EU-Behörde plant 1,1 Millionen Euro zur Überwachung von Krypto & Co. ein

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Die EU plant 1,1 Millionen Euro zur Überwachung von Blockchain-Projekten ein. | © Coin Kurier

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat ihr jährliches Arbeitsprogramm für 2019 veröffentlicht. Darin werden gut 1,1 Millionen Euro für die Überwachung von finanziellen Innovationen wie Kryptowährungen eingeplant. Im März hatte die ESMA strengere Regeln für Krypto-CFDs aufgestellt.

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat in ihrem Arbeitsprogramm für 2019 erstmals „Kryptowertanlagen“ (crypto-assets) als Ziel ihrer Überwachung benannt. Das entsprechende Dokument wurde am Mittwoch veröffentlicht.

Millionenbetrag zur Fintech- und Krypto-Überwachung

Das Digitalgeld fällt unter den Kostenpunkt  4.2.3 „Finanzielle Innovation und Produkt-Risikoanalyse“. Diesen Abschnitt hatte es bereits in den Arbeitsprogrammen der vergangenen Jahre gegeben, allerdings waren Kryptowertanlagen der Behörde bislang keine ausdrückliche Erwähnung wert gewesen.

Die entsprechende Abteilung werde aktuelle Investorentrends beobachten und dabei insbesondere innovative Felder wie Fintech und Krypto unter die Lupe nehmen. Durch die Beobachtungen soll sichergestellt werden, dass die Aufsichtsbehörden der einzelnen EU-Staaten ihre Regulierungsmaßnahmen koordinieren.

Für ihre Überwachung hat die Behörde ein Budget von 1.107.360 Euro eingeplant. Sechs Vollzeitarbeitskräfte sollen sich der Aufgabe annehmen. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben der ESMA für das kommende Jahr auf 76 Millionen Euro.

Maßnahmen gegen CFDs  

Im März hatte die ESMA Einschränkungen für Differenzkontrakte (CFDs) beschlossen. Mit diesen Derivaten kann man auf die zukünftige Entwicklung von Wertanlagen wetten. Ähnlich wie bei Futures sind Hebel möglich, dank denen sich die möglichen Gewinne vervielfältigen lassen.

Für CFDs auf Grundlage von Kryptowährungen hat die ESMA die strengsten Regeln erlassen. Aktuell sind nur noch Hebel von maximal 1:2 erlaubt. Das bedeutet: Wer einen CFD über einen Bitcoin abschließen will, muss mindestens einen halben Bitcoin als Sicherheit hinterlegen.

Die Regulation trat am 1. August in Kraft und war auf drei Monate beschränkt. Vergangene Woche gab die ESMA allerdings eine Verlängerung von weiteren drei Monaten, also bis zum 1. Februar 2019, bekannt. Vor dem 1. August waren Hebel von maximal 1:5 erlaubt gewesen.

Drohen nun weitere Regulierungen, wenn die ESMA Kryptowährungen gezielt überwacht? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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