---
title: EZB und Japan treiben Blockchain im Finanzsystem voran, Riot baut KI-Infrastruktur aus
canonical: https://www.coinkurier.de/ezb-und-japan-treiben-blockchain-im-finanzsystem-voran-riot-baut-ki-infrastruktur-aus/
author: Coinkurier Redaktion
published: 2026-08-29
updated: 2026-08-29
language: de
category: Nachrichten
description: Zentralbanken treiben Blockchain-Finanzinfrastruktur voran, während Riot Blockchain mit KI-Rechenzentren diversifiziert und Japan eine rund um die Uhr laufende Wertpapierabwicklung plant.
source: Provimedia GmbH
---

# EZB und Japan treiben Blockchain im Finanzsystem voran, Riot baut KI-Infrastruktur aus

> **Autor:** Coinkurier Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-29

**Zusammenfassung:** Zentralbanken treiben Blockchain-Finanzinfrastruktur voran, während Riot Blockchain mit KI-Rechenzentren diversifiziert und Japan eine rund um die Uhr laufende Wertpapierabwicklung plant.

---

Blockchain erreicht die nächste Stufe der Finanzinfrastruktur: EZB-Direktorin Isabel Schnabel fordert digitale Zentralbankprozesse, Riot Blockchain investiert Milliarden in KI-Rechenzentren und Japan plant die Abwicklung von Aktien und Staatsanleihen rund um die Uhr. Der Pressespiegel zeigt, wie Zentralbanken, Unternehmen und Regierungen die Grenzen zwischen Krypto, Kapitalmarkt und digitaler Infrastruktur neu definieren.

## EZB-Direktorin Schnabel fordert Blockchain-Einführung für Zentralbanken

Die Europäische Zentralbank sollte Blockchain-Technologie einführen, um ihre zentrale Rolle im Finanzsystem zu behalten. Das erklärte EZB-Direktorin Isabel Schnabel laut IndexBox bei ihrer Rede auf dem Jackson-Hole-Wirtschaftssymposium am Freitag.

Zentralbanken weltweit sehen sich demnach mit dem Wachstum des blockchainbasierten Finanzwesens konfrontiert. Transaktionen werden dabei über verteilte digitale Ledger abgewickelt, anstatt die traditionelle Marktinfrastruktur zu nutzen. Schnabel sprach sich dafür aus, dass die EZB und andere Zentralbanken ebenfalls „on-chain“ gehen, um Liquidität bereitzustellen und geldpolitische Operationen mit der Technologie durchzuführen.

Nach ihrer Einschätzung müssen Zentralbanken ihr Geld in die tokenisierte Umgebung bringen und ihre Instrumente zur Umsetzung der Politik modernisieren. Dadurch könne die Rolle von Zentralbankgeld gegenüber privaten Alternativen wie Stablecoins bewahrt werden. Stablecoins sind an traditionelle Währungen gekoppelte Token und werden zunehmend für Abwicklungen verwendet.

Unter Berufung auf aktuelle Forschung verwies Schnabel auf die Möglichkeit programmierbarer Transaktionen. Diese könnten Zentralbanken bei der Bereitstellung von Liquidität agiler machen. Als Beispiele nannte sie differenzierte Zinssätze und die Automatisierung von Besicherungsanforderungen.

Als mögliche Struktur schlug Schnabel ein einziges europäisches Ledger vor, auf dem Zentralbankgeld, privates Geld und Finanzanlagen abgewickelt werden. Sie verwies dabei auf Südkoreas Projekt Hangang. Alternativ könnten mehrere Ledger miteinander verbunden werden, um zu kommunizieren und plattformübergreifende Transaktionen zu verarbeiten.

Die EZB arbeitet laut IndexBox bereits an der Integration von Blockchain in ihr Zahlungssystem. Die Pontes-Initiative soll Distributed-Ledger-Plattformen mit der bestehenden Zahlungsinfrastruktur verbinden. Das parallele Projekt Appia untersucht die langfristige Architektur, Standards und den rechtlichen Rahmen für einen europäischen Markt für tokenisierte Vermögenswerte.

> „Die Europäische Zentralbank sollte Blockchain-Technologie einführen, um ihre zentrale Rolle im Finanzsystem zu behalten“, so die von IndexBox wiedergegebene Position von EZB-Direktorin Isabel Schnabel.

**Zusammenfassung:** IndexBox berichtet, dass Isabel Schnabel eine stärkere Nutzung von Blockchain durch die EZB und andere Zentralbanken befürwortet. Im Mittelpunkt stehen die Bereitstellung von Liquidität, programmierbare Transaktionen und die Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte.

## Riot Blockchain bindet 241 Megawatt für Anthropic und AMD

Riot Blockchain hat laut Börse Express eine vorrangig besicherte Kreditfazilität in Höhe von 573 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Tochtergesellschaft Riot DC Logistics, LLC erhielt die Finanzierung von einer durch Morgan Stanley angeführten Bankengruppe.

