HTC plant zweites Blockchain-Smartphone, Veröffentlichung noch 2019

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Das Ende des vergangenen Jahres veröffentlichte Blockchain-Smartphone Exodus 1 von HTC soll noch in diesem Jahr einen Nachfolger erhalten. Die Verkaufszahlen des ursprünglichen Modells erfüllten die Erwartungen des Unternehmens.

Ende Oktober 2018 startete der taiwanesische Elektronikkonzern HTC den Verkauf seines ersten Blockchain-Smartphones, des Exodus 1. Nun hat Phil Chen, der Decentralized Chief Officer des Unternehmens, bekanntgegeben, dass noch in diesem Jahr ein Nachfolger auf den Markt kommen solle. Diese Ankündigung machte er vergangene Woche auf der DLT101-Konferenz in Taipei, wie die örtliche Nachrichtenagentur CNA berichtete.

Laut der Nachrichtenseite Digitimes soll das Nachfolgermodell über neue Blockchain-Funktionen in den Bereichen Browser, Messaging und Social Media verfügen. Die Kommunikation soll zudem direkt von Person zu Person und nicht etwa durch Cloud-Server erfolgen.

Exodus 1 verkauft sich so gut wie erwartet

Das ursprüngliche Exodus 1 verfügt über eine eigene Krypto-Wallet namens Zion. Diese ist aus Sicherheitsgründen vom Android-Betriebssystem des restlichen Smartphones getrennt. Wie Chen vergangenes Jahr erklärte, sei Googles Android „fundamental unsicher mit einem zentralisierten System“. Daher würden die Private Keys in einer Art parallelem „Micro-Betriebssystem“ aufbewahrt.

Das Smartphone war ursprünglich nur gegen Bitcoin (BTC) oder Ether (ETH) erhältlich gewesen. Seit Februar kann man es allerdings auch gegen Fiatgeld erwerben. Laut Chen erfüllen die Verkaufszahlen des Exodus 1 die Erwartungen von HTC.

Erst diesen Monat wurde zudem ein neuer, auf Blockchain-Unternehmen ausgerichteter, Risikokapital-Fonds namens Proof of Capital gestartet, der unter anderem auch von Phil Chen geleitet wird. Der Fonds unterhält eine Partnerschaft mit HTC.

Konkurrent Sirin Labs in Schwierigkeiten

Das Konkurrenz-Unternehmen Sirin Labs scheint mit seinem eigenen Blockchain-Smartphone, dem Finney, dagegen weniger erfolgreich zu sein. Das Gerät war im November des letzten Jahres in den Handel gekommen.

Wie diesen Monat bekannt wurde, musste Sirin Labs 25 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Das Unternehmen begründete den Schritt damit, dass die Verkaufszahlen des Finney schlechter als erwartet ausgefallen seien.

Der firmeneigene Sirin Labs Token (SRN) ist im April erneut um rund 30 Prozent gefallen. Sein Preis sank von 0,037 US-Dollar Anfang des Monats auf aktuell rund 0,025 US-Dollar. Im Vergleich zu dem Allzeithoch von über 3,50 US-Dollar ist der Preis bis heute um über 99 Prozent gesunken.

Wird in naher Zukunft jedes neue Smartphone über voreingestellte Blockchain- und Krypto-Funktionen verfügen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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