Exchange-Hack hält an: Hacker hat immer noch “volle Kontrolle”, 1.675 Ether entwendet

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Cryptopia: Der Hacker hat immer noch die volle Kontrolle über die Exchange und hebt weiterhin fleißig Ether ab. | © bitcoinexchangeguide.com

Die Krypto-Analysefirma Elementus deckte auf, dass es zu einer neuerlichen Hacker-Attacke auf Cryptopia kam. Der Hacker hat demnach weiterhin die “volle Kontrolle über alle Kunden-Wallets”.

Hacker haben offenbar immer noch Kontrolle über die neuseeländische Exchange Cryptopia. Das bestätigte die Blockchain-Datenanalyse-Firma Elementus am Dienstag in einem Blog-Beitrag.

Nachdem die betroffene Exchange für mehrere Tage ruhe hatte, wurde nun erneut eine große Menge Ether entwendet. Insgesamt wurden bei diesem Angriff 17.000 Wallets befallen. Dabei verließen satte 1.675 Ether die Exchange. Das entspricht einem aktuellen Gegenwert von ca. 175.000€.

Die Transaktion lässt sich auf Etherscan unter folgender Adresse nachvollziehen:

0x3b46c790ff408e987928169bd1904b6d71c00305

Elementus: Hacker hat weiterhin volle Kontrolle

Elementus’ Fazit: “Der Hacker hat die privaten Schlüssel und kann aus jeder Cryptopia-Wallet nach Belieben Geld abheben.” Bei der Attacke wurden offenbar die Private Keys heruntergeladen, sodass die Wallets nun in Ruhe ausgebeutet werden können. Eine bemerkenswerte Konklusion. Zumal die Analyse-Firma zu Bedenken gibt, dass manche Benutzer weiterhin Guthaben an ihre kompromittierten Wallets senden.

“Die meisten Gelder kommen aus Mining-Pools”, fügte die Firma hinzu. “Vermutlich stammen sie von Minern, die sich dazu entschieden haben, ihre Rewards automatisch in die Cryptopia-Wallets gesandt zu bekommen.”

Wie der Coin Kurier letzte Woche berichtete, hatte eine frühere Elementus-Analyse ergeben, dass bisher $16 Millionen Euro in ERC-20-Tokens entwendet werden konnten. Die Börse selbst hielt sich mit Informationen über die Höhe des Schadens bislang bedeckt. Am 15. Januar ging Cryptopia offline und machte lediglich bekannt, dass ein Hack zu “erheblichen Verlusten” geführt habe.

Seitdem hat die neuseeländische Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Am 22. Januar war von “großen Fortschritten” bei den Untersuchungen die Rede. Die neuerliche Attacke zeigt allerdings, dass dies den Hacker herzlich unerschrocken ließ.

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