G20-Gipfel: Staaten sehen in Kryptowährungen Mittel zur Geldwäsche und Terror-Finanzierung

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Der G20-Gipfel hatte auch Kryptowährungen zum Thema. | © Depositphotos

Auf dem G20-Gipfel in Argentinien ging es unter anderem um Krypto-Regulierungen. Laut Abschlusserklärung sollen Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung ergriffen werden, welche den Standards der dafür zuständigen internationalen Organisation FATF entsprechen.

Am vergangenen Wochenende wurde der diesjährige G20-Gipfel in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires abgehalten. Die Staats- und Regierungschefs von 20 führenden Industrie- und Schwellenländern sprachen dabei auch über „Krypto-Vermögenswerte“, wie aus der Abschlusserklärung der Konferenz hervorgeht.

Dort heißt es: „Wir werden Krypto-Vermögenswerte zur Anti-Geldwäsche und zur Bekämpfung von Terrorismus-Finanzierung in Übereinstimmung mit FATF-Standards regulieren und wir werden, wenn nötig, auch andere Maßnahmen in Betracht ziehen.“

Die Financial Action Task Force (FATF) ist eine 1989 gegründete internationale Expertengruppe. Die in Paris ansässige Organisation gibt Empfehlungen zum Kampf gegen Geldwäsche und seit 2001 auch zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung. Sie beobachtet Bitcoin und Co. schon seit mehreren Jahren. Im Juni 2014 veröffentlichte die FATF erstmals Richtlinien zum Umgang mit den Risiken von „virtuellen Währungen“.

Unmittelbar vor der genannten Passage erwähnt die Abschlusserklärung die „möglichen Vorteile von Technologie im Finanzsektor“. Man wolle darauf hinarbeiten, dass diese genutzt würden, aber gleichzeitig sollten die Risiken abgemildert werden.

Nächster Gipfel bei Regulierungs-Vorreiter Japan

Im kommenden Jahr wird Japan die G20-Präsidentschaft inne haben und somit auch 2019 den Gipfel ausrichten. Dies könnte zu einer aktiveren Kryptopolitik der Staatengruppe führen. Das fernöstliche Land ist im Bezug auf Regulierungen führend: So wurde beispielsweise im April des letzten Jahres Bitcoin offiziell als legales Zahlungsmittel anerkannt und seit September 2017 müssen sich Exchanges offiziell registrieren.

Bereits im März 2018 forderten japanische Funktionäre ein aktiveres Vorgehen der G20 gegen Geldwäsche durch Kryptowährungen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Auch Deutschland und Frankreich hatten Anfang des Jahres eine stärkere Regulierung innerhalb der Staatengruppe verlangt.

Ist eine Krypto-Regulierung auf G20-Ebene eine gute Sache, weil sie den Markt weiter legitimiert? Oder beschneidet die Kontrolle durch gesichtslose internationale Gremien wie die FATF die Innovationskraft der Branche? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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