“Genug ist genug”! Warum Ripple jetzt YouTube verklagt:

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Die Krypto-Firma Ripple hat die führende Video-Plattform YouTube verklagt. Dadurch soll endlich mit den Betrügern Schluss gemacht werden, die seit längerer Zeit mit angeblichen “Geschenkaktionen” XRP ergaunern.

Ripple, das Unternehmen hinter der aktuell drittgrößten Kryptowährung XRP, hat offenbar endgültig die Geduld mit YouTube verloren. Unter der Überschrift “Genug ist genug: Es ist Zeit, die Community zu schützen” verkündete das Unternehmen am Mittwoch eine Anklage gegen die Video-Plattform.

Betrügerische XRP-“Geschenkaktionen” endlich stoppen

Doch worum geht es eigentlich? Seit Längerem treiben Betrüger auf YouTube ihr Unwesen, die mit falschen “Geschenkaktionen” arglosen Nutzern ihr Kryptogeld stehlen, wie es auch von Twitter bekannt ist.

Dabei behaupten die Gauner, als offizielle Vertreter von Ripple XRP zu verschenken. Ihre Opfer sollen nur zuerst eine gewisse Menge an Coins an die Scammer senden, etwa zu “Verifizierungszwecken”. Dann würden sie einen deutlich größeren Betrag zurückerhalten (was natürlich nicht passiert).

Um sich den Anschein von Seriosität zu geben, stehlen die Verbrecher YouTube-Kanäle mit einer großen Anzahl von Abonnenten. Ein Fall, den Ripple in der Beschwerdeschrift als Beispiel aufführt, betraf den YouTuber MarcoStyle.

Dieser fing sich letztes Jahr einen Trojaner ein und nur wenige Stunden später wurde sein Account auf einem russischen Handelsportal für gehackte YouTube-Kanäle verkauft, danach in den Namen des Ripple (XRP)-CEOs Brad Garlinghouse umbenannt und dann für die besagten Scams eingesetzt.

Ripple richtet nun folgende Forderungen an YouTube:

“Diese Klage fordert die Video-Plattform auf, eine Reihe von Dingen zu tun. Erstens, aggressiver und proaktiver zu sein und diese Betrügereien aufzudecken, bevor sie veröffentlicht werden. Zweitens, diese Betrügereien schneller zu beseitigen, sobald sie identifiziert sind, und schließlich, nicht von diesen Betrügereien zu profitieren.”

YouTube-Maßnahmen treffen die Falschen

Es ist nicht so, dass YouTube völlig inaktiv wäre. Doch die Versuche der Plattform, Krypto-Betrüger zu stoppen, sind entweder völlig dilettantisch organisiert oder treffen mit voller Absicht seriöse Informations-Kanäle.

Wie schon im Dezember 2019 werden auch 2020 respektierte YouTuber mit Welle der Zensur überzogen. Ivan on Tech, ein beliebter Kanal, der jeden Morgen live die aktuellen Neuigkeiten der Szene bespricht, wurde beispielsweise im Februar mit einem Strike belegt, als er gerade zu streamen begonnen hatte. Bei einem ganz normalen Video von ihm hätte es sich um einen “schädlichen oder gefährlichen Inhalt” gehandelt.

Auch in diesem Monat schlugen die Zensoren auf YouTube wieder zu. Erst letzte Woche traf es den beliebten Kanal des Traders und Analysten Tone Vays mit aktuell gut 90.000 Abonnenten. Er wurde nicht verwarnt, sondern direkt völlig gelöscht. Glücklicherweise gelang es (wohl mithilfe von Druck aus der Community), schnell eine Wiederherstellung zu erwirken.

Glaubst Du, dass YouTube durch diese Klage nun endlich effektiver gegen Scammer vorgehen wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos, editiert

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