bitcoin.

Ethereum-ETFs, 13. bis 17. Juli105,5 Millionen US-Dollar
Ethereum-ETFs, folgende Woche103,8 Millionen US-Dollar
Ethereum-ETFs, letzte Juliwoche10 Millionen US-Dollar
Bitcoin-Produkte, 13. bis 17. JuliEtwas über 75 Millionen US-Dollar
Bitcoin-Produkte, folgende WocheKnapp 34 Millionen US-Dollar
Bitcoin-Produkte, letzte Juliwoche61,5 Millionen US-Dollar Abfluss

Auch das ETH/BTC-Verhältnis entwickelte sich zugunsten von Ether. Ende Juli überschritt es kurzzeitig 0,03 Bitcoin je Ether und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Monaten, fiel anschließend jedoch in die Region von 0,0294 zurück. Auf Monatssicht lag Ethereum gegenüber Bitcoin laut BTC-ECHO dennoch etwa zehn Prozent im Plus.

Eine langfristige Trendwende sei damit noch nicht bestätigt. Im November 2021 lag das ETH/BTC-Verhältnis bei ungefähr 0,08, während im April 2025 ein Tiefpunkt von ungefähr 0,018 Bitcoin je Ether erreicht worden war. Im September 2025 kam es zu einer Erholung in die Region von 0,043 BTC je ETH.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält Ethereum durch Staking-Produkte. BlackRock startete am 18. Februar mit ETHB einen Staking-ETF; die ausgewiesene Staking-Reward-Rate der vergangenen 30 Tage lag bei 1,7 Prozent. Das Nettovermögen des Fonds wuchs von 100 Millionen US-Dollar zum Handelsstart bis Ende Juli auf 582 Millionen US-Dollar.

Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist zudem das Glamsterdam-Upgrade vorgesehen. Es soll das Gaslimit der Ethereum-L1 von derzeit 60 Millionen Gas je Block auf künftig 200 Millionen erhöhen und zugleich mehr Blob-Daten für Rollups bereitstellen.

„Ein besseres Netzwerk macht ETH nicht automatisch wertvoller“

BTC-ECHO weist darauf hin, dass eine höhere Blockspace-Verfügbarkeit bei gleichbleibender Nachfrage zu sinkenden Transaktionsgebühren und einem geringeren Burn führen könnte. Für eine positive wirtschaftliche Wirkung des Upgrades seien daher eine höhere Nutzung und mehr Aktivität im Ethereum-Mainnet erforderlich.

Zusammenfassung: Ethereum übertraf Bitcoin bei den ETF-Zuflüssen der letzten drei Juliwochen, das ETH/BTC-Verhältnis stieg kurzfristig über 0,03 und Glamsterdam soll die Kapazität der Ethereum-L1 erhöhen. Eine nachhaltige Trendwende ist laut BTC-ECHO jedoch noch nicht belegt.

EIP-8363 löst Streit über Ethereum-Staking aus

Der neue Ethereum-Vorschlag EIP-8363 stößt auf deutlichen Widerstand. SharpLink-CEO Joseph Chalom lehnt den Entwurf ab und warnt laut BeInCrypto davor, dass sinkende Staking-Renditen die dezentrale Finanzwelt schwächen und den Renditevorsprung von Ether gegenüber Bitcoin beseitigen könnten.

EIP-8363 sieht vor, einen Teil der Validator-Belohnungen abhängig von deren Aufgaben zu verbrennen. Die Burn-Rate würde mit wachsendem Anteil gestakter ETH steigen und bei 60,25 Millionen gestakten ETH 100 Prozent erreichen. Dies entspricht laut BeInCrypto etwa der Hälfte des gesamten Umlaufangebots.

Die Einführung soll schrittweise über 18 Monate erfolgen. Zum 7. August 2026 war der Vorschlag weiterhin als Pull Request offen; die bisherigen Belohnungen und Strafen in der Konsensschicht sollten erhalten bleiben.

Chalom nennt vier zentrale Einwände. Er befürchtet, dass geringere Staking-Renditen DeFi schwächen, die Kosten für On-Chain-Kredite erhöhen und die Liquidität verringern könnten. Außerdem mache die native Rendite durch Staking ETH für institutionelle Investoren attraktiver und finanziere Validatoren, Infrastruktur, Entwickler sowie weitere Bereiche des Ethereum-Ökosystems.

„EIP-8363 lenkt diesen Mehrwert nicht um, sondern vernichtet ihn. Tatsächlich könnte das dazu führen, dass Institutionen ETH beim Unstaking verkaufen”

Nach Einschätzung von Chalom kommt der Vorschlag zudem zu einem ungünstigen Zeitpunkt, weil Ethereum aktuell institutionelle Dynamik über Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und große Finanzunternehmen gewinne. Eine Senkung der Renditen könne diese Entwicklung bremsen.

