Facebook war gestern, ist MINDS die neue Alternative?

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Das soziale Anti-Facebook- und Krypto-Netzwerk Minds, engagiert sich für Datenschutz, Transparenz und Redefreiheit und bezahlt darüber hinaus seine Nutzer für Interaktion. 

Minds ist ein kostenloser Open-Source-Dienst für soziale Netzwerke, welcher die Blockchain-Technologie verwendet, um ihre Community mit ERC20-Tokens zu belohnen. Benutzer können ihre Tokens verwenden, um zum Beispiel ihre eigenen Inhalte zu promoten oder Crowdfunding-Projekte anderer User, durch monatliche Abonnements für ihre exklusiven Inhalte und Dienstleistungen zu unterstützen.

Minds wurde 2011 von Bill Ottman und John Ottman als Alternative zu den bestehenden sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook, gegründet. Im Juni 2015 wurde es dann erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zwei Jahre später, sammelte das Unternehmen über 1 Million US-Dollar ein, mit der bis dahin schnellsten Crowdfunding-Campagne der Geschichte.

Im März 2018 verließ Minds die Betaphase, veröffentlichte ein Whitepaper, sowie ein Testnetz für seine neuen nativen mobilen Apps und initialisierte die Integration von Ethereum. Im Oktober desselben Jahres sammelte Minds weitere 6 Millionen US-Dollar ein; Partner war Medici Ventures, einer Tochtergesellschaft von Overstock.com.

Zum heutigen Zeitpunkt erfährt Minds besonders in den Ländern starken Zuwachs, in welchen die Restriktion und Zensur des Internets, sowie das Angebot von Apps durch den Staat kontrolliert und bestimmt werden. So zählen inzwischen weltweit schon über 2,5 Millionen registrierte Nutzer aus über 240 Ländern zu diesem dezentralen Netzwerk.

Dabei richtet sich Minds an all diejenigen, die den Status Quo in den gängigen sozialen Medien satthaben und nach einer Alternative suchen, mit der sie wieder die Kontrolle über ihre Privatsphäre erlangen und für ihre Beiträge und ihren Content sogar noch belohnt werden. Zu den Nutzern gehören Schriftsteller, Unternehmer, Technologen, Komiker, Schauspieler, Künstler, Fotografen, Musiker, Politiker, Dichter, Ärzte, Gelehrte und alles dazwischen.

Die Datenschutzrichtlinien von Minds konzentrieren sich auf Verschlüsselung und aktive Einwilligung.

Benutzer haben die Möglichkeit, anonym zu bleiben, und müssen keine persönlichen Identifikationsdaten angeben. Das Messenger-System von Minds ist ebenfalls verschlüsselt, sodass sogar interne Mitarbeiter des Dienstes und deren Entwickler nicht auf die privaten Gespräche der Nutzer zugreifen können. Nutzer von Minds können Punkt für Punkt selbst entscheiden, welche Informationen sie über sich selbst bereitstellen möchten: zum Beispiel bevorzugte Hashtags, Standort, Name u.v.m., welche nur dann in ihrem Profil veröffentlicht werden.

Gezielte Werbeschaltungen, wie wir sie von den gängigen sozialen Netzwerken her kennen, ist auch hier möglich, jedoch ist die Art und Quantität von Nutzerinformation im Mind-Netzwerk abhängig von den individuellen Einstellungen eines jeden einzelnen. Das bedeutet: wer anonym bleiben möchte und keine oder nur wenige Informationen über sich preisgeben will, der bekommt auch entsprechend wenig bis gar keine gezielten Werbeinformationen.

©Bild via WikimediaCommons, Lizenz

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