Nach Bankrott: Bitcoin (BTC)-Exchange Mt. Gox soll wiederbelebt werden

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Fünf Jahre nachdem die Bitcoin (BTC)-Exchange Mt. Gox Insolvenz angemeldet hat, gibt es nun einen neuen Plan, die damaligen Anleger zu entschädigen und die Kryptobörse wieder aufzubauen. Die Aktion „Gox Rising“ wird von Krypto-Unternehmer Brock Pierce vorangetrieben.

Im Februar 2014 erklärte Mt. Gox, die damals weltgrößte Bitcoin (BTC)-Exchange, ihren Bankrott, nachdem laut Angaben der Kryptobörse 850.000 BTC (damaliger Wert: Etwa 370 Millionen Euro) gestohlen worden waren.

Die damaligen Kunden der Exchange sind bis heute nicht für ihre Verluste entschädigt worden. Der Insolvenzverwalter Nobuaki Kobayashi richtete letztes Jahr schließlich eine Webseite ein, auf der Opfer des Bankrotts bis zum 22. Oktober ihre Ansprüche anmelden konnten.

Brock Pierce will für die Geschädigten mehr herausholen

Doch nun gibt es eine neue Initiative namens „Gox Rising“, welche den Geschädigten schnellere Auszahlungen und mehr Geld verspricht. Hinter der Aktion steckt Brock Pierce, unter anderem Vorsitzender der Bitcoin Foundation und Mitgründer der Kryptowährung Tether (USDT).

Laut einem heute veröffentlichten Interview mit TechCrunch gab Pierce an, seine Investment-Gruppe Sunlot Holdings habe 100 Prozent der Anteile an Mt. Gox erworben. Zwölf Prozent habe man Exchange-Gründer Jed McCaleb für einen Bitcoin abgekauft, über die restlichen 88 habe man mit Mark Karpeles, dem CEO der Exchange zur Zeit des Bankrotts, einen bindenden Vertrag abgeschlossen. TechCrunch merkt allerdings an, dass McCaleb den einen BTC nie erhalten haben will und Karpeles aus dem Vertrag auszusteigen versuchte.

Pierce plant nun, eine Mehrheit der rund 24.000 Gläubiger von Mt. Gox für seine Initiative zu begeistern und dann Insolvenzverwalter Kobayashi seinen Plan vorzulegen. Nach diesem würde es „vielleicht ein Jahr“ dauern, bis die Geschädigten an ihr Geld kämen. Würde man dagegen an dem bisherigen Prozess festhalten, könne es drei bis fünf Jahre dauern.

Laut TechCrunch verfügt der Insolvenzverwalter aktuell über rund 1,2 Millarden US-Dollar, bestehend aus BTC, Bitcoin Cash (BCH), weiteren Fork-Coins und Fiatgeld. Pierce plant nun, zusätzlich von Mt. Gox verlorene Coins wiederzufinden. Außerdem erklärte er, trotz seiner Anteile an dem Unternehmen nichts für sich selbst beanspruchen zu wollen.

Neugründung von Mt. Gox geplant

Pierce‘ weitere Pläne sind äußerst ambitioniert: Er möchte Mt. Gox „wie ein Phönix aus der Asche wiederauferstehen lassen“. Nach der Neugründung der Exchange sollen die Opfer von 2014 durch eine neu gegründete Kryptowährung namens Gox Coin zusätzlich entschädigt werden. Dieser Coin soll einen Anteil an dem Unternehmen repräsentieren, fungiert als Anlage-Token.

Es bleibt abzuwarten, ob Mt. Gox – sollte der Plan, der Börse neues Leben einzuhauchen, tatsächlich gelingen – mittlerweile zu sehr mit einem Fluch belegt ist, um tatsächlich aktiv genutzt zu werden, oder vielleicht sogar von einem Nostalgie-Faktor profitieren würde.

Könntest Du Dir vorstellen, Deine Coins bei Mt. Gox zu handeln? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via JamesWrigley, Flickr.com, Lizenz

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