Japan: Geldwäschedelikte mit Kryptowährungen steigen 2018 auf das Zehnfache

0
1071

In Japan wurden 2018 deutlich mehr Fälle registriert, in denen Kryptowährungen für Geldwäsche eingesetzt wurden als noch 2017. Die Japan Times berichtet von einer Verzehnfachung.

In Japan wurden im vergangenen Jahr mehr als 7000 Fälle gemeldet, in denen Kryptowährungen genutzt wurden, um Geldwäsche zu betreiben. Das berichtete die Japan Times am 28. Februar. Die Zeitung resümiert, dass dieses Delikt damit im Vergleich zum Vorjahr zehnmal häufiger gemeldet wurde.

Zu den Verdachtsmomenten gehören Fälle, in denen sich Nutzer gleich mit mehreren Namen und Geburtsdaten, aber dem gleichen Identifikationsbild bei der gleichen Plattform angemeldet haben. In anderen Fällen waren Accounts in Japan registriert, obwohl die dahinterstehenden Personen tatsächlich anderen Ländern zugeordnet werden konnten.

Die Verzehnfachung von kryptospezifischen Geldwäschedelikten mutet angesichts des massiven Anstiegs von allgemeinen Geldwäscheverdachtsmomenten um 2296% allerdings geradezu harmlos an. Während 2017 noch 17.422 Fälle aufgezeichnet wurden, stieg die Zahl 2018 auf 417.465.

Um diesem Trend einen Riegel vorzuschieben, plant Japan in Zukunft den Einsatz von künstlicher Intelligenz, um Gesetzesverstöße leichter ausmachen zu können.

Seit April 2017 sind in Japan alle Krypto-Exchanges verpflichtet, persönliche Kundendaten aufzuzeichnen und verdächtige Transaktionen zu melden.

Womit hängen die wachsenden Geldwäschefälle Deiner Meinung nach zusammen? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

© Bild via Depositphotos

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here