Google-Gründer: Ich schürfe Ethereum

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Google-Gründer Sergey Brin nutze den PC seines Sohnes zum Ethereum-Mining | © Stock-Graphics
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Sergey Brin, Mitbegründer von Google und Multimilliardär, nahm vergangenes Wochenende an einer Blockchain-Konferenz teil. Auf dem Blockchain Summit in Marokko gestand er ein, dass Google wohl die Gelegenheit verpasst habe, sich an die Spitze der Entwicklung der Blockchain-Technologie zu stellen. Persönlich habe er aber bereits Erfahrungen mit Ethereum gemacht und zwar als Miner mit dem PC seines Sohnes.

Sergey Brin ist auf Platz 13 der Forbes-Liste. Sein Kapital wird von dem renommierten Wirtschaftsmagazin auf 50 Milliarden Dollar geschätzt. Ein passives Einkommen wollte sich der Multimilliardär aber offenbar trotzdem nicht entgehen lassen. Und so zweckentfremdete er den Rechner seines Sohnes für das Schürfen von Ethereum.

Mit dieser persönlichen Anekdote outete sich Sergey Brin auf dem Blockchain Summit in Marroko als Eingeweihter. Auf der hochkarätigen Konferenz, die von der Bitfury-Gruppe ausgerichtet wurde, nahmen auch Elizabeth Stark von Lightning Labs und Sir Richard Branson teil. Dem britischen Milliardär und Serien-Unternehmer gehört das als Austragungsort dienende Luxushotel. In einem Live-Mitschnitt spricht der Google-Mitgründer über seine Erfahrungen mit Blockchain-Technologie.

Google in Sachen Blockchain nicht vorn dabei

Sergey Brin war aber nicht nur erschienen, um nette Anekdoten zu erzählen. Er erwähnte, dass Googles Forschungsabteilung X an Blockchain arbeite, erkennt jedoch den Vorsprung der Konkurrenz an. X (bis 2015 Google X) befasst sich mit revolutionären Technologien. In der Vergangenheit tat sich die Abteilung durch Projekte wie das selbstfahrende Auto oder die Datenbrille Google Glass hervor.

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Brin ging in seiner Rede auch auf Zero-Knowledge Proofs ein. Ein Verfahren zur Authentifizierung von Informationen, ohne dabei Passwörter austauschen zu müssen. Er zeigt sich fasziniert von dieser Technologie, die auch dem Privacy-Coin ZCash zugrunde liegt. Bescheiden gestand er aber ein, nur ein begrenztes Verständnis über die Blockchain-Technologie zu besitzen.

Schon in seinem „Brief des Gründers“ vom Jahre 2017 erwähnt der Google-Mitgründer explizit die “führende Kryptowährung” Ethereum. Ob Google bzw. dessen Mutterfirma Alphabet vor hat eine eigene Kryptowährung herauszubringen, lässt Brin offen. Klar ist aber, Google hat im Bezug auf Blockchain-Technologie einiges aufzuholen. Die Ressourcen und der Wille sind da. Für Google gilt es nun, einiges an Zeit wett zu machen.

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