Indische Bank verbietet Kunden die Nutzung von Kryptowährungen

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Indien fährt eine rigorose Politik gegen Bitcoin. | © Depositphotos

Die indische Kotak Mahindra Bank verbietet ihren Kunden jegliche Transaktionen, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen. Bei Zuwiderhandeln wird das Konto des Nutzers gesperrt. Damit folgt das Finanzinstitut dem kryptofeindlichen Kurs der Reserve Bank of India (RBI).

Wenn sich auch viele Krypto-Fans als Kämpfer gegen das Bankensystem sehen mögen, so ist von wirklichen Feindseligkeiten der Finanzinstitute gegen das Digitalgeld hierzulande eher wenig zu sehen. Ganz anders sieht das in Indien aus. Die dortige Kotak Mahindra Bank verbietet ihren Kunden offenbar jegliche Krypto-Transaktionen.

Die Twitter-Nutzerin Indian Cryptogirl (@DesiCryptoHodlr) teilte am Mittwoch einen Text, dem ihr zufolge alle Neukunden der Bank zustimmen müssen: „Ich erkläre hiermit, dass ich mit keinerlei Transaktionen zu tun haben werde, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen, einschließlich Bitcoin. Ich verstehe auch und bin einverstanden, dass sich die Bank das Recht vorbehält, mein Konto ohne Vorwarnung zu schließen, sollte herauskommen, dass ich solche Transaktionen tätige.“

Kryptofeindliche Zentralbank

Dies ist allerdings kaum auf die Böswilligkeit einer einzelnen Geschäftsbank zurückzuführen. Kotak Mahindra beruft sich auf Regulierungen der RBI, der Reserve Bank of India. Auf deren Anordnung dürfen Banken seit dem 5. Juli 2018 keine Krypto-Exchanges mehr bedienen.

Wie Indian Cryptogirl gegenüber Bitcoin.com erklärte, sendeten auch viele andere indische Banken seit April letzten Jahres ihren Kunden regelmäßig ähnliche Botschaften wie jene von Kotak Mahindra per SMS oder E-Mail. Sie fürchten offenbar um den Verlust ihrer Banklizenz, wenn sie nicht dem Willen der RBI folgen.

Mit seinen über 1,3 Milliarden Einwohnern könnte Indien einen bedeutenden Markt für Kryptowährungen darstellen. Doch die Politik der Zentralbank vermiest das Geschäft. Im September musste Zebpay, zuvor die größte Exchange des Landes, ihre Dienste für Inder einstellen, da ihr auf einen Schlag alle örtlichen Banken die Zusammenarbeit verweigert hatten.

Attraktiver Markt für Rücküberweisungen

Laut Zahlen der Weltbank überwiesen im Ausland arbeitende Inder vergangenes Jahr ganze 80 Milliarden US-Dollar in ihr Heimatland. Damit ist das Land weltweit führend. Um diese Transaktionen günstiger und schneller zu machen, ging der Zahlungsdienstleister TransferGo im September eine Partnerschaft mit Ripple ein, der Firma hinter der aktuell zweitgrößten Kryptowährung XRP.

Im Dezember berichtete Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Facebook ebenfalls in den Markt für indische Rücküberweisungen einsteigen wolle. Zu diesem Zweck arbeite das Unternehmen an einem Stablecoin für seinen Messenger WhatsApp.

Würden Kryptowährungen einen großen Aufschwung erfahren, wenn die indische Zentralbank in Zukunft ihre Haltung überdenken sollte? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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