Google-Zensur gegen Bitcoin (BTC) und Kryptowährungen fordert nächstes Opfer:

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Der Google Play Store hat eine Spiele-App, bei der man Punkte in Bitcoin (BTC) umwandeln konnte, ohne Angabe konkreter Gründe gesperrt. Es ist ein weiterer Punkt in einer langen Reihe von Zensuraktionen seitens Google gegen die Krypto-Branche:

Google ist wieder einmal mit der Zensurschere auf ein Krypto-Projekt losgegangen: Diesmal traf es “Bitcoin Blast”, ein Puzzle-Spiel ähnlich Candy Crush oder Dr. Mario, bei dem man Siegpunkte in Bitcoin (BTC) umtauschen kann.

Das Spiel wurde laut den Entwicklern wegen angeblichen “betrügerische Praktiken” aus dem Google Play Store entfernt. Trotz mehrfacher Nachfrage hätte Google allerdings keinerlei Angaben gemacht, was für Praktiken denn nun genau das Problem seien. Amy Wan, CEO der Bitcoin Blast-Entwicklerfirma Bling, erklärte gegenüber CoinDesk:

“Wenn wir nicht wissen, was [Google] an dem Spiel betrügerisch findet, wie können wir dann aufhören zu betrügen? Wir kennen das Spiel in- und auswendig und Google verbringt vielleicht eine Minute damit, es zu überprüfen.” 

CoinDesk-Reporter Danny Nelson spielte die iOS-Version von Bitcoin Blast, um herauszufinden, ob das Spiel tatsächlich BTC-Belohnungen auszahlt. Nach etwa 25 Minuten Spielzeit konnte er in der Tat 103 Satoshis, bzw. 0,00000103 Bitcoins auf seine Coinbase-Wallet überweisen. Dies entspricht etwa dem Wert von einem Cent.

Google sperrt Bitcoin (BTC)-YouTuber und MetaMask

Google scheint sich seit Dezember auf einem Feldzug gegen das Krypto-Ökosystem zu befinden. So wurden zahlreiche YouTube-Kanäle mit Fokus auf Bitcoin und Co. plötzlich gelöscht, wenig später allerdings wiederhergestellt. YouTube wurde bekanntlich schon 2006 von Google aufgekauft.

Chris Dunn, ein YouTuber mit mehr als 200.000 Abonnenten, erklärte, dass die Löschung ein “Weckruf” für ihn gewesen sei und er nun “Ausschau nach dezentralen Alternativen” halten werde.

Ebenfalls im Dezember sperrte Google MetaMask, eine wichtige Ethereum (ETH)-Wallet und Browsererweiterung, für den Google Play Store. Doch auch diese Zensuraktion wurde schon nach wenigen Tagen wieder rückgängig gemacht

Mit dem Brave Browser ein Stück unabhängiger von Google werden

Viele Projekte in der Krypto-Branche arbeiten daran, Google und anderen Großkonzernen aus dem Silicon Valley Konkurrenz zu machen. Ziel ist es dabei meist, den Menschen die Kontrolle über ihre eigenen Daten zurückzugeben.

Das bislang vielleicht erfolgreichste Projekt in dieser Sparte ist der Brave Browser, eine Alternative zum allgegenwärtigen Google Chrome. Inzwischen gibt es schon fast 400.000 Brave Publisher. Dabei handelt es sich um Webseiten oder Kanäle in einem sozialen Medium mit der Möglichkeit, Basic Attention Tokens (BAT), die native Kryptowährung von Brave, entgegenzunehmen.

Wird Googles Anti-Krypto-Agenda der Verbreitung von Bitcoin schaden oder wird der Protest gegen die Zensur Kryptowährungen sogar noch beliebter machen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via YouTube, Jordan B Peterson

2 Kommentare

  1. Ich hab das Spiel Bitcoin BLAST auf meinem Smartphone und finde daran nichts betrügerisches!

    Und den BRAVE BROWSER nutze ich schon seit einem Jahr! Leider sind sie add on für die Plattform STEEMIT nur für Google erhältlich. Schade das BRAVE noch nicht soweit ist.

  2. Annahme: In dem Spiel gibt es Werbeeinblendungen über die der Entwickler Geld verdient. Unter dieser Annahme erscheint es doch naheliegend und für mich auch nachvollziehbar, was Google daran betrügerisch für: Den Fakt, dass User bezahlt werden (mit kleinen Mengen Bitcoin), um Werbung zu sehen, die dem Entwickler Geld bringt. Ich vermute einfach mal, dass dieses Geschäftsmodell durch die AGB von Google ausgeschlossen wird. Verständlicherweise.

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