Iran entwickelt jetzt eigene staatliche Kryptowährung

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Iran plant den Start einer eigenen Kryptowährung, um US-Sanktionen zu umgehen. | © Coin Kurier
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Mit steigender Popularität von Kryptowährungen, hat nun auch der Iran das Potenzial der Blockchain für sich erkannt. Mit einer staatlichen Kryptowährung sollen von der USA verhängte Sanktionen umgangen werden. Einem Medienbericht zufolge, arbeitet die iranische Zentralbank sehr aktive an einer solchen Digitalwährung.

Die iransiche Regierung denkt nun offen darüber nach, eine iranische Kryptowährung herauszubringen. Vor allem um amerikanische Sanktionen zu umgehen. Das berichtet Alireza Daliri, die Stellvertreterin der Abteilung für Management- und Investment-Angelegenheiten laut Press TV. Dem Bericht zufolge stehe die Entwicklung einer solchen staatlichen Digitalwährung auf dem Plan der iranischen Abteilung für Wissenschaftliche und Technologische Angelegenheiten.

Daliri soll weiterhin gesagt haben, dass eine große Anzahl an dortigen Firmen die Expertise besitzen, eine solche Währung zu entwickeln. Dabei arbeiten sie in Kooperation mit der iranischen Zentralbank. Press TV berichtet unter Berufung auf einen Bericht der iranischen INSA News Agency, dass vor dem Start der Digitalwährung allerdings noch kleine Programmfehler behoben werden müssten.

„Diese Währung würde den Geldtransfer überall in die Welt ermöglichen. Außerdem kann sie uns in Zeiten der Sanktionen helfen“, betont Daliri gegenüber INSA. US-Präsident Donald Trump hatte während seines Wahlkampfes angekündigt, das Iran-Abkommen, welches Vorgänger Obama mit dem iranischen Regime geschlossen hatte, aufzukündigen und „das höchste Level“ an Sanktionen gegen das Land zu verhängen.

Eine Aufrechterhaltung alter und die Auferlegung neuer Sanktionen würden den Iran weiterhin international isolieren. Dem Regime wäre nicht gestattet sein Erdöl für US-Dollar zu verkaufen. Es wäre damit faktisch vom Weltmarkt abgeschnitten.

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA haben indes weiterhin zugenommen. Auf eine Bemerkung des iranischen Präsidenten Hassan Rohani hin, ein „Krieg mit dem Iran ist die Mutter aller Kriege“, drohte Trump diesem am Sonntag in einem Tweet. Er befahl darin, Rohani solle den USA nie wieder drohen, da der Iiran ansonsten „beispiellose“ Konsequenzen zu befürchten hätte.

Nicht nur der Iran arbeitet aktive an der Entwicklung einer Kryptowährung. Venezuela hat mit dem Petro bereits vorgezogen. Handelbar ist dieser zwar noch nicht, allerdings soll er am 20. August an eine neue Fiatwährung gekoppelt werden. Der Petro wiederum ist laut der venezolanischen Regierung an Venezuelas Ölvorkommen gekoppelt. Auch Russland liebäugelte mit der Entwicklung eines BitRubel zur Umgehung amerikanischer Sanktionen.

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