John McAfee gesteht Whitepaper-Plagiat, will trotzdem klagen!

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In Kürze startet John McAfees neuer Privacy Coin namens Ghost (GHOST). Um die Kryptowährung hatte es eine Kontroverse gegeben, weil offenbar ein Großteil des Whitepapers abgeschrieben worden war. McAfee gab dies zu, drohte aber dennoch mit rechtlichen Schritten:

John McAfee, Gründer des gleichnamigen Virenschutzes und exzentrischer Krypto-Kommentator, hat mit seiner kommenden Digitalwährung Ghost (GHOST) für Wirbel gesorgt: Nachdem er das zu dem Privacy Coin gehörige Whitepaper veröffentlicht hatte, konfrontierte ihn das Team der Kryptowährung PIVX (PIVX) mit Plagiatsvorwürfen:

“Als engagiertes Expertenteam, das seit 2016 Pionierarbeit leistet und unermüdlich eine auf Privatsphäre ausgerichtete Proof of Stake-Blockchain entwickelt, ist PIVX äußerst enttäuscht, dass McAfee das PIVX-Whitepaper vom September 2018 in eklatanter Weise plagiiert hat.”

McAfee sieht sich verleumdet, droht mit Klage

PIVX lieferte eine detaillierte Gegenüberstellung, in der die Abschreiberei mehr als deutlich wurde. 20 von 26 Seiten des GHOST-Whitepapers enthalten demnach eins zu eins übernommenen Text.

McAfee räumte das Plagiat ein, sah jedoch keinerlei Problem damit. Schließlich seien ja Hard Forks in der Krypto-Szene völlig üblich, bei denen ein neuer Coin viele Eigenschaften eines bereits vorhandenen übernehme. Der Code sei doch ohnehin Open Source.

PIVX wies allerdings darauf hin, das zwar der Code, nicht aber das Whitepaper von 2018 Open Source seien. Bei dem Dokument von 2018 bestehe ein Copyright. Dafür zeigt McAfee kein Verständnis:

“PIVX versucht zu behaupten, dass ihr Quellcode Public Domain ist, die Beschreibung der Funktionsweise (das Whitepaper) aber nicht!

Was nützt dann Open Source, wenn die Dokumentation nicht enthalten ist?

Was für ein Betrug ist das?”

Der Unternehmer kündigte an, er wolle Anklage wegen Verleumdung erheben.

GHOST-Snapshot in wenigen Tagen

Ungeachtet dieser Kontroverse soll Ghost in naher Zukunft an den Start gehen: Am 24. Mai (Sonntag) werden laut McAfee neue Informationen wie zum Beispiel eine Roadmap veröffentlicht werden und einen Tag später erfolgt dann eine Momentaufnahme (Snapshot) des ESH-Tokens. Wer diese Kryptowährung zu besagtem Zeitpunkt besitzt, wird einige GHOSTs geschenkt bekommen.

McAfee will Satoshi Nakamoto kennen

Der Virenschutz-Pionier, welcher sich seit Anfang des Jahres als Bitcoin (BTC)-Gegner positioniert, machte auch kürzlich durch ein Interview von sich Reden, in dem er behauptete, die Identität von BTC-Erfinder Satoshi Nakamoto durchschaut zu haben.

Allerdings habe McAfee sich dagegen entschieden, den Bitcoin-Schöpfer zu enttarnen. Er sei sich zwar fast völlig sicher, wolle jedoch das Restrisiko nicht eingehen, das Leben eines Unbeteiligten zu ruinieren, falls er doch falschliegen sollte.

Sollte Deiner Meinung nach alles im Krypto- und Blockchain-Bereich Open Source sein oder hältst Du es für berechtigt, wenn ein Copyright auf ein Whitepaper geltend gemacht wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via @officialmcafee, Twitter.com

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