EU kündigt Blockchain-Verband an, Großbanken beteiligt

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Die EU weitet sein Blockchain-Programm aus. | © Depositphotos

Kürzlich fand in Brüssel ein Treffen zwischen der EU-Kommission und Wirtschaftsvertretern zum Thema Blockchain statt. Dabei wurde die Gründung des Internationalen Verbandes für vertrauenswürdige Blockchain-Anwendungen (IATBA) angekündigt. Fünf Banken wurden zu dieser Partnerschaft eingeladen. Darunter Banco Santander und BBVA.

Die EU-Kommission richtete am Dienstag eine Konferenz aus. Das Thema war „Industrien zusammenbringen, damit Europa bei Blockchain-Technologien führt“. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde eine neue Organisation angekündigt: Internationaler Verband für vertrauenswürdige Blockchain-Anwendungen (IATBA). Das berichtete die Webseite der EU-Kommission am Mittwoch.

Gastgeber der Konferenz waren Mariya Gabriel, und Robert Viola. Das sind die Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sowie der Generaldirektor für Kommunikationsnetzwerke, Inhalte und Technologie. Letzterer erklärte, der neue Verband könne zum “natürlichen Ansprechpartner für alle Regulatoren auf Stufe der EU werden”. Von Bitcoin und Co. scheint er allerdings wenig zu halten. Seiner Meinung nach sollte die Blockchain mit “Transparenz, Rückverfolgbarkeit und einer sicheren Umgebung” assoziiert werden, nicht mit “obskuren Kryptowährungen”.

Banco Santander und BBVA sind dabei

Wie die spanische Wirtschaftszeitung Expansión berichtete, werden Banco Santander und BBVA, die beiden größten Banken des Landes, dem IATBA beitreten. Die BBVA führte auf ihrer Webseite aus, dass noch drei weitere Banken von der EU-Kommission eingeladen worden seien.

Carlos Kuchkovsky, BBVAs Chefentwickler für das neue Digitalgeschäft, hofft, dass die neue Organisation Standards setzen und regulatorische Unklarheit verringern werde. Es sei „essenziell, ein Führungssystem zu etablieren, dass die unterschiedlichen teilnehmenden Industrien und ihre Ziele auf eine Linie bringt”. BBVA rechnet damit, dass der IATBA im ersten Quartal 2019 offiziell gegründet werde.

Weitere Blockchain-Projekte der EU

Bereits im April war die Europäische Blockchain-Partnerschaft (EBP) gegründet worden. Dieser setzt sich aktuell aus 26 EU-Staaten, sowie Norwegen zusammen. Deutschland gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Ziel der Organisation sei es, eine sichere Infrastruktur für digitale öffentliche Dienstleistungen über die Blockchain aufzubauen.

Bis kommenden April kann man sich zudem noch für einen Wettbewerb des Europäischen Innovationsrates (EIC) bewerben. Fünf Projekte können dabei jeweils einen Horizon Prize in der Kategorie „Blockchains für soziales Wohl“ gewinnen, der mit einer Million Euro dotiert ist.

Hättest Du eine gute Blockchain-Idee, mit der man den EU-Preis gewinnen könnte? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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