Schweizer Großbank Julius Bär steigt ins Krypto-Geschäft ein

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Die Schweizer Bank Julius Bär ist eine Partnerschaft mit der SEBA Crypto AG eingegangen. Sobald SEBA eine entsprechende Lizenz der Aufsichtsbehörde FINMA erhält, möchte Julius Bär Krypto-Dienstleistungen anbieten.

Sollten die Regulatoren mitspielen, wird die Schweizer Privatbank Julius Bär ihren Kunden schon bald umfangreiche Krypto-Dienstleistungen zur Verfügung stellen, einschließlich „Lösungen zur Speicherung, Transaktion und Anlage digitaler Vermögenswerte“. Das erklärte die Bank am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Julius Bär ist demnach eine Partnerschaft mit der SEBA Crypto AG eingegangen. Dabei handelt es sich um ein im vergangenen April gegründetes Startup unter Leitung des ehemaligen UBS-Managers Guido Bühler. Sitz des Unternehmens ist der Kanton Zug, welcher wegen seiner hohen Dichte an Blockchain-Unternehmen auch als Crypto Valley bekannt ist. SEBAs Ziel ist es, als Brücke zwischen Kryptowährungen und der traditionellen Finanzwelt zu fungieren.

Laut Pressemitteilung hatte Julius Bär bereits im vergangenen Jahr eine Minderheitsbeteiligung an SEBA erworben. Wie das Startup am Dienstag mitteilte, wird die Zusammenarbeit nun dadurch gefestigt, dass Julius Bär-Manager Peter Gerlach am 20. März für einen Posten im SEBA-Vorstand zur Wahl gestellt wird.

Gerlach erklärte, er sei „überzeugt, dass digitale Vermögenswerte zu einer etablierten nachhaltigen Anlageklasse im Portfolio eines Anlegers werden.“ Die Bank wolle „der steigenden Nachfrage gerecht werden“.

Julius Bär-Kunden müssen sich allerdings noch etwas gedulden, denn die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat SEBA noch keine Lizenz für Banken und Effektenhändler ausgestellt. Erst dann kann die Partnerschaft wirklich in Kraft treten.

SEBA Crypto plant ICO

Laut Roadmap auf der SEBA-Webseite möchte das Startup im dritten Quartal dieses Jahres ein Initial Coin Offering (ICO) vorbereiten, nachdem zuvor im zweiten Quartal die Arbeit als Kryptobank aufgenommen werden soll.

Auf der FAQ-Seite des Unternehmens heißt es dazu nur, der Token-Verkauf werde unter erstklassigen Sicherheitsvorkehrungen und Schweizer Regulationen entsprechend durchgeführt. Alle weiteren Informationen sollen später folgen. Im vergangenen September hatte SEBA bereits durch Risikokapitalgeber 100 Millionen Schweizer Franken (88 Millionen Euro) eingesammelt.

Kann Julius Bär helfen, den Bärenmarkt zu beenden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Marco Verch, Flickr.comLizenz

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