Bloomberg-Bericht: Japan könnte Bitcoin-ETF zulassen

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Laut anonymen Quellen erwägt die japanische Finanzaufsicht FSA aktuell die Möglichkeit für die Einführung eines Bitcoin-ETF. Eine solche Anlagemöglichkeit existiert bereits in der Schweiz, aber noch nicht in Japan. In den USA wurde sie von der Aufsichtsbehörde SEC wiederholt abgelehnt.

Viele Krypto-Jünger glauben daran, dass ein Bitcoin (BTC)-basierter Exchanged Traded Fund (ETF) die Krypto-Kurse wieder zu neuen Höhen führen werde. Über diesen solle es nämlich institutionellen Investoren stark erleichtert werden, ihre gewaltigen Finanzströme in den Kryptomarkt zu lenken.

Japan diskutiert ETF

Leider hat sich allerdings in den USA die Börsenaufsicht SEC bislang standfest geweigert, einen solchen ETF zuzulassen. In Japan scheint die Lage allerdings deutlich vielversprechender. Wie Bloomberg heute unter Berufung auf eine anonyme eingeweihte Person berichtete, sondiere die dortige Financial Services Agency (FSA) gerade das industrielle Interesse an einem solchen Finanzprodukt.

Die Ergebnisse der FSA-Untersuchung dürften bis zum März von der regierenden Liberaldemokratischen Partei in ein Gesetz gegossen werden, welches 2020 in Kraft treten werde. Erst kürzlich hatte sich die Aufsichtsbehörde gegen die Zulassung von Krypto-Futures und -Optionen ausgesprochen, da diese keinen anderen Zweck erfüllten, als mehr Spekulation anzuheizen.

Laut Bloomberg ist der US-amerikanische ETF-Markt rund zehnmal so groß wie der japanische. Nichtsdestotrotz ist Japan die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und ein Land mit hoher Krypto-Adaption. Ein Bitcoin-ETF könnte also auch dort durchaus Wirkung zeigen.

Schweiz erlaubte Krypto-ETP im November

Während man in den USA und Japan noch diskutiert, wurden in der Schweiz bereits Tatsachen geschaffen. Dort kann seit dem 21. November des vergangen Jahres der Amun Crypto Basket Index an der SIX Swiss Exchange, der größten Börse des Landes, gehandelt werden. Das Tickersymbol des Finanzprodukts lautet HODL. Dies ist auch ein beliebter Ausdruck in der Krypto-Szene, der das langfristige Halten von Coins beschreibt (im Gegensatz zum Verkaufen und kurzfristigen Trading).

Das Exchange Traded Product (ETP) bildet die Preise der fünf beliebten Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Bitcoin Cash (BCH) und Lightcoin (LTC) nach, wobei die Gewichtung klar auf Bitcoin liegt (rund 50 Prozent). Für die Verwaltung des ETP ist der amerikanische Vermögensverwalter VanEck zuständig, der sich auch in den USA um die Zulassung eines Bitcoin-ETF beworben hatte. Die SEC möchte am 27. Februar ihre Entscheidung zu dem Fall bekannt geben.

Wird Japan vor den USA einem Krypto-ETF zustimmen? Hätte eine Einführung wirklich so einen positiven Effekt auf den Mark, wie oft angenommen wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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