Analysten von Messari bewerten EIP-8363 als Antwort auf ein kaum vorhandenes Problem. Die Nettoemission von Ethereum liege bereits bei etwa 0,85 Prozent pro Jahr. Befürworter des Vorschlags argumentieren dagegen, das Verbrennen könne die Verwässerung begrenzen und eine Zentralisierung bei wenigen großen Institutionen verhindern.

BeInCrypto zufolge schätzt Messari die Wahrscheinlichkeit einer Annahme als gering ein. Der Vorschlag adressiere zwar die Sorge vor einer Staking-Zentralisierung, wirke aber vor allem auf die nominale Rendite und nicht auf die Rendite von der Nachfrageseite.

Zusammenfassung: EIP-8363 könnte die Validator-Belohnungen bei 60,25 Millionen gestakten ETH vollständig verbrennen. SharpLink-CEO Joseph Chalom lehnt den Vorschlag ab, während Messari die Annahmewahrscheinlichkeit als gering einstuft.

BNB Chain übertrifft Solana und Ethereum beim DEX-Volumen

BNB Chain wickelte zuletzt laut Wallstreet Online 19 Milliarden Dollar an wöchentlichem DEX-Volumen ab. Damit lag das Netzwerk vor Solana mit 10,6 Milliarden und Ethereum mit 5,8 Milliarden.

Der BNB-Kurs spiegelte diese Aktivität jedoch nicht wider. Am 7. August 2026 notierte BNB bei 593,56 Dollar und lag damit mehr als 56 Prozent unter dem Allzeithoch von 1.369,99 Dollar. Der Kurs scheiterte laut Wallstreet Online seit Monaten an der Zone um 600 Dollar.

Im Juli verbrannte die Stiftung 1,616 Millionen Binance Coin im Wert von rund 932 Millionen Dollar. Nach dem Burn sank die Menge auf 133,17 Millionen BNB. Bei den Stablecoin-Haltern erreichte das Netzwerk 79,3 Millionen Adressen und zog damit an Tron vorbei.

Wöchentliches DEX-Volumen der BNB Chain19 Milliarden Dollar
Wöchentliches DEX-Volumen von Solana10,6 Milliarden Dollar
Wöchentliches DEX-Volumen von Ethereum5,8 Milliarden Dollar
BNB-Kurs am 7. August 2026593,56 Dollar
Allzeithoch1.369,99 Dollar
Token-Burn im Juli1,616 Millionen Binance Coin
Wert des Token-BurnsRund 932 Millionen Dollar
Stablecoin-Adressen79,3 Millionen

Nach den Upgrades Lorentz, Maxwell und Fermi lagen die Blockzeiten bei rund 450 Millisekunden. Im ersten Halbjahr wurden 5.200 Transaktionen pro Sekunde erreicht. Als nächster Schritt ist für den 25. August der Pasteur Hard Fork angekündigt.

Technisch bewegte sich der Kurs knapp über dem 20-Tage-EMA bei 578 Dollar. Der Supertrend bei 601 Dollar und der 100-Tage-EMA bei 602 Dollar begrenzten laut Wallstreet Online weitere Bewegungen. Der Wochen-RSI lag bei 42,65.

Changelly erwartete für BNB im August eine Spanne zwischen 576 und 639 Dollar. Ein Ausbruch über 603 Dollar würde laut der Quelle einem Anstieg von zehn bis zwanzig Prozent entsprechen, nicht jedoch einer Vervielfachung wie in früheren Zyklen.

Der Artikel stellte BNB außerdem dem Presale-Projekt Pepeto gegenüber. Laut Wallstreet Online waren mehr als 10,38 Millionen Dollar in den Verkauf geflossen, der Stückpreis lag bei 0,000000188 Dollar. Die Gesamtmenge wurde mit 420 Billionen Token angegeben; der Smart Contract sei von SolidProof geprüft worden.

Zusammenfassung: BNB Chain führte beim wöchentlichen DEX-Volumen, während BNB bei 593,56 Dollar deutlich unter seinem Allzeithoch blieb. Die Zone um 600 Dollar gilt laut Wallstreet Online als zentrale Hürde; am 25. August soll der Pasteur Hard Fork folgen.

Glamsterdam steht im Mittelpunkt der Ethereum-Berichterstattung

Wallstreet Online berichtete über einen Ethereum-Kurs von rund 1.911 Dollar und ein bevorstehendes Glamsterdam-Upgrade. Nach Einschätzung vieler Entwickler handelt es sich um das größte Update des Basisprotokolls seit dem Merge.

