Kann Bitcoin von China vernichtet werden? – Ehemaliger Ripple CEO ist dieser Meinung

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Bitcoin China

In einem kürzlich in The Hill veröffentlichten Artikel argumentiert der ehemalige CEO von Ripple, Chris Larsen, dass China genug Macht hat, um die Kontrolle über Bitcoin zu übernehmen und zwar genau wegen diesen Fakten:

“Mindestens 65 Prozent des Krypto-Minings finden in China statt. Das bedeutet, dass die chinesische Regierung über die erforderliche Mehrheit verfügt, um die Kontrolle über diese Protokolle auszuüben und Transaktionen effektiv zu blockieren oder rückgängig zu machen.”

Er glaubt weiter, dass China “die gewaltige Menge an Energie” subventioniert, um die größte Blockchain der Welt fest im Griff zu behalten.

Wie China Bitcoin angreifen kann

Während die USA und Russland sich um den Aufbau riesiger Mining-Farmen bemühen, entfallen allein auf die chinesische Provinz Sichuan 54 Prozent der gesamten Hash-Rate.

Wegen der Zentralisierung in China, steigen die Befürchtungen, dass China fähig wäre, einen 51-Prozent Angriff durchzuführen.

In einer 2018 von US-Wissenschaftlern veröffentlichten Forschungsarbeit wurde dargelegt, wie China tatsächlich durch mehrere Angriffsvektoren großen Einfluss auf die Bitcoin-Blockchain ausüben könnte.

Chinesische Mining-Pools könnten zusammenarbeiten, um bestimmte Benutzer zu deanonymisieren und das Netzwerk so zu destabilisieren.

“In dem Maße, wie der Wert und der wirtschaftliche Nutzen von Bitcoin gewachsen sind, ist auch der Anreiz gewachsen, die Blockchain anzugreifen. Wir haben China für die Analyse ausgewählt, weil es der mächtigste potenzielle Gegner von Bitcoin ist, und wir fanden heraus, dass es eine Vielzahl hervorstechender Motive für einen Angriff auf das System und eine Reihe ausgereifter Fähigkeiten, sowohl regulatorischer als auch technischer Art, zur Durchführung dieser Angriffe hat.“

Ist Bitcoin ein „chinesisch kontrollierter Coin“?

Ripple hat bereits seit Jahren aggressiv die Erzählung über Bitcoin als “chinesisch kontrollierte Kryptowährung” forciert, während gleichzeitig regulatorische Klarheit in den USA gefordert wird.

Im Jahr 2018 behauptete Brad Garlinghouse, der derzeitige CEO des XRP-angegliederten Unternehmens, dass andere Länder den vom kommunistischen Regime kontrollierten Coin nicht übernehmen würden:

“Woher wissen wir, dass China nicht eingreifen wird? Wie viele Länder wollen eine chinesisch kontrollierte Währung verwenden? Es wird einfach nicht passieren”.

Der CTO von Casa, Jameson Lopp, glaubt jedoch, dass es für die chinesische Regierung “fast unmöglich” wäre, alle Miner zu kontrollieren:

“Es gibt wahrscheinlich mehr als tausend Mining-Farmen, die über ganz China verstreut sind; es würde einige Anstrengungen erfordern, bis die Regierung alle beschlagnahmt hätte. Ich vermute, dass es für den Staat “fast unmöglich” wäre, die Kontrolle über die Mining-Anlagen zu übernehmen, ohne dass die Nachricht an den Rest der Welt durchsickert.”

Klar ist, dass China definitiv viele Miner und somit auch einen großen Teil der Hash-Rate bei sich im Land hat, was aber noch lange nicht bedeutet dass Bitcoin von China kontrolliert werden kann. Allerdings empfiehlt es sich immer und vor allem im Kryptomarkt, nicht alles auf ein Pferd zu setzen, in diesem Fall den Bitcoin, da immer unvorhergesehene Ereignisse passieren können. Diversifikation ist alles!

Bild via Depositphotos

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