Die Finanzierung ist als Projektfinanzierung ohne Rückgriffsmöglichkeit auf die Muttergesellschaft strukturiert. Die Mittel sollen direkt in das 191-Megawatt-Projekt in Rockdale fließen und dort die Kosten für Ausrüstung und Infrastruktur decken.

Mit dem Ausbau verfolgt Riot Blockchain die Strategie, sich über das klassische Bitcoin-Mining hinaus als Infrastrukturdienstleister für künstliche Intelligenz zu positionieren. Vor rund zwei Wochen schloss das Unternehmen laut Börse Express einen 20-Jahres-Vertrag mit dem KI-Spezialisten Anthropic ab.

Die Vereinbarung mit Anthropic umfasst eine Kapazität von 191 Megawatt am Standort Rockdale. Medienberichten zufolge könnte der Vertrag über die gesamte Laufzeit einen Umsatz zwischen 9,1 Milliarden und 9,8 Milliarden US-Dollar generieren.

Parallel arbeitet Riot Blockchain mit dem Chiphersteller AMD zusammen. Die ersten 25 Megawatt für AMD wurden laut Börse Express termingerecht und im Rahmen des Budgets bereitgestellt. Eine Erweiterung um zusätzliche 25 Megawatt befindet sich bereits im Bau.

Zusammengenommen beläuft sich die vertraglich gebundene Kapazität für Anthropic und AMD damit auf 241 Megawatt. Der Ausbau der Daten-Infrastruktur soll die Abhängigkeit von der Volatilität des Kryptomarktes verringern, während das klassische Mining-Geschäft zuletzt unter Kostendruck stand.

| Kennzahl | Angabe | 

| Projektfinanzierung | 573 Millionen US-Dollar | 

| Projekt in Rockdale | 191 Megawatt | 

| Vertrag mit Anthropic | 20 Jahre | 

| Anthropic-Kapazität | 191 Megawatt | 

| AMD-Kapazität | 25 Megawatt bereitgestellt, zusätzliche 25 Megawatt im Bau | 

| Vertraglich gebundene Gesamtkapazität | 241 Megawatt | 

Für das zweite Quartal 2026 meldete das Unternehmen laut Börse Express einen Gesamtumsatz von 174,2 Millionen US-Dollar. Das entsprach einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf das wachsende Segment der Rechenzentren entfielen 23,2 Millionen US-Dollar.

Trotz eines Nettoverlustes, der laut Bericht vor allem auf höhere Betriebskosten und Wertminderungen zurückzuführen war, verfügte Riot Blockchain zum Quartalsende über flüssige Mittel von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar. Die finanzielle Ausstattung soll den weiteren Ausbau der Rechenzentren unterstützen.

Auch Analysten reagierten auf die Neuausrichtung. Morgan Stanley hob Mitte August das Kursziel von 36 auf 43 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Macquarie erhöhte sein Kursziel am 12. August von 30 auf 35 US-Dollar und bewertete die Aktie weiterhin mit „Outperform“. Bernstein verwies auf das Potenzial des Anthropic-Deals als maßgeblichen Treiber für die Bewertung.

Zusätzliche Planungssicherheit entstand laut Börse Express im regulatorischen Umfeld. Vor zehn Tagen erklärte der texanische Gouverneur Greg Abbott, dass Riot Platforms die neuen Standards und Richtlinien für Rechenzentren im Bundesstaat erfülle.

An der Börse wurde die Entwicklung dennoch mit Vorsicht aufgenommen. Die Aktie von Riot Blockchain notierte am heutigen Freitag bei 16,51 Euro, was einem Rückgang von 7,6 Prozent entsprach. Seit Jahresbeginn wies der Wert dennoch ein Plus von 46 Prozent auf. Die Marktkapitalisierung belief sich aktuell auf rund 6,86 Milliarden Euro.

**Zusammenfassung:** Börse Express stellt die 573-Millionen-US-Dollar-Finanzierung, das 191-Megawatt-Projekt in Rockdale und die vertraglich gebundenen 241 Megawatt für Anthropic und AMD in den Mittelpunkt. Trotz eines Kursrückgangs von 7,6 Prozent und eines Nettoverlustes verfügt Riot Blockchain laut Bericht über mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar an flüssigen Mitteln.

## Japan plant blockchainbasierte Abwicklung von Aktien und Staatsanleihen

Japan arbeitet laut CoinPro.ch an einem blockchainbasierten System, über das Aktien und Staatsanleihen künftig rund um die Uhr abgewickelt werden könnten. Das Vorhaben befindet sich dem Bericht zufolge noch in der Planungsphase.

Im Mittelpunkt steht nicht der eigentliche Handel, sondern die Abwicklung der Transaktionen. Während klassische Finanzsysteme häufig an Geschäftszeiten und verschiedene Zwischenstellen gebunden sind, könnten digitale Register Transaktionen nahezu in Echtzeit und unabhängig von Börsenöffnungszeiten ermöglichen.

An dem Projekt arbeiten laut CoinPro.ch das japanische Finanzministerium, die Finanzaufsicht FSA, die Bank of Japan sowie zahlreiche Geschäftsbanken und Finanzdienstleister gemeinsam. Die Beteiligung staatlicher Institutionen und privater Unternehmen unterstreiche die strategische Bedeutung der geplanten Infrastruktur.

Ein sofortiger Start ist nicht vorgesehen. Laut dem von CoinPro.ch zitierten Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei soll zunächst bis zum ersten Quartal 2027 ein umfassender Fahrplan erstellt werden.

Dieser Fahrplan soll die technische Architektur, die verwendete Blockchain und die Zuständigkeiten der beteiligten Institutionen definieren. Mit einer Einführung wird frühestens nach 2030 gerechnet.

Die geplante Infrastruktur könnte später über den heimischen Kapitalmarkt hinaus für internationale Geldtransfers genutzt werden. Damit könnte aus dem Projekt eine Plattform für grenzüberschreitende Finanzströme werden.

CoinPro.ch ordnet den Vorstoß in Japans zunehmende Ausrichtung auf Innovationen rund um Blockchain-Technologie und Tokenisierung ein. Das Land versuche, traditionelle Finanzmärkte mit moderner Technologie zu verbinden und gelte zugleich als regulierungsfreundlicher Standort für die Krypto-Branche.

Noch ist offen, welche Blockchain zum Einsatz kommen wird und wie das fertige System aussehen soll. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, könnte Japan laut CoinPro.ch einen neuen Standard für den globalen Kapitalmarkt setzen.

- Geplante Anwendung: Abwicklung von Aktien und Staatsanleihen rund um die Uhr

- Beteiligte: Finanzministerium, FSA, Bank of Japan, Geschäftsbanken und Finanzdienstleister

- Fahrplan: bis zum ersten Quartal 2027

- Einführung: frühestens nach 2030

- Mögliche spätere Nutzung: internationale Geldtransfers

**Zusammenfassung:** CoinPro.ch berichtet über Japans Planung eines blockchainbasierten Abwicklungssystems für Aktien und Staatsanleihen. Ein Fahrplan soll bis zum ersten Quartal 2027 entstehen, während eine Einführung frühestens nach 2030 erwartet wird.

## Einschätzung der Redaktion

Die drei Entwicklungen zeigen, dass Blockchain zunehmend von einer spekulativen Anwendung zu einer möglichen Infrastrukturtechnologie für Zentralbanken, Kapitalmärkte und Rechenzentren wird. Entscheidend ist jedoch nicht die Technologie allein, sondern ihre belastbare Integration in bestehende Systeme, klare Regulierung und nachweisbare wirtschaftliche Vorteile.

Für Riot Blockchain ist die Diversifizierung strategisch relevant, weil planbare Rechenzentrumsverträge die Abhängigkeit vom volatilen Bitcoin-Mining verringern können. Gleichzeitig bleiben die hohen Kapitalanforderungen, die Umsetzung der Projekte und die Profitabilität zentrale Risiken.

Japans langfristiger Ansatz unterstreicht, dass institutionelle Finanzinfrastruktur nur schrittweise digitalisiert wird. Ein Erfolg könnte internationale Standards beeinflussen, ist angesichts des frühen Planungsstadiums jedoch keineswegs gesichert.

**Infobox: Wichtigste Erkenntnis:** Blockchain gewinnt institutionelle Relevanz, aber der entscheidende Wettbewerb wird über Umsetzungssicherheit, Regulierung, Skalierbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit entschieden.

Quellen:
- [EZB-Direktorin fordert Blockchain-Einführung für die Relevanz der Zentralbank - Nachrichten und Statistiken](https://www.indexbox.io/de/blog/ecb-should-adopt-blockchain-to-stay-central-says-schnabel/)
- [Riot Blockchain Aktie: 241 Megawatt vertraglich gebunden](https://www.boerse-express.com/news/articles/riot-blockchain-aktie-241-megawatt-vertraglich-gebunden-942645)
- [Blockchain: Historisches Japan-Projekt sorgt für Spannung](https://www.coinpro.ch/news/blockchain-projekt-japan-historisch/)

---

*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [www.coinkurier.de](https://www.coinkurier.de/ezb-und-japan-treiben-blockchain-im-finanzsystem-voran-riot-baut-ki-infrastruktur-aus/)*
*© 2026 Provimedia GmbH*
