Kanadisches Finanzamt fordert Bitcoiner auf, sämtliche Adressen offenzulegen

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Das kanadische Finanzamt fordert Bitcoin und Altcoin-Investoren auf, sämtliche Adressen und Transaktionen offenzulegen. Das geht aus einem Bericht des in der Kryptobranche aktiven US-Journalisten Kyle Torpey hervor.

Einem Bericht des Krypto-Enthusiasten und -Journalisten Kyle Torpey zufolge, fordert das kanadische Finanzamt ausgewählte Bitcoin-Nutzer (insgesamt seien es wohl 60) dazu auf, ihre Adressen sowie ihr Transaktionsverhalten offenzulegen.

In einem Fragebogen, den Torpey für alle Leser einsehbar online gestellt hat, möchte die Canada Revenue Agency (CRA) z.B. wissen, ob der Hodler im vergangenen Jahr einen Mixer oder andere Verfahren genutzt hat, die zur Anonymisierung von Transaktionen dienlich sind. Falls dem so sein sollte, wird der Hodler dazu aufgefordert seine Aktivitäten im Fragebogen zu dokumentieren.

Auch eine Nutzung von Changelly oder Shapeshift soll offengelegt werden, zwei Dienstleistungen, welche Cointäusche ohne KYC (Kenntlichmachung der Identität) erlauben.

Ziel sei es, Schlupflöcher zu stopfen, um Geldwäschern auf die Schliche zu kommen. So wie bei regulärem Fiatgeld sei es ganz normal, dass man auch Einblick in sämtliche Krypto-Transaktionen erhalten möchte, so die Behörde.

So erschreckend der Vorstoß auf den ersten Blick auch anmuten mag, ist er doch auf den zweiten Blick vielleicht gar nicht so negativ zu bewerten. Immerhin zeigt er nämlich auf, wie wenig Einblick Behörden in Krypto-Transaktionen zur Zeit noch haben. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Bank-Transaktionen können sich die Ämter Deine Daten nämlich nicht von Dritten holen, sondern sind auf Deine Ehrlichkeit angewiesen.

Wie bewertest Du den Vorstoß des kanadischen Finanzamts? Teile es uns in der Kommentarspalte mit!

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