EU-Wahlprogramm: Die Linke will Bitcoin (BTC) “verbieten”, wegen Klimaschutz

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Symbolbild

Im EU-Wahlprogramm der Linken steht geschrieben, dass Bitcoin (BTC) verboten gehört. Das dürfte die Wahlentscheidung für Krypto-Enthusiasten erleichtern.

Kommenden Sonntag werden die Deutschen an die Wahlurnen gebeten, um ein neues EU-Parlament zu wählen. Auch wenn beim Wahl-O-Mat dieses Jahr noch nicht die Bitcoin-Frage gestellt wurde, geben die Wahlprogramme doch etwas Aufschluss über die kryptofreundliche bzw. -feindliche Gesinnung der Parteien.

Während die AfD und FDP im Programm einen großen Wert auf Deregulierung legen, positioniert sich die Linke erstaunlich direkt aber auch nicht minder naiv gegen Bitcoin (BTC). So heißt es im Wahlprogramm wörtlich:

“Kryptowährungen wie Bitcoin, die bei ihrer “Schürfung” große Mengen Strom verbrauchen, wollen wir verbieten.”

Bitcoin (BTC) ist eine dezentrale Internet-Währung, die natürlich nicht einfach “verboten” werden kann, wie es die Linke fordert. Auf wessen Mist dieses frappierend naive und totalitäre Versatzstück gewachsen ist, lässt sich schwer sagen. Im November 2018 hatte der Coin Kurier ein Interview mit dem Linken-MdB De Masi (der über Twitter mitteilte, nicht für diese Passage verantwortlich zu sein) geführt, indem der Abgeordnete eine vorsichtigere Formulierung artikulierte:

“Ein Verbot von Kryptowährungen in Deutschland ist nicht notwendig. Kryptowährungen sollten aber der Finanz- und Geldwäscheaufsicht unterworfen werden und Beschränkungen hinsichtlich der Höhe von Transaktionen unterliegen.”

Spielt die Kryptofreundlichkeit der Parteien für Dich eine Rolle bei der Wahl am Sonntag? Teile es uns in der Kommentarspalte mit!

3 Kommentare

  1. Finde ich einen vernünftigen Vorschlag.
    Immerhin wird tatsächlich viel zu viel Energie verschwendet diese Währung aufrecht zu erhalten.
    Dem Ersteller dieses Artikels ist das natürlich bewusst, sonst wäre das Argument entkräftet worden oder ein Gegenvorschlag wie man den Verbrauch reduzieren könnte irgendwo zu finden.
    Wenn ein halber Prozent des globalen Energiverbrauchs (Tendenz steigend!!) 2018 verschwendet wurde, dann müssen wir offen und ehrlich drüber diskutieren.
    Im Endeffekt ist der Bitcoin doch nur eine weitere Kapitalblase die ein paar “Investoren”, welche natürlich viel für die Gesellschaft beitragen, zu Reichtum gebracht hat.
    Das Bitcoin-System versucht mehr Strom als die gesamte Schweizer Volkswirtschaft.
    Die Produktion eines Bitcoins verbraucht mehr Strom als eine Familie in 12 Jahren.
    Natürlich kann man leicht Partien diffamieren.. Aber der globale Schaden der hier angerichtet wird, steht über partikularinteressen.
    Wundert mich nicht, dass dieses Blatt ausgerechnet die Interessen jener vertritt, die viel Geld durch Kryptowährungen gemacht haben und Parteien wie die Linke als unwählbar darstellt.

    Mal sehen ob dieser Kommentar überhaupt öffentlich gemacht wird.

  2. Frage:
    Wie viel Strom/Energie und Aufwand wird Weltweit dafür aufgewandt die Geldsysteme Aufrechtzuhalten, zu Regulieren, Fälscher zu verfolgen, Währungen zu handeln, beschädigte Banknoten aus dem Verkehr zu ziehen, etc?
    Wenn es um Klimaschutz geht, wäre es nicht ein sinnvollerer Ansatz, die wirklichen „Verschmutzer“ zu regulieren oder wie hier „zu verbieten“ umweltschädigende Dampfer oder Fabriken zu bauen und/oder zu nutzen?
    Stattdessen wird unter dem Vorwand des Klimaschutzes versucht ein innovatives, unreguliertes und transparentes Geldsystem zu verbieten.

  3. Die Blockchain ist eine neue Technologie welche noch ständig weiterentwickelt wird. Im Kryptobereich schlafen die Entwickler nicht auf Bäumen wie es den Eindruck bei manchen Politikern macht, die gleich mit verboten um sich werfen. Auch in Bezug auf den Energieverbrauch wird weiter entwickelt und schon mehrere Lösungsansätze diskutiert. Beim Bitcoin z.B. die Umstellung von PoW zu PoS. In der Zukunft wird die Anwendung dieser Technologie durch die erhöhte Effizienz eher Umweltfreundlich sein. Sollte sie diesen Sprung nicht schaffen, wird sie auch ihren wirtschaftlichen Reiz und Nutzen verlieren, und in der Versenkung verschwinden.
    Eisenbahnen sind früher noch mit Kohle angetrieben worden und waren auch Luftverpester. Heute gehören sie zu den Umweltfreundlichsten Transportmitteln.
    So kurzfristig denkende Parteien sind einfach unwählbar.

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