Das Gaslimit soll von 60 auf 200 Millionen pro Block steigen. Die Gebühren sollen laut Wallstreet Online um rund 78 Prozent fallen. Gleichzeitig flossen an einem einzigen Tag 60,8 Millionen Dollar in ETH-Spot-ETFs, davon 50,3 Millionen von BlackRock-Kunden.

Der Kurs blieb dennoch unter der Marke von 1.926 Dollar. Nach Angaben von CoinGabbar notierte Ethereum bei 1.903,11 Dollar, während der Anteil am Gesamtmarkt 10,1 Prozent betrug. Bitcoin kam auf 56,7 Prozent.

Ethereum-Kurs laut Wallstreet OnlineRund 1.911 Dollar
Ethereum-Kurs laut CoinGabbar1.903,11 Dollar
Ethereum-Marktanteil10,1 Prozent
Bitcoin-Marktanteil56,7 Prozent
ETF-Zuflüsse an einem Tag60,8 Millionen Dollar
Davon BlackRock-Kunden50,3 Millionen Dollar
Gaslimit bisher60 Millionen pro Block
Gaslimit künftig200 Millionen pro Block
Geplante GebührensenkungRund 78 Prozent

Zu den technischen Bestandteilen zählen EIP-7732 und EIP-7928. EIP-7732 soll den Bau der Blöcke in das Protokoll verlagern, während EIP-7928 die parallele Verarbeitung von Transaktionen ermöglichen soll. Für Halter ändere sich nichts; Validatoren müssten ihre Software rechtzeitig aktualisieren. Der Termin war laut Quelle noch nicht endgültig bestätigt.

Charttechnisch galt der 100-Tage-Durchschnitt bei 1.926 Dollar als Hürde. Darüber lag die Marke von 2.000 Dollar. Unterstützung bot der 50-Tage-Durchschnitt bei rund 1.849 Dollar; darunter wurde die Zone um 1.800 Dollar genannt. Bei einem Marktwert von 229 Milliarden Dollar würde ein Anstieg auf 2.000 Dollar laut Wallstreet Online rund fünf Prozent bedeuten.

Auch dieser Bericht stellte Pepeto als Presale-Projekt vor. Genannt wurden ein Einstiegskurs von 0,000000188 Dollar, mehr als 10,38 Millionen Dollar an gesicherten Mitteln, ein Audit durch SolidProof, eine Cross-Chain-Bridge, ein Risiko-Scanner und ein erwartetes Binance-Listing.

Zusammenfassung: Glamsterdam soll das Gaslimit von 60 auf 200 Millionen pro Block erhöhen und die Gebühren um rund 78 Prozent senken. Trotz ETF-Zuflüssen von 60,8 Millionen Dollar an einem Tag blieb Ethereum laut Wallstreet Online unter 1.926 Dollar.

Cardano führt das Wochenranking des Kryptomarkts an

finanzen.net wertete die Kursentwicklung ausgewählter Kryptowährungen in Kalenderwoche 32 aus. Grundlage waren die Kurswerte zum US-Dollar zwischen dem 02.08.2026 und dem 07.08.2026; Stand des Rankings war der 07.08.2026.

Cardano belegte mit einem Plus von 5,29 Prozent den ersten Platz. Litecoin folgte mit 2,92 Prozent, Wrapped Bitcoin mit 2,35 Prozent und Bitcoin mit 2,28 Prozent.

PlatzKryptowährungPerformance
1Cardano5,29 Prozent
2Litecoin2,92 Prozent
3Wrapped Bitcoin2,35 Prozent
4Bitcoin2,28 Prozent
5Ethereum1,80 Prozent
6Bitcoin Cash1,63 Prozent
7Monero1,48 Prozent
8Polkadot1,29 Prozent
9Binance Coin0,72 Prozent
10Tezos0,62 Prozent
11Neo0,58 Prozent
12Solana0,52 Prozent
13Tron0,29 Prozent

Ethereum und Lido stETH lagen jeweils 1,80 Prozent im Plus. Binance Coin stieg um 0,72 Prozent, Solana um 0,52 Prozent und Tron um 0,29 Prozent. Bei den stabileren Kryptowährungen verzeichnete Tether ein Plus von 0,03 Prozent, Dai und USD Coin jeweils 0,02 Prozent.

Am unteren Ende des Rankings stand Stellar mit einem Minus von 7,82 Prozent. Toncoin verlor 6,61 Prozent, SHIBA INU 6,07 Prozent und Ripple 5,28 Prozent. Uniswap gab 4,04 Prozent nach, Worldcoin 3,11 Prozent.

