Gegen Machtzentralisierung in Brüssel: Nigel Farage attackiert von der Leyen. Video:

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In einer Brandrede attackiert Brexit-Frontmann Farage die EU-Kommissionspräsidentin in spe, Ursula von der Leyen. Kernpunkt seiner Kritik ist von der Leyens Absicht, die politische Macht innerhalb der Europäischen Union weiter zu zentralisieren.

Nigel Farage, Parteivorsitzender der Brexit Party, ist bekannt für seine feurigen Reden im EU-Parlament. Der leidenschaftliche Brexit-Unterstützer sieht in der Europäischen Union ein Konstrukt zur Abschaffung europäischer Nationalstaaten und damit zur Etablierung eines UDSSR-ähnlichen EU-Superstaats. Die Brexit Party ist eine politische Partei im Vereinigten Königreich, welche sich am 20. Januar 2019 formierte, nachdem klar geworden war, dass sich der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs verzögern würde.

Ursula von der Leyen gab gestern ihren Rücktritt als Verteidigungsministerin bekannt, um sich heute der Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin zu stellen. Zwar konnte die Politikerin während ihrer 33-minütigen Rede auf den Applaus ihrer EVP-Fraktion zählen, die Skepsis anderer Fraktionen zerstreute sie aber nicht. Im Gegenteil.

Farage plädierte dafür, von der Leyen bei der Wahl am Abend nicht zu unterstützen. Grund dafür sei ihr wiederholtes Plädoyer für die “Vereinigten Staaten von Europa”, also ein supranationales Staatengefüge, innerhalb dessen einzelne Staaten nur noch ähnlich wenig Souveränität besäßen wie etwa Alabama oder South Carolina in den USA. Auch von der Leyens Wunsch, nationale Streitkräfte in eine große europäische Armee zusammen zu schließen, prangerte der Chef der Brexit Party mit harter Rhetorik an:

“Sie will eine zentralisierte, undemokratische, neue Form des Kommunismus etablieren, die nationalstaatliche Parlamente ihrer Relevanz beraubt.”

Allerdings betonte Farage auch, dass sich die Wahl von der Leyens durchaus auch positiv für den Brexit-Prozess auswirken könnte: “Ich muss aber auch sagen: Aus unserer Perspektive bin ich irgendwo auch sehr erfreut. Sie [Frau von der Leyen] haben Brexit im Vereinten Königreich gerade sehr viel beliebter gemacht. Zum Glück verlassen wir sie [sie EU].”

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2 Kommentare

  1. Hilfe, diesem Tommy auch noch Redezeit zu gewähren, das ist typisch für unsere Demokratie. Aber wo kämen wir hin, wenn wir auf einer Insel leben würden, wo es noch einen Buckingham Palast geben würde? Wir wären Aussenseiter in Europa. Deshalb lasst uns nicht über einen abgehalfterten, englischen Polemiker,sorry,Komiker, ein Wort verlieren,der sich gern in Rage redet.Europa muss zusammen wachsen.Alles braucht seine Zeit.Europa ist auf einem guten Weg. GB Währung stattdessen verliert linear zum Euro immer mehr an Kaufkraft. Europa braucht die Solidargemeinschaft und keine britische OneManShow. Yes, we can.

  2. Da sieht man wie ungebildet und vermutlich dümmlich einige intolerante Zeitgenossen am Leben vorbeiziehen. Schon mal in die Welt; in die CH und nach D geschaut; Europa muss politisch zusammenwachsen. Null Ahnung von der Materie; Abschaffung der Demokratie; Wahlen im Hinterzimmer; Euro-Polizei und Armee. Vielleicht mal ein Buch in die Hand nehmen, warum Europe in dieser Form “erschaffen” wurde. Ich bin nur noch fassungslos ob so einer dümmlichen Ignoranz und Lebensfremdheit. Wow.

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