Google-Suchanfragen zu Bitcoin um über 90 Prozent gesunken

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Bitcoin-Suchanfragen sind drastisch zurück gegangen. | © Google

Die Google-Suchanfragen zu Bitcoin lagen Anfang November nur noch bei acht Prozent des Höchststandes von kurz vor Weihnachten 2017. In der Vergangenheit hatte dieser Wert häufig eine starke Korrelation mit dem Preis der Kryptowährung aufgewiesen. Selbst optimistische Experten schrauben ihre Preisprognosen für Ende des Jahres zurück.

In der Vergangenheit ließ sich immer wieder ein starker Zusammenhang zwischen der Preisentwicklung des Bitcoin (BTC) und den Google-Suchen zu der Kryptowährung beobachten. Immer wenn BTC einen neuen Höchstwert erreichte, sei es 1.000 US-Dollar Ende 2013 oder 20.000 US-Dollar im Dezember 2017, kam auch der Suchbegriff „Bitcoin“ auf entsprechende Rekordstände.

Während Bitcoin seit dem Crash vor elf Monaten drei Viertel seines Wertes eingebüßt hat und aktuell bei rund 5.500 US-Dollar liegt, sanken die Google-Suchanfragen noch deutlich stärker und rangierten Anfang November nur noch bei 8 Prozent des Höchststandes, wie sich bei Google Trends ablesen lässt.

Zusammenhang aktuell weniger stark

Auch der Ökonom Joost van der Burgt, Berater der niederländischen Zentralbank, hat diesen Zusammenhang beobachtet. Dem Sender CNBC erklärte er Ende August, es habe bis Ende 2017 nahezu eine „perfekte Übereinstimmung“ zwischen dem Bitcoin-Preis und Google-Suchen gegeben.

Dann allerdings habe die Korrelation abgenommen, möglicherweise aufgrund der Einführung der Bitcoin-Futures. Mit diesem Finanzinstrument können Spekulanten auf steigende oder auf fallende Preise wetten und können dabei durch Hebeleffekte besonders hohe Gewinne (oder Verluste) erzielen.

Am Mittwoch verdreifachten sich die Google-Suchen nach Bitcoin kurzzeitig, während der Preis allerdings mit Nichten anstieg, sondern im Gegenteil sogar um über zehn Prozent einbrach. Die Suchanfragen sanken in der Zwischenzeit auch wieder auf einen ähnlichen Wert wie vor dem Ausschlag.

Jahresendprognosen gesenkt

Angesichts der aktuellen Lage senken auch eingefleischte Bitcoin-Optimisten jüngst ihre Erwartungen. Mike Novogratz, Gründer und CEO des Vermögensverwalters Galaxy Digital, sieht den Preis zum Jahresende vielleicht bei 9.000 US-Dollar, wie er Financial News London vergangene Woche erklärte. In der Vergangenheit hatte er noch mit 40.000 US-Dollar gerechnet.

Auch Tom Lee, Mitgründer des Finanzanalysten Fundstrat Global Advisors, schraubte gestern seine Jahresendprognose zurück. Statt wie zuvor bei 25.000 erwartet er BTC jetzt nur noch bei einem Stand von 15.000 US-Dollar. Novogratz und Lee sehen beide den Markteinstieg institutioneller Investoren als Katalysator für kommende Kursanstiege an.

Welches Ereignis könnte dazu führen, dass wieder mehr Menschen nach Informationen zu Bitcoin & Co. suchen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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