PlatzKryptowährungPerformance
18Wrapped TRON-0,06 Prozent
19VeChain-0,98 Prozent
20Dogecoin-1,13 Prozent
21Chainlink-1,16 Prozent
22Avalanche-1,69 Prozent
23Ethereum Classic-1,90 Prozent
24Worldcoin-3,11 Prozent
25Uniswap-4,04 Prozent
26Ripple-5,28 Prozent
27SHIBA INU-6,07 Prozent
28Toncoin-6,61 Prozent
29Stellar-7,82 Prozent

Zusammenfassung: Cardano war mit 5,29 Prozent der stärkste Wert in der von finanzen.net betrachteten Kalenderwoche 32. Stellar bildete mit einem Minus von 7,82 Prozent das Schlusslicht, während Ethereum 1,80 Prozent zulegte.

Ethereum-Spot-ETFs überschreiten 11 Milliarden Dollar kumulierte Zuflüsse

Börse Express berichtete am 09.08.26 über eine anhaltend starke Nachfrage nach US-Spot-Ethereum-ETFs. Am Freitag verzeichneten die Produkte Nettozuflüsse von 49,6 Millionen USD und damit den vierten Handelstag in Folge positive Kapitalströme.

Der ETHA-Fonds von BlackRock nahm 38,15 Millionen USD auf, Fidelity FETH verzeichnete Zuflüsse von 11,45 Millionen USD. Bereits am Donnerstag hatten die Produkte ein Plus von 92,15 Millionen USD erreicht.

ETF-Nettozuflüsse am Freitag49,6 Millionen USD
BlackRock ETHA38,15 Millionen USD
Fidelity FETH11,45 Millionen USD
ETF-Zuflüsse am Donnerstag92,15 Millionen USD
Kumulierte Nettozuflüsse der neuen Spot-ProdukteMehr als 11 Milliarden USD

ETFs und Unternehmenstreasures hielten laut Börse Express inzwischen fast 11 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots. Während Grayscale bei seinem ETHE-Produkt weiterhin Abflüsse verzeichnete, strebte Grayscale für seinen Staking-Mini-ETF künftig monatliche Barausschüttungen der Erträge an.

Parallel sorgte EIP-8363 für Widerstand. Der am 4. August eingereichte Vorschlag sieht vor, die Validator-Belohnungen drastisch zu kürzen, sobald 50 Prozent des Gesamtangebots gestakt sind. Bei etwa 60,25 Millionen ETH würden die Emissions-Belohnungen faktisch auf null sinken.

Aktuell waren rund 41,5 Millionen ETH gestakt, was etwa 34 Prozent des Angebots entsprach. In einer nicht bindenden Umfrage auf dem EVA Hub sprachen sich rund 99,7 Prozent der teilnehmenden Validatoren gegen den Vorschlag aus.

„99,7 Prozent der teilnehmenden Validatoren“ stimmten gegen den Vorschlag.

Der Ethereum-Kurs notierte laut Börse Express bei 1.917,72 USD und lag damit 0,84 Prozent im Plus. Die Kryptowährung hielt sich oberhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts.

Zusammenfassung: Die kumulierten Nettozuflüsse in neue Ethereum-Spot-Produkte überschritten 11 Milliarden USD. Gleichzeitig standen rund 41,5 Millionen ETH im Staking, während sich rund 99,7 Prozent der teilnehmenden Validatoren in einer nicht bindenden Umfrage gegen EIP-8363 aussprachen.

Einschätzung der Redaktion

Ethereum gewinnt derzeit sichtbar an institutioneller Aufmerksamkeit und relativer Marktstärke. Entscheidend ist jedoch, ob daraus dauerhaft mehr Netzwerknutzung und Wertschöpfung entstehen. Glamsterdam könnte die technische Grundlage dafür schaffen, zugleich aber Gebühren und den Burn reduzieren. Der zentrale Erfolgsfaktor bleibt daher die Nachfrage nach Ethereum-Blockspace.

Der Streit um EIP-8363 zeigt zudem einen grundlegenden Zielkonflikt: Eine geringere Staking-Rendite könnte die Dezentralisierung fördern, aber zugleich die Attraktivität von ETH für institutionelle Anleger und die Finanzierung des Ökosystems schwächen. Angesichts des deutlichen Widerstands ist eine kurzfristige Umsetzung wenig wahrscheinlich.

Die starke Aktivität auf der BNB Chain unterstreicht, dass Ethereum trotz seiner führenden Rolle zunehmend unter Wettbewerbsdruck steht. Hohes DEX-Volumen allein reicht jedoch nicht aus, um nachhaltige Kursstärke zu erzeugen. Für Ethereum bleibt deshalb die Verbindung aus Skalierung, Nutzung und wirtschaftlicher Nachfrage entscheidend.

Infobox: Ethereum steht vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Institutionelles Kapital und technische Verbesserungen sind positive Signale, aber erst steigende Nutzung und ein tragfähiges ökonomisches Modell würden daraus eine belastbare langfristige Trendwende machen.

Quellen: