Ethereum unter Druck: ETF-Abflüsse treffen auf Upgrades und optimistische Kursziele

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Ethereum steht trotz ETF-Abflüssen, Liquidationen und hoher Short-Positionen vor technischen Fortschritten durch Glamsterdam, während Institutionen zukaufen und Prognosen bis 2027 stark auseinandergehen.

Ethereum steht zwischen wachsendem Verkaufsdruck und wichtigen Weichenstellungen: Während ETF-Abflüsse, Liquidationen und Short-Positionen den Kurs belasten, schreitet das Glamsterdam-Upgrade voran und institutionelle Akteure bauen ihre Bestände aus. Welche Szenarien bis 2027 realistisch sind und warum die Prognosen weit auseinanderliegen, zeigt der Pressespiegel.

Ethereum zwischen Abflüssen, Upgrades und unterschiedlichen Kursprognosen

Chinesische KI-Modelle nennen Szenarien bis Januar 2027

BTC-ECHO hat Kimi, DeepSeek und weitere chinesische KI-Modelle nach ihren Einschätzungen zur Ethereum-Kursentwicklung bis Januar 2027 gefragt. Der Bericht stellt drei Szenarien vor, die von einem Worst-Case bis zu einem Best-Case reichen.

Als Hintergrund verweist BTC-ECHO auf die zunehmende Konkurrenz chinesischer Modelle zu US-amerikanischen Chatbots. Ethereum dient dabei als Fallstudie, nachdem die zweitgrößte Kryptowährung noch vor wenigen Monaten unter 1.500 US-Dollar zu fallen drohte und anschließend eine kräftige Kurserholung verzeichnete.

Infobox: BTC-ECHO berichtet über drei KI-Szenarien zur Ethereum-Entwicklung bis Januar 2027. Konkrete Kurswerte dieser Szenarien sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten.

Wall Street zieht Kapital aus Ethereum-ETFs ab

Nach Angaben von Yahoo Finanzen Deutschland wurden am 9. Oktober 56,1 Millionen USD aus US-Spot-Ethereum-ETFs abgezogen. Es handelte sich um den neunten ununterbrochenen Nettoabfluss, der vollständig auf den Fonds von BlackRock entfiel.

Seit dem 29. September verloren die Fonds rund 697 Millionen USD. Damit wurde fast der gesamte Zufluss von 850,8 Millionen USD aus den sieben Sessions davor wieder ausgeglichen. Das Gesamtvermögen aller Fonds lag laut SoSoValue bei 15,71 Milliarden USD, nachdem es Ende September noch fast 17,9 Milliarden USD betragen hatte.

Der ETH-Kurs wurde laut den im Bericht genannten Preisdaten mit 2.496 USD angegeben und lag damit innerhalb von 24 Stunden nahezu unverändert. Am 2. Oktober hatte ETH bei 2.715,50 USD notiert.

Auch bei Binance zeigte sich der Rückzug aus Ethereum: Kunden reduzierten im September ihren Bestand um 183.602 ETH und erhöhten gleichzeitig ihre Bitcoin-Bestände. Der Bericht beschreibt zudem eine starke Positionierung von Derivate-Tradern auf fallende Kurse.

KennzahlWert
ETF-Abfluss am 9. Oktober56,1 Millionen USD
Nettoabflüsse seit dem 29. Septemberrund 697 Millionen USD
Zuflüsse in den sieben Sessions davor850,8 Millionen USD
Gesamtvermögen der Fonds15,71 Milliarden USD
ETH-Kurs im Bericht2.496 USD
ETH-Kurs am 2. Oktober2.715,50 USD
Short-Positionen5 Milliarden USD
Long-Positionen1,53 Milliarden USD

Infobox: Der Bericht beschreibt eine neuntägige Abflussserie bei Ethereum-ETFs, sinkendes Fondsvermögen und ein Übergewicht von Short- gegenüber Long-Positionen.

Citi hebt Ethereum-Kursziel auf $3.028 an

Wallstreet Online berichtet, dass Citigroup ihr Ethereum-Kursziel trotz erheblicher ETF-Abflüsse auf $3.028 angehoben hat. Im Oktober seien $1 Milliarde aus Krypto-ETFs abgeflossen, während ETH am 7. Oktober 6,7 Prozent an einem Tag verlor.

In Long-Positionen wurden $175 Millionen liquidiert. Bis zum 10. Oktober erholte sich der Kurs laut Bericht nur auf $2.490. Auf Bitfinex standen mehr als 101.000 Short-Positionen gegen ETH.

Die Ethereum-ETFs verzeichneten seit dem 29. September neun aufeinanderfolgende Tage mit Nettoabflüssen und verloren laut CryptoTicker rund $700 Millionen. BlackRocks ETHA war mit $477 Millionen für 88 Prozent der wöchentlichen Abflüsse verantwortlich. Morgan Stanleys MSSE blieb mit $1,3 Millionen der einzige ETH-Fonds im Plus.

Gleichzeitig stieg das DeFi-Volumen auf Ethereum laut Finanznachrichten.de auf $54 Milliarden. Das entspricht einem Plus von 38 Prozent seit Juni. Citigroup hob ihr 12-Monats-Kursziel von $2.240 auf $3.028 an; ausgehend vom damaligen aktuellen Kurs entspreche dies rund 12 Prozent.

Der Bericht nennt $2.800 als entscheidenden Widerstand. Bei einer Marktkapitalisierung von $304 Milliarden seien für weitere deutliche Kursbewegungen erhebliche neue Zuflüsse erforderlich.

KennzahlWert
Citigroup-Kursziel$3.028
Bisheriges 12-Monats-Kursziel$2.240
ETF-Abflüsse im Oktober$1 Milliarde
Verlust am 7. Oktober6,7 Prozent
Liquidierte Long-Positionen$175 Millionen
Short-Positionen auf Bitfinexüber 101.000
DeFi-Volumen$54 Milliarden
Marktkapitalisierung$304 Milliarden

Infobox: Citi bleibt mit einem Kursziel von $3.028 optimistisch, während ETF-Abflüsse, Short-Positionen und der Widerstand bei $2.800 den Markt belasten.

Glamsterdam-Upgrade erreicht Sepolia-Testnet

FinanzNachrichten.de berichtet, dass Ethereum am 6. Oktober das Glamsterdam-Upgrade auf dem Sepolia-Testnet aktiviert hat. Damit sei die letzte Testphase vor dem geplanten Mainnet-Start im vierten Quartal 2026 eingeleitet worden.

EIP-7928 soll eine parallele Verarbeitung von Transaktionen ermöglichen. Das Gaslimit wurde auf dem Testnet von 60 auf 200 Millionen erhöht. Entwickler bezeichneten Glamsterdam als einen der größten Forks in der Geschichte von Ethereum; ein konkretes Mainnet-Datum steht laut Bericht noch nicht fest.

Der ETH-Kurs wurde mit 2.490 Dollar und die Marktkapitalisierung mit 303 Milliarden Dollar angegeben. Innerhalb einer Woche verlor Ethereum sieben Prozent. Das Open Interest bei Ethereum-Perpetuals lag bei 12,83 Millionen ETH, während Changelly für Oktober eine Spanne von 2.336 bis 2.641 Dollar mit einem Durchschnitt von 2.489 Dollar prognostizierte.

BitMine hielt laut dem Bericht über sechs Millionen ETH und näherte sich dem selbst gesetzten Kauflimit von fünf Prozent des Angebots. ETF-Abflüsse beliefen sich am 6. Oktober auf 200 Millionen Dollar und am 7. Oktober auf weitere 160 Millionen Dollar. Thailand genehmigte ETH-ETF-Regeln, die ab dem 16. Oktober gelten sollen.

KennzahlWert
Aktivierung des Glamsterdam-Upgrades6. Oktober
Geplanter Mainnet-Startviertes Quartal 2026
Gaslimit auf dem Testnetvon 60 auf 200 Millionen
ETH-Kurs2.490 Dollar
Marktkapitalisierung303 Milliarden Dollar
Wochenverlustsieben Prozent
Open Interest bei Perpetuals12,83 Millionen ETH
Oktober-Prognose von Changelly2.336 bis 2.641 Dollar
Durchschnittsprognose2.489 Dollar
ETF-Abfluss am 6. Oktober200 Millionen Dollar
ETF-Abfluss am 7. Oktober160 Millionen Dollar

Infobox: Auf Protokollebene schreitet Glamsterdam voran. Gleichzeitig stehen Kursverluste, ETF-Abflüsse und eine hohe Short-Positionierung dem technischen Fortschritt gegenüber.

Bruch der 2.500-Dollar-Marke löst Liquidationen aus

Eine weitere Analyse von Wallstreet Online beschreibt den Rückgang von ETH unter 2.500 Dollar. Der Kurs lag bei rund 2.491 Dollar und hatte seit dem vorherigen Freitag gut 9 Prozent verloren.

Binnen 24 Stunden wurden Ether-Positionen im Wert von rund 356 Millionen Dollar zwangsweise liquidiert. Damit überstiegen die Liquidationen bei Ethereum die bei Bitcoin genannten 298 Millionen Dollar. Gemessen am Marktwert traf es Ether-Händler laut Bericht etwa sechsmal so hart.

Als zusätzlicher Belastungsfaktor wurde eine Warnung des Ethereum-Forschers Justin Drake vor möglichen Angriffen künstlicher Intelligenz auf Wallets genannt. Drake rief Anleger dazu auf, sich mit einem sogenannten Bunker-Modus zu schützen.

Nach Daten von Coinbase kostete ETH 2.491 Dollar, was einem Minus von 1,4 Prozent innerhalb von 24 Stunden und 9,2 Prozent auf Wochensicht entsprach. Auch die US-Spot-ETFs auf Ether verzeichneten erneut Abflüsse.

KennzahlWert
ETH-Kurs2.491 Dollar
Wochenverlustgut 9 Prozent
Liquidierte Ether-Positionenrund 356 Millionen Dollar
Liquidierte Bitcoin-Positionen298 Millionen Dollar
Veränderung innerhalb von 24 Stundenminus 1,4 Prozent
Veränderung auf Wochensichtminus 9,2 Prozent
Marktwertrund 305 Milliarden Dollar

Infobox: Der Bruch der 2.500-Dollar-Marke ging mit hohen Liquidationen, erneuten ETF-Abflüssen und Warnungen zur Wallet-Sicherheit einher.

BitMine hält 6.001.302 ETH und nähert sich der Fünf-Prozent-Marke

Wallstreet Online berichtet in einer weiteren Ethereum-Prognose über die Käufe von BitMine Immersion Technologies. Das Unternehmen hielt Ende September 6.001.302 ETH und damit 4,9 Prozent des gesamten Angebots.

Vorstandschef Tom Lee strebt laut Bericht einen Anteil von fünf Prozent an und kauft dafür weiter Ether. Der ETH-Kurs stieg in drei Monaten um 55 Prozent, während Bitcoin im gleichen Zeitraum rund 35 Prozent zulegte.

Auch die US-Spot-ETFs wurden als Stütze genannt. Nach Daten von SoSoValue flossen 2026 rund 1,5 Milliarden Dollar in US-Spot-ETFs auf Ethereum, während Bitcoin-Fonds 985 Millionen Dollar verzeichneten.

Der Ethereum-Kurs lag laut CoinDesk bei rund 2.703 Dollar, die Marktkapitalisierung bei etwa 330 Milliarden Dollar. Vom Rekordhoch bei 4.946 Dollar war ETH damit laut Bericht noch rund 46 Prozent entfernt.

KennzahlWert
BitMine-Bestand6.001.302 ETH
Anteil am gesamten Angebot4,9 Prozent
Ziel von BitMine5 Prozent
ETH-Entwicklung in drei Monaten55 Prozent
Bitcoin-Entwicklung in drei Monatenrund 35 Prozent
Zuflüsse in Ethereum-Spot-ETFs 2026rund 1,5 Milliarden Dollar
Zuflüsse in Bitcoin-Fonds 2026985 Millionen Dollar
ETH-Kursrund 2.703 Dollar
Marktkapitalisierungetwa 330 Milliarden Dollar
Rekordhoch4.946 Dollar
Abstand zum Rekordhochrund 46 Prozent

Infobox: BitMine hält 4,9 Prozent des Ethereum-Angebots und will fünf Prozent erreichen. Zugleich übertrafen die ETF-Zuflüsse in Ethereum 2026 laut Bericht die Zuflüsse in Bitcoin-Fonds.

Einschätzung der Redaktion

Ethereum befindet sich in einer entscheidenden Übergangsphase: Die technologische Entwicklung stärkt die langfristige Perspektive, wird kurzfristig jedoch von Kapitalabflüssen, hoher spekulativer Positionierung und empfindlicher Liquidationsdynamik überlagert. Damit bleibt der Markt anfällig für weitere Rückschläge, solange neue Nachfrage ausbleibt.

Die unterschiedlichen Kursziele verdeutlichen vor allem die hohe Unsicherheit und sollten nicht als belastbare Gewissheit verstanden werden. Entscheidend wird sein, ob das Glamsterdam-Upgrade stabil umgesetzt wird und ob daraus tatsächlich mehr Nutzung, Liquidität und nachhaltige Kapitalzuflüsse entstehen. Einzelne Großkäufe können das Sentiment stützen, ersetzen aber keine breite Nachfrage.

Zusammenfassung: Kurzfristig überwiegen die Risiken; langfristig bleibt Ethereum wegen seiner technischen Weiterentwicklung interessant. Eine nachhaltige Trendwende setzt jedoch nachweisbare Nutzung und neue Kapitalzuflüsse voraus.

Quellen: