GenTwo ernennt Vontobels Blockchain-Chef Florian Marty zum Managing Director für Digital-Assets

GenTwo ernennt Vontobels Blockchain-Chef Florian Marty zum Managing Director für Digital-Assets

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Die Entwicklungen in der Blockchain- und Kryptowährungswelt zeigen, wie Unternehmen wie GenTwo und die Bank of Japan diese Technologien zur Effizienzsteigerung nutzen. Branchenführer warnen jedoch vor regulatorischen Herausforderungen, während KI-Agenten als zukünftige Hauptnutzer der Blockchain prognostiziert werden.

Die Welt der Kryptowährungen und Blockchain-Technologien entwickelt sich rasant weiter, und aktuelle Entwicklungen zeigen, wie Unternehmen und Institutionen diese Innovationen nutzen, um ihre Strategien zu optimieren. In unserem Pressespiegel werfen wir einen Blick auf die neuesten Nachrichten, darunter die Ernennung von Florian Marty bei GenTwo zur Stärkung der Digital-Asset-Expansion, die Testpläne der Bank of Japan zur Blockchain-Integration in Zahlungsabwicklungen sowie die Einschätzungen von Branchenführern wie Philipp Rickenbacher und Illia Polosukhin zur Zukunft der Blockchain und ihrer Nutzer. Diese Themen bieten spannende Einblicke in die Dynamik und das Potenzial der digitalen Finanzwelt.

GenTwo holt Vontobels Blockchain-Chef für Digital-Asset-Expansion

Die Zürcher B2B-Plattform GenTwo hat Florian Marty zum Managing Director ihrer Digital-Sparte GenTwo Digital ernannt. Marty leitete zuletzt als Head Blockchain Solutions bei der Bank Vontobel AG sämtliche Blockchain-, DLT- und Krypto-Initiativen der Gruppe. Diese Verantwortung trug er seit 2022. Der Wechsel erfolgte per 3. März 2026 mit sofortiger Wirkung.

GenTwo betreibt eine Plattform, über die Finanzinstitute Anlageprodukte strukturieren und verbriefen können. Seit der Gründung 2018 hat das Unternehmen mehr als 1'650 strukturierte Produkte aufgesetzt, mit einem Gesamtvolumen von über 6.5 Milliarden USD. Insgesamt zählt GenTwo über 300 Institute in 26 Ländern zu seinen Kunden. Philippe A. Naegeli, Co-Founder und CEO von GenTwo, betonte: „Digitale Vermögenswerte waren seit Tag eins Teil unserer DNA. Mit Florians Fachwissen beschleunigen wir diese Vision und stärken unsere Position als globaler Infrastrukturführer im Bereich digitaler Assetisierung.“

„Die Konvergenz von Verbriefung, Tokenisierung und Automatisierung definiert die Kapitalmärkte neu.“ - Florian Marty, Managing Director, GenTwo Digital

Zusammenfassung: GenTwo hat Florian Marty als neuen Managing Director für die Digital-Sparte ernannt, um die Expansion im Bereich digitaler Vermögenswerte voranzutreiben. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung ein beeindruckendes Volumen an strukturierten Produkten erreicht.

Bank of Japan testet Blockchain für Zahlungsabwicklungen

Die Bank of Japan (BOJ) plant, die Blockchain für Zahlungsabwicklungen zu testen, um Effizienzgewinne zu erzielen. Gouverneur Kazuo Ueda kündigte dies am Dienstag an und erklärte, dass die Technologie als neue Abwicklungsinfrastruktur vor allem beim Interbank- und Wertpapierabwicklung nutzbar gemacht werden soll. Die Tests sind Teil eines sogenannten „Sandbox“-Projekts, das die Nutzung von Zentralbankgeld auf Blockchain-Basis erprobt.

Die BOJ wird externe Experten hinzuziehen, um die Möglichkeiten der Anbindung an das bestehende System zu prüfen. Ueda wies darauf hin, dass die Integration in bestehende Systeme sowie die Ausgabe von Zentralbankgeld in tokenisierter Form über die Blockchain untersucht werden sollen. Dies könnte schnellere Zahlungsabwicklungen bei sinkenden Transaktionskosten ermöglichen.

„Die Zeit zu handeln ist jetzt.“ - Bundesbank und EZB

Zusammenfassung: Die Bank of Japan testet die Blockchain-Technologie für Zahlungsabwicklungen, um Effizienzgewinne zu erzielen. Externe Experten werden hinzugezogen, um die Integration in bestehende Systeme zu prüfen.

