Was wurde aus den Coins von QuadrigaCX? Exchange Kraken setzt für Hinweise $100.000 Belohnung aus

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Die Exchange Kraken bietet eine Belohnung von bis zu 100.000 US-Dollar für Hinweise zur Wiederauffindung der verschwundenen 190 Millionen US-Dollar der kanadischen Kryptobörse QuadrigaCX.

Die in den USA ansässige Exchange Kraken wurde 2011 gegründet und zählt damit zu den ältesten noch aktiven Kryptobörsen. Bereits 2014 half Kraken, verlorene Coins der bankrotten Exchange Mt. Gox wiederzufinden. Nun möchte Kraken dazu beitragen, den Fall QuadrigaCX zu lösen.

Diese kanadische Kryptobörse schuldet ihren Kunden nämlich unglaubliche 190 Millionen US-Dollar. Angeblich starb Quadriga-CEO Gerald Cotten im Dezember und nahm dabei den Zugriff auf die Reserven seines Unternehmens mit ins Grab. Kraken kündigte nun in einem Blog-Artikel an, Hinweise zur Wiederauffindung der Coins mit bis zu 100.000 US-Dollar zu belohnen.

Ausführliche Darlegung des Falls in Podcast

Für alle, die sich an der Schatzsuche beteiligen wollen, hat Kraken den bisherigen Erkenntnisstand zum Quadriga-Fall in zwei ausführlichen Podcast-Folgen aufgearbeitet (Gesamtlänge: knapp drei Stunden). Darin beleuchten Kraken-Gründer und CEO Jesse Powel und seine Mitarbeiterin Christina Yee die merkwürdigen Details des Falls, z.B. dass Cottens Leiche offenbar zuerst vom Krankenhaus in sein Hotel zurückgebracht worden war.

Nicht nur die Ereignisse um den mutmaßlichen Tod des Gründers, auch die gesamte Geschichte der Exchange wird unter die Lupe genommen. So operierte der Quadriga-Mitgründer Michael Patryn offenbar unter falschem Namen. Eigentlich handele es sich bei ihm um einen gewissen Omar Dhanani, der vormals als Teil einer kriminellen Organisation namens Shadowcrew in den USA im Gefängnis gesessen hat.

Powell schätzte außerdem, dass die Exchange eigentlich schon seit Juni 2017 quasi bankrott gewesen sei. Damals hatte Quadriga über 60.000 Ether (ETH) wegen eines fehlerhaften Smart Contracts verloren. Wahrscheinlich hätten die Betreiber seitdem Kundengelder auf andere Exchanges transferiert, um die Verluste mit Trading möglicherweise wieder auszugleichen. Das würde auch erklären, warum keine Cold Wallets von Quadriga gefunden wurden.

Bericht: Ein Teil der Coins landete bei Kraken selbst

Quasi zeitgleich mit Krakens Podcasts veröffentlichte James Edwards, Herausgeber des Krypto-Portals Zerononcense, eine ausführliche Analyse zu den Geldströmen von QuadrigaCX. Er konnte drei Exchanges ermitteln, an welche die kanadische Kryptobörse insgesamt 650.000 ETH geschickt habe.

Der größte Anteil ging an Poloniex (326.000 ETH), gefolgt von Bitfinex (239.000 ETH) und Kraken (84.000 ETH). Zum Zeitpunkt der Transaktionen seien die ETH insgesamt gut 100 Millionen US-Dollar wert gewesen.

Ob sich diese Coins immer noch dort befinden, ist wiederum eine andere Frage. Laut der Krypto-Nachrichtenseite CCN hat Powell erklärt, es gäbe leider keine Quadriga-Einlagen auf Kraken.

Was ist Deiner Meinung nach die Wahrheit hinter dem QuadrigaCX-Skandal? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via WordRiddenFlickr.comLizenz

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