Kontrolliert dieser chinesische Scam den gesamten Bitcoin (BTC)-Markt?

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Analysten gehen davon aus, dass das betrügerische chinesische Krypto-Projekt PlusToken den Bitcoin (BTC)-Markt fest im Griff habe. Die Scammer würden täglich über 1.000 BTC verkaufen und damit den Preis drücken.

PlusToken war ein Wallet-Anbieter und wahrscheinlich der größte Krypto-Betrug des Jahres 2019. Das vor allem in China aktive Ponzi-System versprach wahnwitzige Renditen von bis zu 19 Prozent im Monat und endete, wie zu erwarten war, Ende Juni in einem Exit-Scam. Dabei sollen PlusToken-Nutzer um unglaubliche drei Milliarden US-Dollar betrogen worden sein.

Hält PlusToken den Bitcoin (BTC)-Preis unten?

Doch auch knapp ein halbes Jahr später hat der Scam weiterhin einen mächtigen Einfluss auf den Krypto-Markt. Das erklärte zumindest kürzlich der anonyme Analyst “Ergo” auf Twitter.

In einer Tweet-Serie legte dieser dar, dass PlusToken mindestens über eine unglaubliche Menge von 187.000 Bitcoin (BTC) verfügt habe. Die Betrüger hätten über den Wasabi-Mixer und das sogenannte Self-Shuffeling versucht, die Bewegungen ihrer Coins zu verschleiern.

Ergo schätzte, dass PlusToken zum Zeitpunkt seines Tweets noch etwa 58.000 BTC zur Verfügung ständen, wobei täglich 1.100 bis 1.300 Bitcoins verkauft würden. Das würde bedeuten, dass jeden Tag Coins im Wert von rund acht Millionen Euro auf den Markt gespült würden. Kein Wunder also, wenn sich Bitcoin preislich gesehen aktuell schwertut. Der Analyst hat errechnet, dass die Scammer ihre Verkäufe noch 1,5 bis 2 Monate lang weiterführen könnten.

PlusToken-Theorie umstritten

Eine weitere Vertreterin der Plustoken-Theorie ist Dovey Wan von der Krypto-Investmentfirma Primitive Ventures. Sie äußerte am Mittwoch ihre Meinung, dass PlusToken sowohl für den starken Preisanstieg von BTC zwischen April und Juni, als auf für den darauf folgenden Wertverfall verantwortlich sei.

In der Tat stieg Bitcoin bis zu dem Zeitpunkt, an dem PlusToken als Scam enttarnt wurde, immer weiter und befindet sich seither im Abwärtstrend. Allerdings gibt es auch skeptische Stimmen: Die Firma TokenAnalyst erklärte Mitte August, dass die PlusToken-Betreiber ihre Coins gar nicht an Exchanges überwiesen und folglich auch nicht verkauft hätten. Auch Ergo gab zu, dass er Überweisungen an Exchanges bislang nicht habe nachweisen können.

Glaubst Du, dass hauptsächlich PlusToken hinter der schwachen Preisentwicklung von Bitcoin steckt oder siehst Du einen anderen Faktor als wichtiger an? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via plustokenofficial.com

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