Vom Julius-Bär-CEO zum Blockchain-Investor: Philipp Rickenbachers neuer Fokus

Philipp Rickenbacher, ehemaliger CEO von Julius Bär, hat sich der Blockchain-Industrie zugewandt und ist nun Präsident der Zuger Investmentgesellschaft CV VC. Er sieht die Blockchain-Industrie an einem Wendepunkt und fordert mehr regulatorische und politische Dynamik. Rickenbacher betont, dass Technologie einer der dominierenden Faktoren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts sei.

In seiner neuen Rolle sieht Rickenbacher drei zentrale Wachstumssäulen: klassische Equity-Venture-Capital-Finanzierungen für Blockchain- und Web3-Unternehmen, einen Accelerator-Ansatz zur Unterstützung junger Firmen und den Aufbau eines globalen Ökosystems. Er warnt jedoch, dass die Schweiz Gefahr läuft, an Bedeutung zu verlieren, wenn es an politischer Dynamik und einer klaren Vision fehlt.

„Für Gründer ist die Schweiz heute ein weniger attraktiver Standort als noch vor vier oder fünf Jahren.“ - Philipp Rickenbacher

Zusammenfassung: Philipp Rickenbacher hat sich der Blockchain-Industrie zugewandt und fordert mehr regulatorische Dynamik. Er sieht die Schweiz in Gefahr, an Bedeutung zu verlieren, wenn keine klaren Visionen entwickelt werden.

Die Nutzer von Blockchain werden KI-Agenten sein, sagt der Mitbegründer von NEAR

Illia Polosukhin, Mitbegründer von NEAR, prognostiziert, dass KI-Agenten die Hauptnutzer der Blockchain werden. Er argumentiert, dass KI die primäre Schnittstellenebene für alles im Internet, einschließlich Krypto, werden wird. Polosukhin sieht die Blockchain nicht als Hauptakteur, sondern als Backend-Technologie, die von KI-Agenten genutzt wird, um Transaktionen durchzuführen und Vermögenswerte zu verwalten.

Er kritisiert die aktuelle Herangehensweise der Krypto-Industrie, die sich auf spekulative Token und Memecoins konzentriert, und fordert eine stärkere Fokussierung auf die Infrastruktur. Polosukhin betont, dass die Blockchain als neutrale Infrastruktur für Finanztransaktionen dienen sollte, während KI die Benutzeroberfläche bildet.

„Die Nutzer der Blockchain werden KI-Agenten sein.“ - Illia Polosukhin

Zusammenfassung: Illia Polosukhin sieht KI-Agenten als zukünftige Hauptnutzer der Blockchain und fordert eine stärkere Fokussierung auf die Infrastruktur, während die Blockchain als Backend-Technologie fungiert.

Einschätzung der Redaktion

Die Ernennung von Florian Marty bei GenTwo ist ein strategischer Schritt, der die Ambitionen des Unternehmens im Bereich digitaler Vermögenswerte unterstreicht. Mit seiner Erfahrung in der Blockchain-Technologie wird GenTwo in der Lage sein, seine Position als Infrastrukturführer weiter auszubauen. Dies könnte nicht nur das Wachstum des Unternehmens fördern, sondern auch das Vertrauen in digitale Anlageprodukte stärken.

Die Bank of Japan, die Blockchain für Zahlungsabwicklungen testet, zeigt, dass zentrale Banken zunehmend die Vorteile dieser Technologie erkennen. Die Möglichkeit, Transaktionskosten zu senken und die Effizienz zu steigern, könnte weitreichende Auswirkungen auf das Finanzsystem haben und den Weg für eine breitere Akzeptanz von digitalen Währungen ebnen.

Philipp Rickenbachers Wechsel in die Blockchain-Industrie und seine Warnung bezüglich der regulatorischen Rahmenbedingungen in der Schweiz sind alarmierend. Ohne klare politische Visionen könnte die Schweiz ihre führende Rolle im Blockchain-Sektor verlieren, was negative Folgen für Innovation und Investitionen haben könnte.

Illia Polosukhin's Prognose, dass KI-Agenten die Hauptnutzer der Blockchain werden, eröffnet neue Perspektiven für die Integration von KI und Blockchain. Diese Sichtweise könnte die Entwicklung neuer Anwendungen und Geschäftsmodelle vorantreiben, die über die derzeitige spekulative Nutzung hinausgehen.

Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, dass die Blockchain-Technologie zunehmend in den Fokus von Unternehmen und Institutionen rückt, was sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.

Quellen: