IBM schafft Blockchain-Plattform – Neun wichtige Banken beteiligt

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IBM arbeitet an LedgerConnect | © IBM

Der Technologie-Konzern IBM hat in Zusammenarbeit mit der CLS-Bank die Blockchain-Plattform LedgerConnect angekündigt. Dabei handelt es sich um einen „App-Store für Banken“. Die Finanzinstitute sollen eine bessere Verbindung zu den Angeboten von Fintech-Firmen erhalten.

Während viele der großen amerikanischen Tech-Unternehmen wie Facebook oder Google keine 20 Jahre alt sind, kann der IT-Riese IBM auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Bis heute ist der Konzern auf der Höhe der Zeit, sei es in Sachen Künstliche Intelligenz oder natürlich auch Blockchain.

„App-Store“ auf geschlossener Blockchain

Am Montag stellte IBM nun ein neues Projekt namens LedgerConnect  vor. Dabei handelt es sich um ein Konzept für eine geschlossene Blockchain, über die Banken, Fintech-Unternehmen und Software-Anbieter ihre Dienste bereitstellen und teilen können. Um zu unterstreichen, wie einfach der Austausch von Technologien durch die neue Plattform werden soll, wird sie mit dem App-Store verglichen, wo man sich kinderleicht eine gewünschte Applikation herunterladen kann.

An dem Proof of Concept (PoC), zu deutsch Machbarkeitsnachweis, sind neben der CLS-Bank, einem Anbieter von Finanzmarkt-Infrastruktur, neun wichtige Banken beteiligt. Dazu gehören z.B. auch die Citigroup oder Barclays. Letztere hatten erst kürzlich zwei Patente mit Blockchain-Bezug beantragt.

Mit LedgerConnect soll eine innovative Lösung für die Verknüpfung von Finanzinstituten gefunden werden. Zur Zeit arbeiten Finanzinstitute isoliert an ihren eigenen Systemen und Blockchains, die dann untereinander nicht kompatibel sind. Das Projekt befände sich in einem fortgeschrittenen Stadium, mehrere Anwendungen seien schon erfolgreich implementiert worden, so Ram Komarraju, Leiter für Innovation bei CLS.

Bislang beruht die LedgerConnect-Blockchain auf Hyperledger FabricDiese grundlegende Struktur war von IBM erarbeitet und dem Projekt Hyperledger der Linux Foundation hinzugefügt worden. Laut Komarraju wolle man sich aber nicht auf eine bestimmte Technologie festlegen und für Alternativen offen bleiben.

Der Appetit auf PoC ist vergangen

Weitere bedeutende Banken nähmen an LedgerConnect teil, wollten aber bislang nicht genannt werden. Zuerst solle der Machbarkeitsnachweis abgeschlossen werden. Es sei eine gewisse Erschöpfung eingetreten, was PoCs anbelangt. Zu viele Projekte seien stagniert, sei es weil das Projekt in Wahrheit gar keine Blockchain brauchte oder weil Aufbau und Erhalt des Netzwerkes zu kompliziert und kostspielig waren.

Begrüßt du das Projekt von IBM? Oder kann man nur offene Blockchains als echte Blockchains bezeichnen und sollte nicht unterstützen, was etablierte Tech-Unternehmen und Banken intern aushecken? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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