Großbritannien könnte Tore für Blockchain öffnen. Parlamentarier stellt Paper vor

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Tower Bridge in London bei Nacht | © Depositphotos

Der britische Abgeordnete Eddie Hughes hat heute ein Strategie-Papier zum Thema Blockchain vorgestellt. Das in Zusammenarbeit mit der wirtschaftsliberalen Initiative FREER entstandene Dokument nennt viele Anwendungsmöglichkeiten und Wege zur Implementierung von Blockchain-Technologie. Ein „Chief Blockchain Officer“ soll ernannt und der internationale Blockchain Wettbewerb gefördert werden.

Großbritannien hat offenbar das Potential der Blockchain erkannt. Zumindest wenn man nach einem aktuellen Paper des Politikers Eddie Hughes gehen darf. Dieser sitzt für die regierende konservative Partei im Unterhaus und ist unter anderem im Ministerium für Wohnungsbau, Gemeinschaften und Lokalverwaltung tätig.

Das Dokument wurde im Rahmen der liberalen Initiative FREER veröffentlicht. Es enthält folgende Vision: Effizienz soll gesteigert und der Bürger gestärkt werden. Die Blockchain soll Transparenz schaffen und damit auch das Vertrauen in die Regierung wieder herstellen.

Nach einer kurzen Erklärung der Blockchain und ihrer Gründung, wird ein internationaler Vergleich gezogen. Als Vorbild sehe man Estland, wo die Blockchain bereits seit 2012 in der Verwaltung effiziente Strukturen fördere. Oder auch Dubai, das einen „Internationalen Blockchain-Rat“ gründete.

Nach dem Blick ins Ausland wird erläutert, wie Blockchain-Technologie auch in heimischen Gefilden positiv wirken könne. Drei Punkte werden genannt: Gesundheitsversorgung, Nahrungsmittelproduktion und der Finanzsektor.

Der Autor erkennt auch an, dass die Blockchain die Gefahr berge, für falsche Ideale missbraucht zu werden. Zum Beispiel, könne die Blockchain auch zur Überwachung genutzt werden. Etwa bei einer staatlichen Kryptowährung, durch die Regierungen Einsicht in alle Geldbewegungen erhielten. Von derartigen Anwendungen rät Hughes jedoch ab.

In seinen abschließenden Empfehlungen rät er konkret zur Förderung internationalen Blockchain-Wettbewerbs in Zusammenarbeit mit den Universitäten, zur Ernennung eines „Chief Blockchain Officer“, dessen Tätigkeit auch künstliche Intelligenz umfassen sollte und zur Senkung der Staatsausgaben durch Blockchain-Innovationen um 1%. Das würde aber acht Milliarden Pfund einsparen.

Es wäre schön, wenn sich die heimische deutsche Regierung vergleichbar visionär verhalten würde, statt sich in endlose Personal-Quärelen zu verlieren.

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